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DTM-Sieger Philip Ellis über Super-Restart am Lausitzring: "Besser als erwartet"

DTM-Sieger Philip Ellis glänzte am Lausitzring vor allem bei den Starts, doch das am Samstag war nicht der einzige Schlüssel zum Premierenerfolg

(Motorsport-Total.com) - Drittes DTM-Rennen in der Saison 2021, und zum dritten Mal grüßt ein neues Gesicht von der obersten Stufe des Siegertreppchens: Nach den Erfolgen von Liam Lawson und Kelvin van der Linde hat sich am Lausitzring erstmals Philip Ellis in die Siegerlisten eingetragen. Der Winward-Mercedes-Pilot kam von Startplatz neun und ließ dabei vor allem bei den beiden Starts die Konkurrenz ganz alt aussehen.

Philip Ellis

Philip Ellis ist der neueste Rennsieger der DTM, er siegte am Lausitzring Zoom

"Mein Restart war mega, besser als erwartet. In die Schikane als Zweiter einzubiegen und dann Sheldon unter Druck zu setzen", rekapituliert Ellis seinen sagenhaften Restart nach der einzigen Safety-Car-Phase des Rennens. Dort kassierte er Mike Rockenfeller und Esteban Muth bereits in der Steilkurve und bremste zudem Kelvin van der Linde in Kurve 2 aus. Von P5 ging es auf P2 nach vorne.

Bereits beim ursprünglichen Rennstart hatte Ellis den Vorwärtsgang drin. Von P9 aus gestartet ging er in der ersten Runde des Rennens gleich an zwei Kontrahenten vorbei und kassierte zudem Liam Lawson in der zweiten Runde. Die Startphasen waren somit einer der Schlüssel zum Sieg, doch es gab noch einen.

Reifenabnutzung ein Joker bei Ellis' DTM-Premierensieg

Denn der Mercedes-AMG GT3 ging gut mit den Reifen um. Ellis bestätigte nach dem Rennen auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com': "Das war vor allem beim Überholvorgang gegen Sheldon der Hauptfaktor. Ich würde nicht sagen, dass es am Start einen großen Unterschied gemacht hätte."


DTM am Lausitzring (Deutschland) 2021

"Aber nach dem Stopp zu Sheldon aufzuholen und zu sehen, welche Probleme er mit den Reifen hat, und auch zu sehen, dass sich Liam viel stärker in Kurve 1 bewegt, da war der Mercedes schon sehr gut zu den Reifen. Das ist immer ein Haupt-Charakteristikum des Autos, dass wir wenig Reifenabnutzung haben", erklärt Ellis.

Das fiel vor allem im Vergleich zum lange führenden Sheldon van der Linde auf. Der BMW-Pilot war bald nach seinem Stopp aber auf verlorenem Posten, denn das starke Drehmoment des turbo-befeuerten M6 GT3 zog die Hinterreifen ordentlich in Mitleidenschaft.

"Sehr bald [nach dem Stopp] war ich nahe genug dran, um einen Angriff auf Sheldon zu wagen. Es war im Grunde genommen einfach so, dass er mit den Hinterreifen Probleme bekam, wir dagegen nicht so sehr", hatte Ellis beobachtet.

Gute Starts und ein reifenschonendes Auto verschafften Ellis also die entscheidenden Vorteile auf dem Weg zum Sieg. Die Pace selbst war stach jedoch nicht hervor, meint der Schweizer: "Wir hatten keine Ahnung, dass wir eine derartige Performance haben würden, vor allem nach dem Qualifying. Wir hatten niemals erwartet, diese Longrun-Pace zu haben."

Philip Ellis am Lausitzring unter Druck von Liam Lawson

So verwundert es nicht, dass er bis zum Schluss von Ferrari-Pilot Liam Lawson verfolgt wurde. Der junge Neuseeländer ließ sich nicht abschütteln, kam allerdings auch nicht in eine Position, in der er einen Angriff hätte wagen können.

"In den zwei Runden hinter Sheldon hat Liam stark aufgeholt. Ich wusste also, dass ich schnell vorbeigehen musste, ansonsten hätte mich Liam auch attackiert. Als ich vorbei war, gab es keinen Raum, um irgendwas zu managen, denn Liam war direkt hinter mir", berichtet Ellis.

Trotz des Drucks von hinten blieb der Mercedes-AMG-Pilot cool und darf nun über seinen ersten DTM-Sieg jubeln. Unter diesen Umständen etwas ganz Besonderes für Ellis, der im Januar noch die GTD-Klasse bei den 24h Daytona gewann, unter anderem mit Maro Engel.

"Ehrlich gesagt bin ich sprachlos nach dem Sieg. Ich habe es ehrlich gesagt erst auf der Inlap realisiert, dass wir das Rennen gewonnen haben. Vor allem, da wir von P9 gekommen sind. Ehrlich gesagt bin ich so schlecht darin, die richtigen Worte zu finden, um meine Gefühle beschreiben zu können. Es war einfach sehr emotional, als die karierte Flagge herauskam", rang der Schweizer nach Fassung.

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