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DTM-Rennen Lausitzring 1: Müller nutzt Rast-Ausfall zum Sieg!

Der DTM-Titelkampf spitzt sich zu: Rene Rasts Audi-Herausforderer Nico Müller nutzt einen Ausfall des DTM-Leaders zum Sieg beim Samstag-Rennen auf dem Lausitzring

(Motorsport-Total.com) - Ist das die Trendwende im DTM-Titelrennen? Pole-Setter Rene Rast schied beim Samstagrennen der DTM auf dem Lausitzring in der sechsten Runde in Führung liegend mit einem technischen Defekt aus. Der Audi-Pilot machte damit den Weg frei für den Sieg von Markenrivalen Nico Müller.

Robin Frijns

Nico Müller macht die Meisterschaft mit dem Sieg auf dem Lausitzring spannend Zoom

Müller feiert in der Lausitz seinen zweiten Saisonerfolg, den dritten insgesamt. Auf Platz zwei und drei komplettieren Robin Frijns und Mike Rockenfeller das Audi-Podium und verdrängen BMW-Rivalen Marco Wittmann auf Rang vier. (Das komplette Ergebnis von Rennen 1!)

Am Start des ersten Rennens in der Lausitz konnte Rast seiner Rolle als Favorit noch gerecht werden. Er startete souverän und ließ seine ärgsten Rivalen hinter sich. Müller und Wittmann kamen ebenso gut weg.

Der WM-Zweite konnte sich in Kurve 1 gegen den BMW-Piloten wehren und sich durchsetzen - der Grundstein für seinen späteren Erfolg. Müller nahm daraufhin die Verfolgung von Rast auf.

Doch schon in Runde sechs dann der Knalleffekt: Rast wurde in den ersten Kurven langsamer. Der Meisterschaftsführende rollte dem Aus entgegen, während Müller, Wittmann und Co. an ihm mühelos vorbeigehen konnten.

"Er hat gesagt, er hat ein Problem, aber welches, werden wir jetzt dann sehen", kommentiert Teamchef Arno Zensen bei 'ran.de' die Pleite. Rast verlor durch das langsame Fahren 30 Sekunden auf die Spitze und musste den Audi schließlich in der Garage abstellen.

"Ich kann nicht erklären, was passiert ist", ist Rast nach dem Ausfall im Interview bei 'ran.de' fassungslos. "Wir hatten einen technischen Defekt. Ich hatte keine Servolenkung mehr, keine Leistung mehr", schildert er.

"Das kam zweimal vor und einmal wäre ich fast abgeflogen. Wenn die Servolenkung mitten in der Kurve aussetzt, ist das nicht lustig." Daher entschied man sich, das Rennen aufzugeben.

"Das ist natürlich frustrierend für die Meisterschaft. Genau die Konkurrenten, um die es geht, sind natürlich jetzt auf Platz eins und zwei." Und auch Müller und Wittmann wussten, welch große Chance ihnen auf dem Silbertablett serviert wird.

Die heikle Phase der Boxenstopps leitete Loic Duval in Runde zehn ein. Wenig später kam auch Robin Frijns an die Box - ein kluger Schachzug, der den Niederländer noch aufs Podium bringen sollte.

Denn als Wittmann auf Platz zwei liegend nur eine Runde hinter dem Audi-Fahrer Reifen wechselte, konnte ihn Frijns nach der Boxengassen-Ausfahrt überholen - seine Reifen waren bereits auf Temperatur.

In Runde 14 kam schließlich auch Müller an die Garage, in suboptimalen 8,5 Sekunden stoppte ihn die Audi-Mannschaft. Er kam dennoch vor Frijns und Wittmann zurück auf die Strecke und hatte die Führung nicht abgegeben.

Zu brenzligen Situationen in der Boxengasse kam es auch bei Ferdinand von Habsburg, Jonathan Aberdein und Jamie Green - vor allem bitter für den in aussichtsreicher Position liegenden Briten. Die beiden Audi-Fahrer wurden mit einer Durchfahrtsstrafe belegt, da sie zu lang auf der Working Lane fuhren.

Nach seinem späten Boxenstopp in Runde 17 drehte außerdem Mike Rockenfeller ordentlich auf. Er behauptete sich gegen Green und Duval und konnte schließlich auf die Top 3 aufschließen. Mit einer schnellsten Rennrunde nach der anderen jagte er Wittmann.

Nach einem ersten missglückten Manöver in Kurve 1 versuchte es der Routinier in Runde 27 erneut am BMW vorbei - wieder auf der Außenbahn und diesmal sollte ihm das Manöver glücken. Damit war das dreifache Audi-Podium perfekt, denn an der Spitze fuhr Müller vor Frijns seinen Triumph nach Hause.

"Natürlich ist das nicht die Art und Weise, wie ich diesen Kampf heute gewinnen wollte, aber ich glaube, wir hätten heute wirklich einen schönen Kampf sehen können", kommentiert Müller seinen Erfolg bei 'ran.de'.

Er weiß: "Für uns ist es sicher ein sehr wichtiger Sieg. Wir wussten, dass wir die dicken Punkte holen müssen, wenn bei [Rene] einmal etwas nicht rund läuft. Das ist uns heute gelungen."

Das Duell gegen Wittmann sei vor allem zu Rennbeginn knifflig gewesen, gibt Müller zu: "Marco war am Anfang sehr stark. Da musste ich mich zuerst ein bisschen nach hinten orientieren, aber sobald ich freie Sicht hatte, lief alles super."

Damit verkürzt Müller den Rückstand in der Meisterschaft fünf Rennen vor Schluss auf nur noch 14 Punkte, was auch Abt-Chef Thomas Biermaier freut: "Das war ein sehr wichtiger Sieg. Des einen Freud des anderen Leid - es ist natürlich schade für Rene."

"Aber für uns war das heute ein Traumergebnis", strahlt er gegenüber 'ran.de'. "Die Jungs haben es sich wirklich verdient. Es freut mich auch sehr, dass Robin auf Platz zwei ist. Er hatte bis jetzt eine schwierige Saison. Das ist ein geiles Ergebnis für unser komplettes Team."

Bitter wiederum für BMW-Pilot Wittmann, der damit die große Chance, viele Punkte auf Rast aufzuholen, nur bedingt nutzte. Wittmann kam als bester BMW-Pilot auf dem vierten Platz ins Ziel und liegt damit 50 Punkte hinter DTM-Leader Rast.


DTM Lausitzring 2019: Rast-Drama am Samstag!

Nach der Pole-Position sah es schon nach einem sicheren Sieg für den Titelfavoriten aus - Dann schlug der Defekt-Teufel zu! Weitere DTM-Videos

"Es ist offensichtlich, dass wir leider nicht die Pace der Audis haben", muss er resigniert bei 'ran.de' feststellen. "Klar, man versucht, alles zu geben. Das haben wir gesehen mit einem Mega-Start, einer guten ersten Runde."

Doch schon früh im Rennen sei ihm klar geworden, dass er die Audi-Pace nicht mitgehen könne. "Sie waren immer einen Tick schneller, konnten immer ein bisschen Druck ausüben."

WM-Vierter Philipp Eng duellierte sich gegen Rennende in einem sehenswerten Kampf gegen Duval und behielt dank eines aggressiven Manövers die Oberhand. Der Österreicher darf sich über Platz fünf freuen, er kommt vor Loic Duval und Pietro Fittipaldi ins Ziel.

Punkte holen außerdem noch Joel Eriksson, Bruno Spengler und der bestrafte Jamie Green. Aufgrund technischer Defekte ausgeschieden sind außerdem Timo Glock und Sheldon van der Linde. Am Sonntag startet das 500. DTM-Rennen wie gewohnt um 13:30 Uhr - live zu sehen im Free-TV auf Sat1 und im Stream auf 'Motorsport-Total.com'.

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