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DTM-Qualifying Zolder 2: Habsburg besiegt Rast im Pole-Krimi

Ferdinand Habsburg stiehlt den Titelkandidaten beim Sonntags-Qualifying in Zolder die Show und holt seine erste Pole: Rene Rast setzt sich erneut gegen Abt-Audi durch

(Motorsport-Total.com) - Nach seinem ersten Podestplatz in der DTM macht WRT-Audi-Pilot Ferdinand Habsburg in ähnlicher Tonart weiter: Der Österreicher beschert seiner belgischen Truppe beim Sonntags-Qualifying in Zolder die Pole-Position - die erste seiner Karriere. In 1:18.879 setzt er sich um 0,069 Sekunden gegen den neuen DTM-Leader Rene Rast durch, der seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf Nico Müller auf zwölf Punkte ausbaut.

Ferdinand Habsburg

Erste Pole-Position für Ferdinand Habsburg, der sich gegen Rast durchsetzt Zoom

Doch Habsburg stahl den Titelkandidaten die Show. "Es fühlt sich fast noch viel krasser an", war die Freude beim 23-Jährigen entsprechend groß.

Dabei hatte es zunächst gar nicht nach der Pole ausgesehen: "Ich war Vierter, starte in meine letzte Runde, weil der erste Run voll schlampert war. Dann habe ich mich in der letzten Kurve verbremst, musste durch die Boxengasse fahren. Da habe ich mir schon gedacht: 'Ferdinand, du verschläfst das ganze jetzt'."

Warum Habsburg in Zolder so schnell war

Doch Habsburg fasste neuen Mut. "Ich habe mir gesagt: 'Noch eine Runde, das geht noch.' Dann habe ich den ersten Sektor eigentlich ein bisschen überfahren mit Übersteuern. Ich habe also auf der Gerade zu Kurve 5 gewusst, dass ich alles geben muss. Und dann fahre ich über die Ziellinie und habe P1 gesehen."

Sein Geheimnis in Zolder? Laut dem WRT-Audi-Pilot werde es belohnt, wenn man voll ans Limit geht. "Es ist überall Kies und Gras. Je mehr du die Strecke ausnützt, desto mehr wirst du belohnt, weil es keine Auslaufzone gibt. Ich war in jeder Kurve knapp davor, in die Wand zu fliegen. Jetzt bin ich nur stolz und freue mich voll, weil ich das auf den letzten Drücker noch aus mir herausholen konnte."

So zog Rast seinen Kopf gerade noch aus der Schlinge

Auch bei Rast war es ein Ritt auf Messers Schneide. Der Rosberg-Audi-Pilot zog den Kopf im letzten Moment aus der Schlinge, da seine schnellste Runde gestrichen wurde. Die Rundenzeit 1:18.849 hätte am Ende für die Pole gereicht, stattdessen lag Rast aber nach dem ersten Versuch nur auf Platz 13. Und auch beim zweiten Versuch brach er die erste schnelle Runde ab.

"Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit meiner Runde", sagt er bei 'ran.de' nach dem Qualifying. "Mit dem ersten Satz hatte ich eine gute Runde und lag auf Platz eins. Die Runde wurde allerdings gestrichen, weil ich die Pylone berührt habe. Das war klar mein Fehler, ich habe einfach zu viel gecuttet. Mit dem zweiten Reifensatz bin ich dann irgendwie immer im Verkehr gewesen."

Zunächst brach Rast die Runde ab, doch auch in seiner letzten Runde lief nicht alles glatt. "In meiner schnellsten Runde war Robert Kubica unmittelbar vor mir. Ich musste schauen, wie ich durch den Verkehr komme. Ich habe dadurch bestimmt zwei, drei Zehntel verloren. Ich denke, es wäre mehr drin gewesen. aber gut - das wäre jetzt ein Punkt mehr. Also bin ich mit Platz zwei trotzdem zufrieden."

Frijns mit Platz drei zufrieden, Müller erneut im Hintertreffen

Für die Abt-Audi-Piloten lief es diesmal etwas besser als bisher in Zolder, wenn auch nicht perfekt: Robin Frijns rettete immerhin den dritten Platz, während Nico Müller mit 0,156 Sekunden Rückstand mit Platz fünf vorliebnehmen musste.

"Ich bin nicht sicher, ob heute mehr drin war", sagt Frijns, dem am Ende 0,105 Sekunden auf die Pole - und 0,036 Sekunden auf Rast - fehlten. "Ich denke, ich hätte ihn schlagen können, aber jeder hat immer ein paar Hundertstel in der Hinterhand. Der dritte Platz passt also schon. Im Rennen ist unser Tempo vergleichbar. Es wird also interessant heute Nachmittag."

Wie schon beim Samstagsrennen landete Müller hinter seinem WRT-Audi-Landsmann Fabio Scherer, der vor dem letzten Versuch sogar Schnellster gewesen war und seine Rundenzeit am Ende nicht mehr verbessern konnte.

Erneut enorme Streuung bei BMW-Piloten

Bester BMW-Pilot war Jonathan Aberdein auf Platz sechs. Auch Philipp Eng schlug sich mit Platz acht noch achtbar, während Sheldon van der Linde, Lucas Auer, Timo Glock und Marco Wittmann nur auf den Plätzen elf, 13, 14 und 15 landeten. "Das war eine Session mit gemischten Gefühlen", zieht Aberdein Bilanz. "Ich habe beim ersten Versuch einen gute Rundenzeit hingekriegt, hatte aber beim zweiten Versuch Untersteuern, konnte mich also nicht verbessern."

Im Rennen sei das Auto aber "konkurrenzfähig", verspricht der Südafrikaner, der am Vortag Vierter wurde. ART-BMW-Pilot Robert Kubica schlug sich mit dem zehnten Platz und nur 0,533 Sekunden Rückstand gut, was zeigt, wie knapp die Abstände waren. Auch Loic Duvals Phoenix-Audi-Ersatz Benoit Treluyer zeigte sich mit 1,322 Sekunden Rückstand verbessert, wurde aber erneut Letzter.

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