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DTM-Qualifying Spielberg 2: Marco Wittmann sorgt für BMW-Pole

BMW meldet sich in Spielberg zurück: Walkenhorst-Pilot Marco Wittmann setzt sich im Sonntags-Qualifying gegen Lawson durch - dahinter lauert der nächste BMW

(Motorsport-Total.com) - BMW meldet sich beim Sonntags-Qualifying der DTM auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg zurück: Walkenhorst-BMW-Pilot Marco Wittmann sichert sich bei erneut guten Bedingungen in 1:27.892 seine zweite Saison-Pole nach Zolder und setzt sich damit gegen AF-Corse-Ferrari-Pilot Liam Lawson durch. Der Samstagssieger hatte 0,026 Sekunden Rückstand (hier geht's zum Ergebnis).

Marco Wittmann

Marco Wittmann holt auf seiner Lieblingsstrecke die zweite Saison-Pole Zoom

"Wir sind natürlich superglücklich, auf Platz eins zu stehen", freut sich der zweimalige Champion bei 'ran.de' darüber, der Favoritenrolle nach dem mäßigen Samstag endlich gerecht zu werden.

"Wir haben uns gestern tatsächlich noch ein bisschen schwer getan, auch im Qualifying nicht alles zusammenbekommen. Aber heute haben wir die richtigen Stellschrauben gedreht und auch die Runde dieses Mal zusammenbekommen."

Missverständnis mit Samstagssieger Lawson

Das könnte wichtig sein, denn in den ersten zwei Kurven ist in Spielberg oft Chaos angesagt. "Kurve 1 und oben die Haarnadel, da geht es wirklich eng zur Sache", weiß Wittmann. "Da hast du meist auf Platz eins die beste Position, dich aus dem Gröbsten herauszuhalten."

Kurioserweise legte Lawson zunächst seinen Helm auf das Podest für die Poleposition, was Wittmann mit Humor nimmt. "Ich habe ihn mal darauf hingewiesen, dass gestern gestern war und das heute ein bisschen anders läuft", grinst der Walkenhorst-Pilot, der in der Meisterschaft drei Punkte gutmacht, aber weiterhin Vierter ist.

Der Neuseeländer entschuldigt sich daraufhin sofort. "Sorry Marco! Ich habe das nicht beabsichtigt, das wirft jetzt wohl ein schlechtes Licht auf mich." Dabei trauert er der Poleposition tatsächlich nach, wie er bei 'ran.de' zugibt: "Es ist enttäuschend, heute nicht auf der Pole zu stehen, vor allem wegen des kleinen Abstands, aber es ist immer noch ein gutes Ergebnis."

Lawson: "Podest wird mit Gewicht sehr schwierig"

Vor allem der Kampf mit den Tracklimits ist laut dem 19-Jährigen eine Gratwanderung. "So wie die Tracklimits hier geregelt sind, kannst du hier in den letzten Kurven ein bisschen Zeit finden. Gleichzeitig ist es sehr leicht, das Limit zu überschreiten - und dann wird die Zeit gestrichen. Ich denke, ich habe da ein bisschen Selbstmord gespielt, aber das Auto war wieder wirklich großartig."

Im Rennen hat er diesmal vor allem BMW auf der Rechnung: "Sie haben sich verbessert, und ich erwarte, dass sie auch im Rennen stark sein werden. Außerdem haben wir das Extra-Gewicht", verweist er auf die 25 Kilogramm Erfolgsballast für den Sieg. "Wir versuchen daher, möglichst viele Punkte zu holen. Ein Podium wäre unglaublich, aber das wird sehr schwierig mit dem Gewicht."

Auf Platz drei landete mit Rowe-Pilot Sheldon van der Linde der nächste Pilot im BMW M6 GT3, der vor dem Wochenende auf der Vollgas-Strecke favorisiert worden war.

Götz auf Platz vier: "Habe ein bisschen Untersteuern gehabt"

Auch HRT-Mercedes-Pilot Maximilian Götz, der in der Meisterschaft hinter Abt-Audi-Pilot Kelvin van der Linde auf Platz zwei liegt, befindet sich mit Startplatz vier in einer guten Ausgangsposition und liegt mit den Winward-Piloten Philip Ellis und Lucas Auer vor zwei Markenkollegen.

"Am Ende war es das Maximum", zeigt sich Götz bei 'ran.de' zufrieden. "Ich habe ein bisschen Übersteuern gehabt, das war nicht ganz ideal. Aber ich denke, die anderen haben auch zu kämpfen gehabt. Am Ende wieder bester Mercedes, da vorne drin, voll im Meisterschaftskampf, gute Ausgangslage, Liam steht vor mir, Kelvin hinter mir, von daher heißt es heute wieder: Punkte gutmachen."

Denn Götz, der als erster Verfolger von van der Linde 23 Punkte Rückstand hat, weiß, dass jeder Zähler zählt. "Wir haben gestern elf Punkte reduziert und leider habe ich jetzt im Qualifying P3 oder P2 ganz knapp verpasst", sagt Götz. "Ich hätte diese Punkte natürlich auch gerne mitgenommen, das ist ganz klar." Nun peilt er einen Podestplatz an.

Kelvin van der Linde: "Maxi auf P4 - passt eigentlich"

DTM-Leader Kelvin van der Linde ist auf Platz sieben mit 0,458 Sekunden Rückstand erneut bester Audi-Pilot. Und sieht es positiv, dass keiner seiner direkten Verfolger die Poleposition geholt hat. "Ich bin nicht happy, dass er vorne auf Pole steht, aber zumindest sogt das für ein bisschen Abwechslung", sagt er bei 'ran.de'. " Das ist Schadensbegrenzung für uns, und wenn immer ein anderer gewinnt, dann ist es besser. Von daher: Maxi auf P4, passt eigentlich."

Der Südafrikaner will nun wie gestern ein Top-5-Ergebnis einfahren. "Wir wissen, dass wir an diesem Wochenende nicht so stark sind, wie wir sein wollen", verweist van der Linde auf die Spielberg-Schwäche des R8 LMS. "Top5 wie gestern wäre wirklich ein Traum gewesen. Das müssen wir jetzt heute versuchen, zu wiederholen."


Kelvin van der Linde führt vor dem DTM Rennwochenende in Spielberg die Gesamtwertung mit einem Punktevorsprung von 33 Punkten an.

Vor allem im ersten Sektor mit der steilen Bergauf-Passage sieht er sich im Nachteil. "Da sind die Turbo-Motoren deutlich besser aufgestellt, das ist klar", verweist er auf BMW und Ferrari. "Du bist im ersten Sektor quasi Fischfutter für die anderen. Dafür müssen wir im Mittelsektor und im letzten Sektor viel mehr kämpfen."

Kein weiterer Audi-Pilot in den Top 10

Wie er es nun im Rennen anlegt? "Wir hoffen, dass die anderen da vorne wirklich wieder Chaos machen. Dann können wir hoffentlich davon profitieren", würde sich der 25-Jährige über Action an der Spitze freuen.

Wo heute die anderen Audi-Piloten liegen? Nico Müller, Mike Rockenfeller, Sophia Flörsch und Dev Gore belegen die Plätze zwölf, 16, 19 und 20 und befinden sich einmal mehr nicht im Vorderfeld.

Bester Lamborghini-Pilot war T3-Gaststarter Maximilian Paul auf Platz 14, doch der Youngster wurde wegen eines "Unsafe Release" an der Box um drei Startplätze zurückversetzt und startet nun als 17. Das Rennen wird wie gewohnt um 13:30 Uhr gestartet.

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