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DTM-Qualifying Lausitzring 1: Sheldon van der Linde schnappt Bruder Pole weg

Rowe-BMW-Pilot Sheldon van der Linde setzt sich beim Samstags-Qualifying auf dem Lausitzring gegen seinen Bruder durch und holt die Pole - Lamborghini überrascht

(Motorsport-Total.com) - Hundertstelkrimi beim ersten DTM-Qualifying auf dem Lausitzring: Bei perfekten Bedingungen und Temperaturen an die 26 Grad sichert sich Rowe-BMW-Pilot Sheldon van der Linde mit einer Bestzeit von 1:30.537 die Poleposition und setzt sich damit gegen seinen älteren Bruder Kelvin van der Linde durch (hier geht's zum Ergebnis). Der Abt-Audi-Pilot hat am Ende nur 0,027 Sekunden Rückstand und sorgt dafür, dass es beim Sprint zu Turn 1 erstmals ein Bruderduell gibt.

Kelvin van der Linde, Sheldon van der Linde

Sheldon van der Linde (re.) setzt sich gegen Bruder Kelvin durch Zoom

"Ich fühle mich extrem wohl in diesem Auto an diesem Wochenende", bestätigt Pole-Setter Sheldon van der Linde den Eindruck vom Freitag, als er bereits Bestzeit fuhr. "Gestern lief es auch gut im FT2, deswegen hatte ich viel Vertrauen ins Auto. Das Team hat einen super Job gemacht."

Nach dem ersten Versuch, als der 22-Jährige nur auf Platz acht lag, sah es aber nicht nach der Pole aus. "Das Team hat gesagt, ich bin vier Zehntel hinten. Da habe ich mir natürlich Gedanken gemacht. Wir haben einen großen Schritt bei der Balance gemacht. Am Ende im zweiten Run war das Auto wirklich perfekt. Ich freue mich einfach, dieses Mal auf Pole zu sein. Letztes Mal war es Kelvin, diesmal ich."

Kelvin van der Linde: "Habe ihm diesmal Chance gegeben"

Und er richtet seinem älteren Bruder mit Augenzwinkern aus: "Ich hoffe, dass du für mich das Rennen gewinnen wirst." Doch was hält Kelvin van der Linde davon, dass er diesmal seinem Bruder den Vortritt lassen muss?

"Diesmal hab ich ihm eine Chance gegeben, damit er mal auf Pole steht", scherzt er zunächst gegenüber 'ran.de'. Dann sagt der Südafrikaner: "Im ersten Augenblick sind wir so happy, aber gleichzeitig habe ich mich geärgert, dass ich ihn nicht gepackt habe". Er glaubt aber an "ein cooles Rennen. Mein Auto funktioniert auf jeden Fall gut."

Wie die Eltern wohl auf das starke Ergebnis reagiert haben? "Meine Mama ist wie ich manchmal wirklich komplett over the top", grinst Kelvin van der Linde. "Sie ist wahrscheinlich immer noch am jubeln. Mein Dad ist einfach stolz in dem Moment. Aber wirklich, wir haben gestern noch mit ihm telefoniert und gar nicht geglaubt, dass es heute so klappt."

Sprint zur ersten Kurve im Bruderduell: "Wird sicher tricky"

Ob nun die Rivalität im Bruderduell vor dem Sprint durch Turn 1 steigt? "Im Moment ist noch alles gut, denn wir haben uns auf der Strecke noch nicht berührt", antwortet der Abt-Audi-Pilot. "Übrigens: Das ist der Plan für das Rennen ... Nein, im Moment ist das eine perfekte Ausgangslage."

Sheldon van der Linde

Sheldon van der Linde nutzt in der Steilkurve Turn 1 den Abtrieb seines BMW Zoom

Es werde sicher "tricky in der ersten Kurve, aber ich bin sicher, das schaffen wir. Wir versuchen, für die Jungs hier sauber zu fahren und wollen sie natürlich stolz machen."

Platz drei: Rockenfeller stellte Bremstechnik um

Das starke Abt-Ergebnis rundet Mike Rockenfeller ab, der mit 0,104 Sekunden Rückstand auf Platz drei landete. Nach den Schwierigkeiten bei den Qualifyings in Monza, als er die Plätze zehn und 16 belegte, ein ordentlicher Schritt nach vorne: "Es war knapp mit der Pole, aber am Ende bin ich mit P3 natürlich sehr zufrieden", sagt der Ex-Champion, für den der R8 LMS nach wie vor "Neuland" sei.

"Ich habe am Anfang rechts gebremst, warum auch immer. Es hat sich richtig angefühlt. Ich habe dann nach Monza umgestellt auf links und ich glaube, das war ein guter Schritt", erklärt er, warum es nun besser läuft.

Überraschung bei Heimspiel durch T3-Lamborghini

Auf Platz vier sorgte T3-Lamborghini-Pilot Esteban Muth für eine Überraschung - und für großen Jubel bei der Dresdner Truppe. AF-Corse-Ferrari-Pilot Liam Lawson, der nach dem ersten Versuch noch an der Spitze lag, hatte auf Platz fünf 0,207 Sekunden Rückstand, ehe auf Rang sechs mit 0,219 Sekunden Rückstand GetSpeed-Pilot Arjun Maini als bester Mercedes-AMG lauert. Dadurch lagen alle fünf Marken in den Top 6.


Fotos: DTM am Lausitzring (Deutschland) 2021


Die Plätze sieben und acht belegten AF-Corse-Ferrari-Pilot Alex Albon und van der Lindes Rowe-BMW-Teamkollege Timo Glock, bei dem nach den Problemen am Vortag das Space-Drive-System von Schaeffler-Paravan ausgebaut werden musste. Dahinter folgen gleich fünf Mercedes-AMG-Piloten.

Nur etwas mehr als fünf Zehntel trennen Top 15

Schlechtester Pilot der Marke mit dem Stern war ausgerechnet Maximilian Götz auf Platz 15, der die Tests auf dem Lausitzring dominiert hatte. Und auch Rosberg-Audi-Pilot Nico Müller, der direkt vor den beiden Pilotinnen Sophia Flörsch und Esmee Hawkey steht, erlebte auf Platz 16 kein gutes Qualifying.

Beeindruckend war die Leistungsdichte beim Qualifying, was für die gelungene Balance-of-Performance-Einstufung der AVL spricht: Am Ende waren die Top 15 nur durch etwas mehr als fünf Zehntel getrennt - und 18 Fahrzeuge lagen innerhalb von 0,871 Sekunden. Nur Rosberg-Audi-Pilot Dev Gore (+1,249) hatte als Letzter über eine Sekunde Rückstand. Das Rennen wird wie gewohnt um 13:30 gestartet.

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