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DTM-Qualifying Hockenheim 2: Rene Rast holt nach Crash-Abbruch Pole

Der Abbruch durch den Crash von Felipe Fraga überschattet das Qualifying: Rene Rast wahrt mit der Pole seine Titelchancen, Pech für Sheldon van der Linde und Auer

(Motorsport-Total.com) - Letztes DTM-Qualifying der Saison am Sonntag in Hockenheim - und bevor die Titelrivalen Sheldon van der Linde und Lucas Auer ihre schnellen Runden fahren konnten, sorgte der Crash von AF-Corse-Ferrari-Pilot Felipe Fraga 2:25 Minuten vor dem Ende für einen Abbruch.

Rene Rast

Rene Rast nutzt den Abbruch und startet vor Clemens Schmid und Marius Zug Zoom

Die Session wurde danach nicht mehr fortgesetzt. Der Brasilianer war kurz davor die schnellste Zeit gefahren, aber da er der Auslöser der Roten Flagge war und seine Runde gestrichen wurde, steht Abt-Audi-Pilot Rene Rast mit einer Bestzeit von 1:36.817 auf der Poleposition (hier geht's zum Ergebnis).

Und macht damit wichtige drei Punkte im Titelkampf, wodurch er 18 Punkte hinter DTM-Leader Sheldon van der Linde liegt (Stand in der Meisterschaft vor Finale). "Ich muss trotzdem noch gewinnen", rechnet der dreimalige DTM-Champion. "Selbst wenn ich Zweiter werde und Sheldon ausfällt, reicht es nicht, weil wir dann punktgleich wären und Sheldon mehr Siege hat."

Warum Rast im Gegensatz zur Konkurrenz gute Zeit setzte

Dennoch ist Rast, der nach dem enttäuschenden Samstag durch eine Anpassung der Balance of Performance einen größeren Restriktor und mehr Leistung erhielt, hochzufrieden. "Viel besser hätte die Ausgangsposition für uns heute nicht sein können".

Dabei war auch Rast zunächst verärgert über den Abbruch, der ihm später in die Hände spielen sollte. "Ich habe geschrien, was das soll. Ich habe gerade Kurve 1 durchfahren und war eigentlich auf meiner richtig schnellen Runde. Ich war zweieinhalb Zehntel vorne und habe geflucht, wie ein Rohrspatz", sagt er bei 'ran.de'. "Aber am Ende war es natürlich für mich positiv."

Warum er im Gegensatz zu seinen Konkurrenten bereits früher eine schnelle Runde gedreht hatte, obwohl die Toppiloten in der Regel am Sonntag erst spät auf die Strecke gehen, weil sie nur noch einen frischen Reifensatz haben? "Wir sind bewusst rausgefahren, weil wir gesagt haben: Wir wollen kein Risiko eingehen, dass irgendjemand das Ding ins Kiesbett steckt und wir dann keine Runde fahren können", erklärt Rast. "Und genauso kam es."

DTM-Leader kommt mit blauem Auge davon

Grasser-Lamborghini-Pilot Clemens Schmid, der mit 0,418 Sekunden Rückstand Zweiter wurde, und Attempto-Audi-Pilot Marius Zug, der mit 0,789 Sekunden Rückstand Dritter ist, profitierten davon, dass sie durch ihre frühen Ausfälle am Samstag noch zwei frische Reifensätze zur Verfügung hatten und dadurch früh ihre Zeiten in den Asphalt brannten.

Auch DTM-Leader Sheldon van der Linde kam auf Platz sechs mit 1,705 Sekunden Rückstand mit einem blauen Auge davon, zumal Winward-Mercedes-Pilot Lucas Auer, der in der Meisterschaft zwei Punkte hinter van der Linde liegt, nur Elfter wurde.

Dazu kommt, dass van der Linde auf Platz fünf aufrückt, weil Rosberg-Audi-Pilot Nico Rosberg um zwei Startplätze zurückversetzt wird. Er musste nach einem Reifenschaden einen zusätzlichen Reifensatz zurückgreifen, den er nicht im Kontingent hatte.

Sheldon van der Linde: "Muss Rennen in Punkten beenden"

"Das war ein ganz komisches Qualifying", sagt der Schubert-BMW-Pilot bei 'ran.de'. "Natürlich ist es für mich ganz okay, auf P6 zu stehen, aber wenn man auf einer schnellen Runde ist, ist es natürlich schade wenn man dann in den letzten beiden Kurven abbrechen muss."

Er sei froh, dass "wir schon im ersten Run eine schnelle Runde gefahren sind, und die meisten anderen nicht. Das hat uns in die Karten gespielt."

Wie der 23-Jährige die Ausgangslage jetzt einschätzt? "Das ist natürlich jetzt eine andere Nummer von Rene und gut für ihn - das schwingt jetzt alles ein bisschen zu ihm rüber. Für Luggi ist es natürlich nicht gut, aber ich bin mitten im Kampf und muss einfach versuchen, das Rennen jetzt in den Punkten zu beenden."

Auer nach P11 frustriert: "Das war kein Qualifying"

Bei Auer war die Stimmungslage äußerst gedämpft. "Man muss fairerweise sagen: Das war kein Qualifying", sagt der Österreicher, der im Ergebnis 2,064 Sekunden Rückstand hat, bei 'ran.de'. "Wir haben am Sonntag einen Satz neue Reifen, den ziehst du am Ende auf. Wenn du da keine Runde reinbekommst, ist es auch kein Qualifying. Die wahre Pace haben wir gar nicht gesehen."

Dazu kommt, dass er durch seinen Samstag-Sieg zusätzlich zu den fünf Kilogramm durch die veränderte BoP im Rennen 25 Kilogramm Erfolgsballast ins Auto bekommt. "Jetzt sind die Zuschauer die größten Verlierer", sagt Auer. "Ich habe am meisten Gewicht drin, stehe am weitesten hinten und habe in zweieinhalb Minuten keine Runde mehr hinkriegen können. Für sie tut es mir leid, für mich wird es ein hartes Rennen und da gibt es eh nur volle Attacke."

Für Rast und van der Linde sehe es nun "gut aus, ich bin jetzt eigentlich abgeschottet da hinten", beschreibt Auer seine Ausgangslage. "Aber mal schauen, vielleicht haben wir ein verrücktes Rennen."

Bortolotti aus dem Titelrennen, nur 19 Autos am Start

Grasser-Lamborghini-Pilot Mirko Bortolotti war wie viele andere nicht mehr in der Lage, seine schnelle Runde zu fahren, wodurch er nur auf Platz 18 kam. Damit ist der Italiener endgültig aus dem Titelkampf ausgeschieden, wodurch nur noch drei Fahrer Titelchancen haben.


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Das Qualifying fand nach den heftigen Crashes beim Samstagsrennen ("Motor ist uns ins Auto geflogen": DTM 50 Zentimeter an Katastrophe vorbei) mit einem reduzierten Feld mit 20 statt 27 Autos statt: Der Ferrari von Nick Cassidy, die Porsche-Boliden von Thomas Preining und Dennis Olsen, die Mercedes-AMG-Autos von David Schumacher, Arjun Maini und Mikael Grenier sowie der Lamborghini von Rolf Ineichen konnten nicht teilnehmen.

Und auch Fraga wird nach dem Qualifying-Crash nicht am Rennen teilnehmen, wodurch das AF-Corse-Team vorzeitig die Zelte abbrechen wird und beim Rennen, das um 13:30 Uhr gestartet wird, nur noch 19 Boliden am Start sein werden.

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