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DTM-Boss Berger über Salzburgring: "Die Voraussetzungen müssen passen"

Was beim Salzburgring für DTM-Boss Berger der Knackpunkt ist, wieso sogar zwei Österreich-Rennen vorstellbar sind und wie er nun Spielberg knacken will

(Motorsport-Total.com) - Der Salzburgring hofft auf einen Platz im DTM-Kalender 2023 - und Geschäftsführer Ernst Penninger spricht bereits von "konkreten Gesprächen mit der DTM". Aber was sagt DTM-Boss Gerhard Berger zum zweiten Kurs in Österreich, der gerne ein Rennen austragen würde?

Rennfahrzeug auf dem Salzburgring

Der Salzburgring darf sich Chancen auf einen Platz im DTM-Kalender ausrechnen Zoom

"Ich bin immer offen für alles", meint der ehemalige Formel-1-Pilot. "Salzburg ist natürlich eine historische Strecke, die dadurch auch gut zur DTM passen würde. Und ich als Österreicher hätte sowieso nichts dagegen."

Ein potenzieller Stolperstein könnte aber sein, "dass die Infrastruktur in Salzburg nicht die ist, die wir brauchen", sagt Berger. "Trotzdem würde ich das nie ausschließen."

Berger schließt zwei Wochenenden in Österreich nicht aus

Die Infrastruktur ist ein Aspekt, den auch Salzburgring-Geschäftsführer Penninger nannte: Bei der Länge des Boxengebäudes stößt man wegen des an die 30 Boliden umfassenden DTM-Feldes an seine Grenzen. Derzeit werde laut Penninger geprüft, ob eine DTM-Veranstaltung trotz der Umstände machbar ist oder nicht.

Wie Berger die Chancen des Salzburgring sieht? "Wir reden jedes Jahr mit ihnen - und haben natürlich am Red-Bull-Ring eine hervorragende Infrastruktur", vergleicht Berger die zwei österreichischen Kurse, die für die DTM infrage kommen. "Daher ist der Red-Bull-Ring sehr naheliegend, aber man sollte niemals nie sagen. Wir schauen uns diese Themen immer wieder an."

Ein Ja zu Spielberg spräche laut Berger keineswegs gegen den Salzburgring. "Es könnte auch zwei Rennen geben - da geht die Welt nicht unter", sagt Berger, als er auf die Möglichkeit angesprochen wird, abwechselnd auf dem Red-Bull-Ring und auf dem Salzburgring zu fahren.

Bergers drei Kriterien für den Salzburgring

"Wir brauchen gute Events. Dafür müssen die Voraussetzungen passen", erklärt Berger seine Herangehensweise. Und geht ins Detail: "Das bedeutet, dass die Teams die richtige Infrastruktur haben. Dann geht es um das Fan-Einzugsgebiet. Da ist Salzburg sicher gut. Und was die Sicherheit angeht, wird es am Limit, aber okay sein."

In der Vergangenheit sei es bei der schnellen Naturrennstrecke "immer ein Problem" gewesen, "dass die Class 1 nicht in die Lizenzierung für den Salzburgring gepasst hat", verweist er auf die Problematik, dass man für die DTM-Prototypen eine FIA-Grade-2-Lizenz gebraucht hätte, der Salzburgring aber nur eine Grade-3-Lizenz besitzt. "Mit GT3 würde es jetzt theoretisch gehen", weiß Berger, der sich in Hinblick auf ein Rennen im Jahr 2023 aber noch nicht festlegen möchte.

Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' wäre Salzburg eher ein Kandidat für die erste Saisonhälfte, Spielberg wie bisher für die zweite.

Berger über Spielberg: "Haben Riesenprogramm aufgesetzt"

Wie auch immer man sich entscheiden wird, will Berger auf jeden Fall Ende September beim Spielberg-Wochenende der DTM für volle Ränge sorgen. Der Vorverkauf laufe "gut", so der 62-Jährige, der ankündigt: "Wir haben dieses Jahr in der Bewerbung für die DTM ein Riesenprogramm aufgesetzt, wenn die Formel 1 vorbei ist."

Marco Wittmann

DTM-Boss Berger wünscht sich dieses Jahr mehr Fans in Spielberg als 2021 Zoom

Schon vor einigen Monaten meinte Berger, dass er mehr Menschen nach Spielberg locken möchte als in den vergangenen Jahren. "In Österreich tun wir uns schwer", sagte er. "In guten Jahren waren es glaube ich knapp 20.000, aber vom Bauchgefühl müssten wir 30.000 Fans in Österreich begeistern können. Ob wir das hinkriegen, weiß ich nicht."

DTM in Österreich: "Wenn wir es jetzt nicht schaffen ..."

Um das zu erreichen, müsse man sich nun "einfach mal anstrengen, in alle Richtungen unterstützen und Gas geben, denn wir hatten vergangenes Jahr in der Corona-Zeit in Holland 36.000 Leute", so Berger über das Assen-Wochenende. "Wir hatten 2019 noch vor Corona bei Rennen wie in Hockenheim 50.000, 60.000, 70.000 Zuschauer. Der Norisring war immer ausverkauft."

Mit dem aktuellen DTM-Feld sollte nun in Österreich die Wende gelingen. Denn mit Lucas Auer, Philipp Eng, Thomas Preining und Clemens Schmid sind vier österreichische Piloten am Start - Mirko Bortolotti hat zwar die italienische Staatsbürgerschaft, lebt aber in Wien und spricht österreichischen Dialekt. Dazu kommt mit Grasser ein österreichisches Team.

"Es ist ganz einfach: Wenn wir es dieses Jahr mit diesen Fahrern nicht schaffen, dann liegt es nicht an den Fans, sondern an uns und am Red-Bull-Ring, dass wir nicht in der Lage sind, die Leute zu motivieren, um dort hinzukommen", so Berger selbstkritisch.

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