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Bortolottis spektakuläres Duell um P3 mit Preining: "Er sollte fair bleiben"

Wieso Mirko Bortolotti nach dem Überholmanöver in der vorletzten Runde gegen Thomas Preining inklusive Berührung nicht glücklich ist und nun das Gespräch sucht

(Motorsport-Total.com) - Es war die Szene des Rennens, als Grasser-Lamborghini-Pilot Mirko Bortolotti beim Imola-Heimspiel auf seiner Aufholjagd von Platz 16 in der vorletzten Runde den drittplatzierten Thomas Preining den Berg hoch zur Piratella-Kurve niederkämpfte. Auf der Geraden berührten sich der Porsche und der Lamborghini - und Bortolotti war nach dem Rennen über die Aktion verärgert.

Mirko Bortolotti

Mirko Bortolotti war mit dem Zweikampf-Verhalten von Preining nicht ganz glücklich Zoom

"Ich habe nicht erwartet, dass er mich so trifft, denn da war genug Platz", so der in Österreich lebende Italiener Bortolotti über Preining. "Ich weiß, dass es sein erster Podestplatz gewesen wäre, aber man sollte in so einen Kampf fair bleiben und seinem Gegner nicht reinfahren. Ich bin wirklich nicht glücklich mit dem, was Thomas gemacht hat."

Bortolotti, der rechts überholte und von Preining einen Stoß auf der linken Seite erhielt, fürchtete sogar einen Ausfall. "Ich war mir nicht sicher, ob ich das Rennen wirklich beenden kann, denn das Auto hat sich in den letzten beiden Runden wirklich schlecht angefühlt", sagt er.

Bortolotti sucht direktes Gespräch mit Preining

Als er bei der Pressekonferenz von 'Motorsport-Total.com' auf den Zwischenfall angesprochen wurde, waren die Emotionen schon wieder etwas abgekühlt - und der Lamborghini-Werksfahrer sagte nach dem "Rennen meines Lebens", dass er öffentlich nichts mehr dazu sagen wolle, sondern mit Preining direkt das Gespräch suchen werde. Die Rennleitung hatte die Situation zwar notiert, aber sah von Konsequenzen ab.

Interessant ist, dass Preining nach Kelvin van der Lindes Boxenstopp in einer ähnlichen Situation wie später Bortolotti war, als ihn der Südafrikaner nach der Tamburello-Schikane bei dessen Überholversuch aufs Gras drückte.

"Er hat mich eingezwickt - und höchstwahrscheinlich hätte ich das gleiche getan, so wie ich es später mit Mirko gemacht habe", sieht es der Linzer, der sich gegen den Abt-Audi-Audi-Piloten durchsetze, sportlich. "Er hätte vielleicht ein bisschen mehr Platz lassen können, aber ich habe das Manöver hingekriegt", sagt er in Richtung van der Linde.

Preining: Van der Lindes Manöver ähnlich wie mit Bortolotti

Dass er so kurz vor dem Ziel seinen und den ersten Porsche-Podestplatz in der DTM-Geschichte verloren hat, ist ein kleiner Schönheitsfehler, aber insgesamt ist Preining mit dem Ergebnis zufrieden. "Klar, nach so einem Tag und der Tatsache, dass wir das gesamte Rennen lang auf einem Podestplatz lagen, ist es ein bisschen enttäuschend, aber wir müssen mit unserer Leistung zufrieden sein."


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Man habe den ganzen Tag lang "nichts falsch gemacht, sie waren am Ende einfach schneller - und jetzt hoffen wir, dass wir uns vielleicht morgen ähnlich gut schlagen können".

Teamkollege Schmid machte es Bortolotti nicht schwierig

Bortolotti ist mit seinem Podestplatz in Anbetracht der Umstände ebenfalls "wirklich happy". Und so schwierig das Überholmanöver gegen Preining war, so einfach machte es ihm Grasser-Teamkollege Clemens Schmid, den Bortolotti sechs Runden vor Schluss im Kampf um Platz fünf in der Rivazza-Kurve überholte.

Mirko Bortolotti

Mirko Bortolotti zeigte beim Samstagsrennen in Imola eine tolle Show Zoom

Angesprochen auf das Manöver - auch in Hinblick auf das dieses Jahr geltende Teamorder-Verbot - meinte Bortolotti: "Durch die Art und Weise, wie ich die Lücke geschlossen habe, war glaube ich ziemlich klar, dass ich in diesem Moment schneller war als er. Außerdem ist Clemens ein cleverer Kerl. Er wollte seine eigenen Punkte nach Hause fahren, ohne bei einem Zweikampf zu viel Zeit zu verlieren oder für einen Crash bei zwei Autos eines Team zu sorgen."

Ein großer Kampf hätte stattdessen für beide Piloten schlecht ausgehen können. "Außerdem hätte ich ihn zu 99 Prozent ohnehin überholt", ist Bortolotti überzeugt. "Wir waren da beide clever und es war für ihn auch das beste, nicht zu viel zu kämpfen."

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