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Auch 2022 kein Aufsteiger: Tomczyk will DTM-Fixplatz für DTM-Trophy-Champion

Martin Tomczyk will die DTM-Nachwuchsschmiede aufwerten: Wie das Konzept des DTM-Trophy-Managers aussieht und wie die finanzielle Frage gelöst werden soll

(Motorsport-Total.com) - Auch dieses Jahr findet sich kein Pilot der DTM-Trophy im hochkarätigen Fahrerfeld der DTM (alle 30 Piloten zum Durchklicken) wieder. Damit ist es auch im zweiten Jahr der Nachwuchsserie, die seit 2020 mit GT4-Boliden im DTM-Rahmenprogramm über die Bühne geht, nicht gelungen, einem Piloten den Aufstieg zu ermöglichen. Das will Martin Tomczyk, der seit Anfang des Jahres als Serienmanager der DTM-Trophy fungiert, unbedingt ändern.

Martin Tomczyk

Tomczyk wünscht sich als DTM-Trophy-Leiter die Unterstützung der Hersteller Zoom

"Langfristig ist es mein Wunsch und mein Plan, den Gewinner sehr schnell und unkompliziert in der DTM zu sehen", so der Ex-Champion im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. " Daran möchte ich arbeiten, das habe ich mir auf die Agenda geschrieben."

Ziel ist es, dass der Meister die darauffolgende Rennsaison in der DTM "finanziell gut stemmen kann, und wir versuchen ihn da bestmöglich zu unterstützen", erklärt Tomczyk.

Aktueller Trophy-Champion 2022 im ADAC GT Masters

Das Budget war auch bei den bisherigen Champions der Knackpunkt: Der von DTM-Legende Bernd Schneider unterstützte Tim Heinemann, der im ersten Jahr den Titel holte, versuchte im Vorjahr, mit einem Porsche und dem Speed-Monkeys-Team den Aufstieg zu schaffen, doch das Projekt kam nicht zustande. Er fährt 2022 seine dritte DTM-Trophy-Saison.

Und der amtierende Meister Ben Green schaffte 2022 immerhin den Sprung ins ADAC GT Masters, wo er sich bei Schubert einen BMW M4 GT3 mit dem deutschen Youngster Niklas Krütten teilt. Er erhält beim kommenden DTM-Test in Portimao mit einem Testtag im HRT-Mercedes seine Belohnung für den Titel.

Doch wie stellt sich der 40-jährige Tomczyk, der erst kürzlich seine aktive Karriere beendet hat, ein Aufstiegssystem in die Hauptserie vor? Seit diesem Jahr wird dem Gewinner der Säule DTM-Esports ein Cockpit in der DTM-Trophy garantiert. "Und der DTM-Trophy-Gewinner sollte eigentlich - wenn man die Säulen sauber durchläuft - auch einen DTM-Einsatz bekommen", findet Tomczyk.

"Motorsport machen heißt nicht nur, Ersatzteile zu liefern"

Für die Umsetzung müsse man allerdings "noch an einigen Stellschrauben drehen", sagt er. Denn während eine Saison in der DTM-Trophy laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' 280.000 bis 300.000 Euro kostet, was in diesem Fall der Hauptsponsor der DTM-E-Sport-Meisterschaft bezahlt, muss man für eine DTM-Saison mindestens die dreifache Summe aufbringen. Das Preisgeld für den Trophy-Titel in Höhe von 75.000 Euro ist da nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Das Feld der DTM-Trophy 2022 beim offiziellen DTM-Test in Hockenheim

Die Kaderschmiede DTM-Trophy geht dieses Jahr in ihre dritte Saison Zoom

Bei der Finanzierung hofft Tomczyk auf die Unterstützung der Werke und Sponsoren. "Ich finde, dass das Ganze für den deutschen Markt durchaus interessant ist und finde es wichtig, dass der Fahrer von den verschiedenen Herstellern Unterstützung erhält. Und so kann man aus Marketingsicht auch eine Geschichte erzählen: Der eigene Fahrer oder auch die eigene Fahrerin steigt in die DTM auf und stellt sich dort gut an", sieht er einen Mehrwert für die Hersteller.

"Jeder Hersteller will Motorsport machen, aber das heißt nicht nur, Ersatzteile zu liefern, sondern auch mit Passion und Leidenschaft Geschichten zu erzählen. Es geht um ein Zusammenspiel zwischen Sponsoren, der ITR, dem Fahrer selbst und dem Hersteller. Nur durch dieses Miteinander funktioniert es heutzutage."

Tomczyk: Wechsel von Class-1- auf GT3-Autos sollten helfen

Tomczyk wünscht sich, dass noch eine zweite Saison finanziert wird. "Ich spreche da jetzt mit meinem Racer-Herz", sagt er. "Mir ist klar, dass das nicht einfach ist, aber wenn man es nicht probiert, wird es nie klappen."

Fakt ist, dass die Möglichkeiten 2021 durch den Wechsel von Class-1- auf GT3-Boliden besser geworden sind. "Darüber brauchen wir gar nicht diskutieren", ist Tomczyk überzeugt. "Denn jetzt sind es private Teams, die die Autos einsetzen. Dadurch ist niemand mehr auf einen bestimmten Hersteller angewiesen und braucht dadurch keinen Werksvertrag mehr, um in der DTM zu starten."

Zudem gäbe es auch Erleichterungen, was die Kosten und die Komplexität der Fahrzeuge angeht. "GT3 ist für den Einsatz und für das Budget, dass ein Trophy-Fahrer mitbringen muss, bei weitem günstiger als ein Class-1-Auto", weiß Tomczyk. "Mal abgesehen davon, dass es auch fahrerisch zugänglicher ist. Wenn man von einem DTM Trophy- in ein DTM-Auto umsteigt, dann bin ich mir sicher, dass ein guter Trophy-Fahrer sofort mit dabei ist."

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