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Rallye Dakar: Barreda Bort übernimmt das Kommando

Mit einem souveränen Sieg auf der zweiten Etappe erobert Joan Barreda Bort die Gesamtführung bei den Motorrädern - Probleme für Coma und Sunderland

(Motorsport-Total.com) - Joan Barreda Bort (Honda) hat auf der zweiten Etappe der Rallye Dakar 2015 die Führung in der Motorradwertung übernommen. Der Spanier absolvierte die 518 Kilometer Wertungsprüfung von Villa Carlos Paz nach San Jaun in einer Zeit von 5:46:06 Stunden und war damit 6:13 Minuten schneller als sein Teamkollege Paulo Goncalves. In der Gesamtwertung liegt Berrada Bort nun 4:37 Minuten vor Goncalves.

Joan Barreda Bort

Joan Barreda Bort dominierte die zweite Etappe der Rallye Dakar Zoom

Der längste Tagesabschnitt der diesjährigen Dakar führte zunächst über steinige Straßen über Berge mit bis zu 2.000 Metern Höhe, bevor im zweiten Abschnitt der Etappe flacheres und sandiges Gelände auf die Teilnehmer wartete. Temperaturen von an die 40 Grad Celsius forderten sowohl Fahrer als auch Motorräder. Für die Fahrer in der hinteren Hälfte des Feldes wurde die Prüfung aufgrund der hohen Belastung verkürzt. "Es war heute wirklich hart, vor allem im letzten Teil der Prüfung. Durch die vielen Sprünge war es körperlich sehr anstrengend", sagt Barreda Bort.

Mit all diesen Herausforderungen kam Spanier am besten zurecht. Vom ersten Checkpoint an führte er das Feld an und baute die Führung bis ins Ziel kontinuierlich aus. "Heute war einer dieser Tage, an denen es wichtig war, ins Ziel zu kommen, daher bin ich glücklich", so Barreda Bort. "Ich denke, wir haben eine wirklich gute Chance, die Rallye zu gewinnen. Wenn wir also so weitermachen und Sekunden und Minuten gutmachen können, wäre das sehr wichtig."

Reifenprobleme bremsen Coma ein

"Das war eine typische Dakar-Prüfung mit vielen Schwierigkeiten", sagt auch Goncalves. "Ich freue mich für HRC und vor allem für Joan, der heute ein wirklich smartes Rennen gefahren ist", zollt er der Leistung seines Kollegen Anerkennung. "Gegen Mitte der Prüfung habe ich bei der Suche nach einem Wegpunkt etwas Zeit verloren. Dadurch habe ich den Anschluss an die anderen verloren und bin auf den letzten 200 Kilometern alleine gefahren", berichtet der Honda-Pilot.


Rallye Dakar 2015: Etappe 1

Höhepunkte der ersten Etappe der Rallye Dakar 2015 Weitere Rallye-Videos

Zwei Mitfavoriten aus dem Lager von KTM mussten am zweiten Tag bereits einen Rückschlag einstecken. Titelverteidiger Marc Coma musste auf dem Schlussstück der Etappe aufgrund von Reifenproblemen sein Tempo drosseln. Dadurch verlor er zwischen dem dritten Checkpoint und den Ziel mehr als elf Minuten auf Barreda Bort und liegt in der Gesamtwertung nun schon 12:03 Minuten hinter seinem Landsmann.

"Ich hatte noch Glück und hätte auch den ganzen Tag in der Wüste feststecken können", sagt ein spürbar frustrierter Coma im Etappenziel. "60 Kilometer vor dem Ziel habe ich gemerkt, dass mein Hinterreifen am Ende war. Von dort an bin ich nicht mehr schneller als 60 km/h gefahren." Dabei hatte es Coma ruhig angehen lassen. "Ich habe nicht zu sehr attackiert, weil ich wusste, dass es ein langer Tag sein würde.

Walkner überzeugt als Tagessechster

Matthias Walkner

Matthias Walkner zeigt bei seinem Dakar-Debüt eine starke Leistung Zoom

Noch schlimmer erwischte es Sam Sunderland, der am Sonntag die Auftaktetappe gewonnen hatte. Der Brite kam mit seinem Motorrad vom rechten Weg ab und fuhr zeitweise zehn Kilometer abseits der Route. Erst nach über zwei Stunden fand Sunderland auf die vorgesehene Strecke zurück. Das Ziel erreichte er mit einem Rückstand von 2:26:48 Stunden, zu dem sich noch Zeitstrafen wegen verpasster Wegpunkte addieren könnten. Die Hoffnung auf eine Top-Platzierung muss der Brite damit begraben.

Der Österreicher Matthias Walkner (KTM) setzt sich bei seinem ersten Dakar-Start bisher gut in Szene. Die heutige Etappe beendete er auf Position sechs (+11:25 Minuten), wodurch er sich in der Gesamtwertung auf Rang sieben verbesserte. "Ich bin überrascht, dass ich so dicht hinter der Spitze bin", sagt Walkner. "Ich wusste zwar, dass ich schnell Motorrad fahren kann, aber die Navigation ist eine andere Sache. Doch die war bisher noch kein großes Thema. Am Ende sind wir 40 Kilometer durch Dünen gefahren. Dort ist es von Vorteil, wenn man vom Motocross kommt, dort kann ich viel Zeit gutmachen."

Entwarnung gab es unterdessen im Fall des niederländischen KTM-Piloten Humphrey Senn van Basel (KTM), von dem die Organisatoren am Sonntag berichtet hatten, er sei mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Medical-Biwak eingeliefert worden. Das entpuppte sich aber als Falschmeldung. Senn van Basel hatte das Biwak wohlbehalten erreicht und trat auch heute zur Etappe an.

Ergebnis WP 2 (Top 10):
01. Joan Barreda Bort (Honda) - 5:46:06 Stunden
02. Paulo Goncalves (Honda) +6:13 Minuten
03. Ruben Faria (KTM) +9:16
04. Jordi Viladoms (KTM) +9:20
05. Toby Price (KTM) +9:42
06. Matthias Walkner (KTM) +11:25
07. Helder Rodrigues (Honda) +11:35
08. Marc Coma (KTM) +12:32
09. Jeremias Israel Esquerre (Honda) +15:49
10. Juan Pedrero Garcia (Yamaha) +16:45

Gesamtstand nach WP 2 (Top 10):
01. Joan Barreda Bort (Honda) - 7:06:44 Stunden
02. Paulo Goncalves (Honda) +4:37 Minuten
03. Ruben Faria (KTM) +10:37
04. Jordi Viladoms (KTM) +11:24
05. Toby Price (KTM) +11:32
06. Marc Coma (KTM) +12:03
07. Matthias Walkner (KTM) +12:26
08. Helder Rodrigues (Honda) +13:26
09. Jeremias Israel Esquerre (Honda) +16:42
10. Juan Pedrero Garcia (Yamaha) +19:34

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