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Rallye Dakar 2023: Die Ergebnisse der deutschsprachigen Teilnehmer

Mit Timo Gottschalk (Auto) und Dennis Zenz (T3-Klasse) erobern zwei Deutsche in Saudi-Arabien Podestplätze - Ein Überblick über die Endergebnisse der Kategorien

(Motorsport-Total.com) - Die Rallye Dakar 2023 in Saudi-Arabien ist nach 14 langen Etappen zu Ende gegangen. Nicht alle Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz schafften die Distanz (wer aller am Start stand). Vor allem zwei deutsche Beifahrer durften über Podestplätze jubeln.

Timo Gottschalk, Lucas Moraes

Timo Gottschalk (li.) und Lucas Moraes (re.) eroberten Platz drei Zoom

Mit Timo Gottschalk stand in Dammam ein Deutscher in der Automobilklasse auf dem Podest. Als Beifahrer von Rookie Lucas Moraes in einem Toyota kam der dritte Platz überraschend. Für Gottschalk war es der dritte Podestplatz in seiner Dakar-Karriere.

Dirk von Zitzewitz, der Beifahrer von Lokalmatador Yazeed Al-Rahji in einem weiteren Overdrive-Toyota, hatte weniger Glück. Im Laufe der sechsten Etappe brach die rechte Hinterradaufhängung des Hilux. Sie mussten auf den Assistenz-Truck warten, um den Schaden zu reparieren.

Damit war die Hoffnung auf ein Topergebnis dahin. Auf der neunten Etappe halfen Al-Rajhi/von Zitzewitz ihrem Toyota-Kollegen Henk Lategan. Gemeinsam reparierten sie einen gebrochenen Dämpfer und eine beschädigte Ölleitung an Lategans Wagen.

Auf der Habenseite stand ein Etappensieg. Von Zitzewitz durfte sich für den Sieg an Tag sieben eine Medaille abholen. Im Gesamtergebnis belegten Al-Rajhi/von Zitzewitz Platz 86. Für den erfahrenen Deutschen ist es insgesamt schon die 24. Teilnahme bei der Rallye Dakar gewesen.

Privatfahrer Daniel Schröder meisterte mit seinem südafrikanischen Beifahrer Ryan Bland die Distanz. Sie fuhren mit einem Nissan Navara VK50. Schröder/Bland erzielten im Endergebnis der Automobilklasse Platz 52.

Einen deutschen Erfolg gab es auch in der T3-Klasse für leichte Prototypen. Beifahrer Dennis Zenz erzielte an der Seite des US-Amerikaners Seth Quintero Platz zwei. Ihnen gelang in der T3-Klasse ein Tagessieg. In der Gesamtwertung der Automobile wurde es Rang 20.

Dennis Zenz, Seth Quintero

In der T3-Klasse wurde Dennis Zenz (li.) mit Seth Quintero (re.) Zweiter Zoom

Pech hatte Annett Fischer mit ihrer schwedischen Beifahrerin Annie Seel. Ein Überschlag in der zweiten Woche beschädigte den Überrollkäfig der X-raid Yamaha. Nach der zwölften Etappe mussten die beiden Fahrerinnen aufgeben.

In der T4-Klasse für Side-by-Side-Fahrzeuge schaffte es der Österreicher Nicolas Brabeck-Letmathe ins Ziel. Er fuhr ein Can-Am mit dem französischen Beifahrer Brice Aloth. In der T4-Wertung belegten sie Position 17.

Bei den Motorrädern überstand Sebastian Bühler die Distanz. Der Hero-Fahrer wurde im Endklassement 20. Der Deutsche zeigte in Etappe zwei mit Platz zwei sein Talent. Es folgten vier weitere Tagesergebnisse in den Top 10.

In der "Malle Moto"-Klasse, in der die Motorradfahrer auf sich alleine gestellt sind, mischte Mike Wiedemann an den ersten Tagen im Spitzenfeld mit und eroberte auch einen Tagessieg. In Etappe vier gab es ein Problem mit der Benzinpumpe seiner KTM und Wiedemann blieb stehen.

Später stellte sich heraus, dass er Wasser im Tank hatte. Der Deutsche kam ohne Motorrad ins Biwak. Er hätte außerhalb der Wertung weiterfahren dürfen, aber Wiedemann entschied sich zur Aufgabe.

Bei den Trucks fuhr Mathias Behringer die kompletten beiden Wochen durch. Sein MAN war der Assistenz-Truck von South Racing. Er kämpfte deshalb mit seinen Beifahrern Hugo Kupper (Niederlande) und Robert Striebe (Deutschland) nicht um den Klassensieg mit. Das Trio wurde auf Platz 21 gewertet.

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