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Rallye Dakar 2019: Nur noch eine Etappe trennt Nasser Al-Attiyah vom Sieg

Nasser Al-Attiyah gewinnt die neunte Dakar-Etappe und fährt dem ersten Toyota-Sieg entgegen - Zwischenfälle bei Stephane Peterhansel, Sebastien Loeb und Cyril Despres

(Motorsport-Total.com) - Toyota kann den Champagner kaltstellen, denn der erste Gesamtsieg bei der Rallye Dakar ist 2019 zum Greifen nahe. Nasser Al-Attiyah gewann die neunte Etappe in Peru und vergrößerte seinen Vorsprung auf Nani Roma (Mini JCW) auf 51:47 Minuten. Nur noch eine Etappe trennt Toyota vom ersten Dakar-Sieg. Für Al-Attiyah wäre es bereits der dritte. Während bei Al-Attiyah und Roma heute alles glatt lief, hatten andere Topfahrer große Schwierigkeiten.

Nasser Al-Attiyah

Toyota-Pilot Nasser Al-Attiyah fährt dem Gesamtsieg entgegen Zoom

"Bisher ist alles gut gelaufen" lacht Al-Attiyah im Ziel der neunten Etappe. "Morgen müssen wir es nach Hause bringen. Ich bin sehr glücklich. Wir wollen immer unser Bestes geben, aber es ist nicht einfach, denn die Dakar ist sehr schwierig. Wir arbeiten jeden Tag sehr hart und versuchen keine Fehler zu machen. Unser Auto ist sehr gut. Wir verfolgten von Beginn an unsere Strategie. Wir führen seit dem dritten Tag und bauten kontinuierlich den Vorsprung aus."

Am Mittwoch stand eine 313 Kilometer lange Schleife rund um Pisco auf dem Programm. Sand und Dünen prägten einmal mehr die Szenerie. Gestartet wurde ausnahmsweise in Vierergruppen. Al-Attiyah, Giniel de Villiers (Toyota), Jakub Przygonski (Mini JCW) und Loeb standen nebeneinander an der Startlinie. Fünf Minuten danach wurde die nächste Vierergruppe losgeschickt, in der auch Stephane Peterhansel war.

Für Peterhansel wurde es aber ein kurzer Tag. Nach 26 Kilometern gab es einen harten Aufprall auf eine Düne. Sein Co-Pilot David Castera klagte über Rückenschmerzen und wurde nach Lima in ein Krankenhaus geflogen. Zum ersten Mal seit 2009 schaffte es Peterhansel nicht ins Ziel. Im nächsten Jahr träumt "Monsieur Dakar" von einem Start mit seiner Frau Andrea als Beifahrerin. Aber er war nicht der einzige Fahrer, der heute Probleme hatte.

Loeb und Despres trotz Zeitverlust in den Top 5

In der Wüste spielten sich einige dramatische Szenen ab. Sebastien Loeb legte ein hohes Tempo an den Tag und führte das virtuelle Tagesklassement schon mit neun Minuten Vorsprung an. Aber dann stoppte der Peugeot für mehr als 20 Minuten, denn Loeb musste das Getriebe wechseln. Er fuhr nach der Reparatur zunächst weiter, hielt dann aber wieder an. "Vielleicht haben wir einen Fehler gemacht, aber wir entschieden uns dazu, weiterzufahren", sagt Loeb. "Das Getriebe ging aber wieder kaputt."

Sebastien Loeb

Zweimal musste Sebastien Loeb anhalten und das Getriebe wechseln Zoom

Ein zweites Mal musste das Getriebe getauscht werden. Loeb musste diesmal aber auf seinen Teamkollegen Pierre Lachaume warten, der noch ein Ersatzgetriebe dabei hatte. Nach der zweiten Reparatur mit viel Zeitverlust konnte Loeb seine Fahrt fortsetzen. Dessen technische Schwierigkeiten spielten zunächst Cyril Despres in die Karten, der auf dem Weg zum Tagessieg war. Aber bei Kilometer 288 legte der Franzose seinen Mini Buggy aufs Dach.

Schließlich schafften es die beiden Franzosen ins Ziel. Despres büßte heute fast 40 Minuten auf Al-Attiyah ein und Loeb 75 Minuten. Trotzdem konnten sich beide in den Top 5 der Gesamtwertung halten. Mit zwei Stunden Rückstand ist Loeb weiterhin Dritter und auf Kurs zu einem Podestplatz. Er hat eine knappe halbe Stunde Vorsprung auf den Polen Jakub Przygonski, der wie Roma den allradgetriebenen Mini fährt. Despres ist Fünfter der Gesamtwertung.

Nun trennen Al-Attiyah und Toyota nur noch eine Etappe vom Gesamtsieg. Am Donnerstag werden 359 Kilometer von Pisco nach Lima zurückgelegt. Die letzte Speziale beträgt 112 Kilometer.

Ergebnis der 9. Etappe (Top 10):
01. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) - 3:53:22 Stunden
02. Roma/Haro Bravo (Mini JCW) +04:58 Minuten
03. de Villiers/von Zitzewitz +07:15
04. Przygonski/Colsoul (Mini JCW) +14:01
05. Vanagas/Rozwadowski (Toyota) +15:45
06. Prokop/Tomanek (Ford) +32:59
07. Al-Rajhi/Gottschalk (Mini JCW) +33:25
08. Despres/Cottret (Mini Buggy) +39:46
09. van Loon/Scholtalbers (Toyota) +45:46
10. Krotow/Tsyro (Mini JCW) +46:52

Gesamtwertung nach 9 von 10 Etappen (Top 10):
01. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) - 33:09:12 Stunden
02. Roma/Haro Bravo (Mini JCW) +51:27 Minuten
03. Loeb/Elena (Peugeot) +2:02:37
04. Przygonski/Colsoul (Mini JCW) +2:33:51
05. Despres/Cottret (Mini Buggy) +2:55:13
06. Prokop/Tomanek (Ford) +3:29:06
07. Al-Rajhi/Gottschalk (Mini JCW) +4:28:22
08. de Villiers/von Zitzewitz (Toyota) +7:08:16
09. Chabot/Pillot (Toyota) +8:11:46
10. Vanagas/Rozwadowski (Toyota) +8:15:26

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