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Stunde 23/24: Regen sorgt für Drama!

Nach einer mäßig aufregenden zweiten Rennhälfte überschlagen sich in Le Mans kurz vor Schluss die Ereignisse, Audi führt aber weiterhin hinter dem Safety-Car

(Motorsport-Total.com) - Die 81. Auflage der 24 Stunden von Le Mans neigt sich langsam dem Ende zu - und vor der allerletzten Stunde des Langstrecken-Rennens deutet alles auf einen weiteren Sieg von Audi hin. Im Fahrzeug mit der Startnummer 2 führt der Däne Tom Kristensen mit einer Runde Vorsprung auf Sebastien Buemi im Toyota mit der Startnummer 8. Nur noch ein unvorhergesehenes Ereignis kann nun noch für die Wende sorgen.

Tom Kristensen

Tom Kristensen steht vor seinem bereits neunten Gesamtsieg in Le Mans Zoom

Für Kristensen wäre es nach 1997, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005 und 2008 bereits der neunte Gesamtsieg beim wichtigsten 24-Stunden-Rennen der Welt. "Um neunmal zu gewinnen, brauchst du unheimlich viel Glück - und natürlich das richtige Auto und die richtigen Teamkollegen. Das ist einfach unglaublich", meint Le-Mans-Legende Henri Pescarolo anerkennend.

Aber dass Le Mans 2013 noch keineswegs vorbei ist, zeigte sich kurz vor Ende der 23. Stunde, als zuerst Kristensen mit einem sich anbahnenden Reifenschaden unplanmäßig an die Box kommen musste und wenig später Nicolas Lapierre den an vierter Stelle liegenden Toyota in den Porsche-Kurven in die Leitplanken setzte. Lapierre stieg aus dem Auto aus und schleppte sich Minuten später mit abgefahrener Front zurück an die Box.

Regen sorgt noch einmal für Spannung

1:15 Stunden vor dem Ende plötzlich Drama in Le Mans: Regen - und zwar der schwerste Schauer des Wochenendes! Während sich einige der Autos aus den kleineren Klassen um die Wette drehten, reagierten Audi und Toyota blitzschnell, um ihre jeweiligen Spitzenautos an die Box zu holen. Als dann auch noch LMP2-Leader Bertrand Baguette (Oak) eine gemeinsame Pirouette mit einem weiteren Prototypen hinlegte, wurde das Safety-Car auf die Strecke bestellt.

"Man hat ja gesehen, was mit Lapierre passiert ist. Da ist noch nichts entschieden", sagt Audi-Leader Allan McNish, für den der Arbeitstag bereits beendet ist. Anthony Davidson sieht das ähnlich: "Es war von Anfang an ein episches Rennen, bei dem die Wetterverhältnisse ständig gewechselt haben. Das sind die schwierigsten Bedingungen, unter denen ich je gefahren bin. Du weißt einfach nicht, was du tun sollst, welchen Reifen du verwenden sollst."

#hb1#"Wenn du jetzt Reifen wechselst, kostet das 30 Sekunden, aber was ist, wenn das Wetter wieder aufklart? Da wird die ganze Zeit heiß diskutiert. Besonders im geschlossenen Cockpit werden die Regentropfen auf der Windschutzscheibe immer größer. Da kannst du kaum noch was sehen", so der Toyota-Pilot. "Wir sagen Seb, dass er jetzt ruhig bleiben muss. Wir fahren das gleiche Tempo wie der Audi und riskieren nichts mehr."

"Es sind die schwierigsten 24 Stunden von Le Mans, die ich je gefahren bin", hatte Marc Lieb, im Porsche 911 Spitzenreiter der GTE-Am-Klasse, kurz zuvor gesagt. Lieb/Lietz/Dumas lagen unmittelbar vor der Safety-Car-Phase vor Stefan Mücke im Aston Martin in Führung. Doch noch bevor Mücke ein Überholmanöver auf der Strecke riskieren konnte, holte Aston Martin den Deutschen wegen des Regens zum Reifenwechsel an die Box. Porsche blieb draußen.

Oak-Duell um Sieg in der LMP2-Wertung

Während in der GTE-Am-Wertung Porsche-Pilot Jean-Karl Vernay vor zwei Ferraris und dem Team um Hollywood-Superstar Patrick Dempsey führt, machen den Sieg in der LMP2-Klasse wohl zwei Oak-Crews unter sich aus: Baguette konnte die Führung trotz seines Drehers behaupten, doch bereits davor hatte Olivier Pla mit schnellen Rundenzeiten Druck gemacht und Siegesambitionen angemeldet.


Fotos: 24 Stunden von Le Mans


"Ich möchte, dass das Rennen jetzt vorbei ist. Ich glaube, ich bin hier um 20 Jahre gealtert", seufzt Baguette-Teamkollege Martin Plowman. "Der letzte Stint war vielleicht der schwierigste meines Lebens, denn ich war auf Intermediates, aber die Strecke trocknete komplett ab. Ich hatte nur noch einen Stint übrig, also gingen wir ein Risiko ein und blieben auf trockener Strecke auf den Intermediates. Das hat sich bezahlt gemacht."

Bereits vor all dem Drama hatte Oliver Jarvis den Lapierre-Toyota überholt und Platz drei zurückerobert. Anschließend kam es in der Boxengasse zu einem kuriosen Zwischenfall, als das Oak-Art-Car mit einem von den Mechanikern falsch angewiesenen GT-Ferrari kollidierte. Pecom-Ferrari-LMP2-Fahrer Pierre Kaffer handelte sich indes die x-te Strafe wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse ein.

Eine Übersicht zu den 24 Stunden von Le Mans ist jetzt live: Hier klicken!

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