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Peugeot dank Sarrazin schon auf Pole?

Stephane Sarrazin hängte die drei Audis um eine Sekunde ab, was schon die Pole-Position für das 24-Stunden-Rennen bedeuten könnte

(Motorsport-Total.com) - Nach der Audi-Bestzeit durch Mike Rockenfeller im Freien Training, in dem alle sechs favorisierten Werksautos von Audi und Peugeot innerhalb von einer Sekunde gelegen waren, hatte Alexander Wurz vermutet: "Das wird eine ganz enge Kiste!" Aber letztendlich fiel die Entscheidung im ersten Qualifying dann doch relativ deutlich.

Stephane Sarrazin

Stephane Sarrazin hängte seine Gegner im Qualifying recht deutlich ab Zoom

Audi hatte während der zweistündigen Session zunächst den Ton angegeben, doch dann ließ Stephane Sarrazin für das letzte Viertel des Qualifyings neue Reifen aufziehen. Der französische Lokalmatador erwischte eine saubere Runde und markierte eine Bestzeit von 3:27.033 Minuten, hatte damit knapp eine Sekunde auf deine nächsten Verfolger. Das waren mit Marcel Fässler und Romain Dumas zwei Audi-Piloten.

Dumas war allerdings auch in den vielleicht spektakulärsten Zwischenfall des Tages verwickelt, als er in der Mulsanne-Kurve in einen stehenden Aston Martin knallte und damit rote Flaggen heraufbeschwörte. Unbestätigten Berichten zufolge soll der Audi-Pilot nicht durch gelbe Flaggen gewarnt worden sein. Die zweite Unterbrechung des Qualifyings passierte ganz am Ende, als Nick Leventis seinen Strakka-Honda in der Dunlop-Schikane wegwarf.

Wie erwartet setzten sich wieder die sechs Werksautos von Peugeot und Audi an die Spitze. Vierter wurde Tom Kristensen (Audi) vor Marc Gene und Simon Pagenaud (beide Peugeot). Alexander Wurz hatte zunächst versucht, mit dem Gene-Peugeot auf Zeitenjagd zu gehen, scheiterte aber mehrere Male am Verkehr. Trotzdem könnte Peugeot die Le-Mans-Pole 2011 schon in der Tasche haben, denn für morgen liegt die Regenwahrscheinlichkeit bei 90 Prozent.


Fotos: 24 Stunden von Le Mans


Erster Verfolger der sechs Topfavoriten war Olivier Panis im ORECA-Peugeot, gefolgt vom Pescarolo-Judd mit Emmanuel Collard am Steuer und den beiden Rebellion-Lolas. In den Top 12 stehen derzeit nur LMP1-Fahrzeuge. LMP2-Klassensieger war Leventis trotz seines Unfalls im Finish; LMP2-Dritter wurde Dominik Kraihamer im ORECA-Nissan. Erst hinter einigen LMP2-Teilnehmern rangierten die Werks-Aston-Martins weit abgeschlagen von Audi und Peugeot.

Während die britischen Boliden von technischen Problemen geplagt waren und Christian Klien für einen Blechschaden sorgte, ging es in der GTEPro-Klasse richtig spannend zu: BMW, Ferrari und Chevrolet sind im Qualifying beinahe auf Augenhöhe - und Porsche sollte man in Le Mans sowieso nie abschreiben. Schnellster Mann in den zwei Stunden zwischen 22:00 und 24:00 Uhr war aber Andy Priaulx im BMW M3 GT.

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