• 22.05.2013 14:52

  • von Roman Wittemeier

Le Mans: Nur noch drei Fahrer fehlen

Der ACO hat die offizielle Nennliste für die 24 Stunden von Le Mans aktualisiert: Freie Plätze im AF-Corse-Ferrari und im GreenGT

(Motorsport-Total.com) - In der Nennliste für das 90-jährige Jubiläum der 24 Stunden von Le Mans gibt es nur noch drei Lücken. 165 von insgesamt 168 Piloten in 56 Fahrzeugen stehen fest. Das geht aus der aktualisierten Liste des Le-Mans-Veranstalters ACO hervor. Mit Spannung wird derzeit auf eine Bekanntgabe von AF Corse gewartet. Die Ferrari-Mannschaft, die in der GTE-Pro-Klasse zwei Werks-458er einsetzt, hat noch einen Fahrerplatz frei. Und dieser sollte durchaus sehr begehrt sein.

Titel-Bild zur News: Alexander Wurz

Bei den 24 Stunden von Le Mans gehen 56 Autos auf die Strecke Zoom

AF Corse hat noch keinen dritten Piloten für das 51er-Auto von Gianmaria Bruni und Giancarlo Fisichella benannt. Die beiden Ex-Formel-1-Piloten hatten die Klasse im vergangenen Jahr gemeinsam mit Toni Vilander gewonnen. Der Finne ist in diesem Jahr aber gemeinsam mit Kamui Kobayashi und Olivier Beretta auf dem Auto mit der Startnummer 71 im Einsatz. Marco Cioci und Andrea Bertolini, die 2012 im Profi-Ferrari von AF Corse saßen, sind für den Einsatz bei JMW und im GTE-Am-Ferrari eingeplant.

Möglicherweise könnte der neue Ferrari-Formel-1-Testpilot Pedro de Rosa in das AF-Corse-Cockpit rutschen und somit ein äußerst prominentes Trio komplettieren. Für den Spanier wäre es das Debüt in Le Mans. Fraglich ist, wie viel Erfahrung er bislang im Rahmen seiner Arbeit bei Ferrari in einem 458 Italia sammeln konnte. Sollte de la Rosa im Fahrzeug mit der Startnummer 51 landen, wäre allein in diesem Fahrzeug die Erfahrung aus 352 Grand-Prix-Starts vereint. Denkbare Alternative für de la Rosa: Matteo Malucelli.

Bleekemolen: Le Mans statt Babypause

Die Liste der ehemaligen Formel-1-Piloten ist bei den diesjährigen 24 Stunden von Le Mans wieder sehr lang. Bei Audi blicken Allan McNish, Marc Gene und Lucas di Grassi auf eine Karriere in der Königsklasse zurück. Beim großen LMP1-Konkurrenten Toyota ist Nicolas Lapierre der einzige Werkspilot, der keine Vergangenheit in der Formel 1 vorweisen kann. Bei Rebellion macht Nick Heidfeld (183 Grands Prix) seit seinem Umstieg in die LMP1 eine gute Figur.

In der LMP2-Klasse hat sich der Niederländer Jeroen Bleekemolen eines der letzten freien Cockpits geschnappt. Der frisch gebackene Sieger des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring komplettiert das Aufgebot von Race Performance. Bleekemolen teilt sich den Oreca-Judd des Schweizer Teams mit Michel Frey und Patric Niederhauser. "Ein großartiger Gewinn für uns", freut sich Frey. "Jeroen ist ein herausragender Fahrer mit umfangreichen Erfahrungen im internationalen Langstreckensport. Er verfügt über die nötige Konstanz und Gelassenheit, wie sie für ein 24-Stunden-Rennen zwingend erforderlich sind."


Rückblick: 24 Stunden von Le Mans 2012

"Es war ein Last-Minute-Deal", sagt Bleekemolen. "Meine Frau erwartet Zwillinge, die in der Le-Mans-Woche zur Welt kommen sollen. Ich habe mich deswegen nicht zu intensiv um ein Cockpit bemüht. Als mich das Team dann aber angesprochen hat, dachte ich: 'Warum nicht?' Le Mans ist immer großartig", meint der Ex-DTM-Pilot. Bei Delta-ADR wird Archie Hamilton im Oreca-Nissan sitzen, den letzten freien Platz bei HVM-Status hat sich der erfahrene Johnny Mowlem gesichert.

Freie Plätze gibt es abseits von AF Corse nur noch in Box 56. Für den Einsatz des Brennstoffzellen-Fahrzeuges GreenGT ist bislang nur Christian Pescatori genannt. Die letzten Würfel werden spätestens am Morgen des 9. Juni fallen. Dann versammeln sich die Le-Mans-Starter (plus weitere Teams) zum wichtigen Vortest auf dem "Circuit de la Sarthe". Das 90-jährige Jubiläum der 24 Stunden von Le Mans finden am 22./23. Juni statt.

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