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ByKolles kündigt Hypercar-Rollout für Herbst 2021 an

Das Hypercar von ByKolles soll im Herbst dieses Jahres erstmals auf die Strecke gehen - Fährt man in der WEC-Saison 2022 sogar mit zwei LMH-Prototypen?

(Motorsport-Total.com) - "Wir hoffen, das Auto in den nächsten vier oder fünf Wochen einsetzen zu können", antwortet ByKolles-Teamchef Colin Kolles auf die Frage von 'Sportscar365', ob das Rollout des Hypercars für die WEC und die 24h Le Mans noch in diesem Jahr stattfinden wird. Basis für diesen Optimismus ist, dass der LMH-Prototyp inzwischen in der Team-Basis in Greding aufgebaut wird.

ByKolles PMC Project LMH, Rendering

Das ByKolles-Hypercar könnte schon bald auf der Strecke unterwegs sein Zoom

"Als ich letzte Woche das letzte Mal in der Werkstatt war, war das Monocoque da und der Motor war am Monocoque montiert. Das Getriebe und die Aufhängung befanden sich auf dem Monocoque. Das war der Stand der Dinge. Die Verkabelung und die Elektronik befanden sich im Kabelbaum, Stand letzte Woche", erklärt Kolles.

Somit rückt nicht nur ein Rollout noch in diesem Jahr, sondern auch ein WEC-Einsatz in der kommenden Saison in den Bereich des Möglichen. ByKolles hatte ursprünglich eine Le-Mans-Teilnahme in diesem Jahr anvisiert. "Aber sie [der ACO; Anm. d. Red.] änderten das Reglement, sodass man sich als LMH-Teilnehmer nicht mehr Rennen für Rennen einschreiben kann", so Kolles.

Dadurch kam es im vergangenen Winter zum Sinneswandel: ByKolles schrieb sich nicht für die WEC-Saison 2021 ein, sondern konzentrierte sich bei der Entwicklung des Hypercars auf das kommende Jahr. Somit nimmt man auch ein wenig Druck vom Kessel.


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Kolles: "Wir haben beschlossen, uns nicht unter Druck zu setzen, so wie wir es in den vergangenen Jahren getan haben. Das war einer der Schwachpunkte unseres LMP1-Autos: Wir waren in Eile. Im Moment stehen wir nicht unter Zeitdruck. Deshalb wurde die Entscheidung im Februar getroffen."

ByKolles nimmt sich Zeit: 2022 mit zwei Hypercars?

Dabei spielt auch das LMH-Reglement eine Rolle: Einmal im Rennbetrieb, sind die Prototypen für einen Zeitraum von fünf Jahren homologiert. Dies war auch ein Grund dafür, dass Glickenhaus seine Fahrzeuge beim Auftakt in Spa-Francorchamps noch nicht eingesetzt hatte.

Zumal ByKolles mit seinen Hypercars auch einiges in der WEC und bei den 24h Le Mans vorhat. Der Teamchef stellt unmissverständlich klar: "Um ehrlich zu sein, ist es für uns sehr wichtig, ein gutes Auto zu haben und Toyota und die anderen zu schlagen. Das ist das Ziel."

Und noch etwas ändert im Vergleich zur LMP1-Zeit: Die Mannschaft plant einen Einsatz mit zwei Fahrzeugen. "Aber man muss die Finanzierung für zwei Autos haben. Wir arbeiten daran, aber ich kann noch nicht sagen, ob es dazu kommen wird oder nicht. Was wir wissen, ist, dass wir bis zum Ende des Jahres vier Monocoques haben werden", kündigt Kolles an.

ByKolles hat sich an eines der ersten Teams zur neuen Hypercar-Klasse in der WEC und in Le Mans bekannt. Kommt der Einsatz in der Saison 2022 zustande, trifft man auf Toyota, Peugeot und Glickenhaus.

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