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BMW-Motorsportchef: "Mit dem M6 in schwieriger Situation"

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt und die Sorgen um mögliche Einsätze des neuen M6 in den USA: Müssen die Münchener eine GTE-Version nachlegen?

(Motorsport-Total.com) - BMW ist derzeit mit dem Z4 in GTLM- und GT3-Version auf einer Art Abschiedstournee. Der wuchtige Roadster wird im kommenden Jahr vom M6 abgelöst, dessen GT3-Version bereits ausgiebig im Test ist. Allerdings möchten die Münchener - wie bisher - in den USA in den direkten Wettbewerb gegen die Werksteams von Corvette, Porsche und Co. treten. Das Problem: Mit GT3-Autos darf man nur in der GTD-Klasse, nicht aber in der größeren GTLM-Kategorie fahren.

Jens Marquardt

Jens Marquardt hätte den M6 im kommenden Jahr gern im GTLM-Wettbewerb der USCC Zoom

"Die Konvergenz hätte vieles so einfach gemacht", sagt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt. Der deutsche Hersteller war tief in die Diskussionen über das GT-Reglement 2016 involviert. Man trat als starker Befürworter eines Konzeptes auf, das eine gemeinsame Basis für GT3 und GTLM (GTE) vorsah. Über entsprechende Kits hätten Sportwagen auf die jeweilige Kategorie getrimmt werden können. Doch der Vorschlag fand abschließend keine Zustimmung - unter anderem weil Hersteller wie Porsche am GTE-Konzept festhalten wollten.

Der ursprüngliche Plan hätte es BMW ermöglicht, den M6 als GTLM-Version per Werkseinsatz in die USCC zu schicken, Kunden hätten gleichzeitig die GT3-Variante in der GTD-Klasse rennen lassen können. "Aus diesem Grund waren wir ein großer Fan der Konvergenz-Diskussion", sagt Marquardt. "Diese ist leider so nicht zustande gekommen. Das bedaure ich sehr."

"Insofern ist für uns dieser Weg sehr schwierig. Wenn es Kunden gibt, die mit einem GT3 unterwegs sein wollen, dann ist es ihr Projekt. Wir werden unsere Kunden unterstützen, aber es wäre ein Kundenprojekt", so der BMW-Rennleiter. "Ich denke, auf der GTD-Basis wird es mit GT3-Autos in Zukunft eine Amateur- und Kundenklasse geben. Wie sich die Pro- und die Werksklasse davon abheben wird, wird derzeit noch intensiv diskutiert."

"Wir sind mit unserem neuen M6 in einer schwierigen Situation, denn wir wollen auch in den USA mit einem schönen Werksprogramm im nächsten Jahr antreten. Die USCC ist eine sehr gute Plattform. Deswegen suchen wir intensiv nach einer Lösung. Im Moment gibt es sie noch nicht" , fasst Marquardt die aktuellen Sorgen um das Programm mit dem neuen M6 zusammen. Ob der Hersteller eine explizite GTE-Version für den Einsatz in den USA (und in Le Mans?) bauen wird, ist nicht bekannt.

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