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Beschlossen: Nur vier LMP2-Chassishersteller ab 2017

Die FIA hat die Ausschreibung für interessierte Prototypen-Hersteller gestartet: In drei Stufen zu vier LMP2-Anbietern 2017 in WEC, Le Mans und Co.

(Motorsport-Total.com) - FIA, ACO und die nordamerikanische IMSA setzen ihren heiß diskutierten und oft kritisierten Plan tatsächlich um. Ab 2017 werden nur noch vier verschiedene Chassishersteller für die LMP2-Klassen der verschiedenen Kontinentalserien sowie der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zugelassen. Unter Aufsicht des Automobil-Weltverbandes wurde eine Ausschreibung gestartet. In drei Schritten will man vier Hersteller finden, die den Markt von 2017 bis 2020 unter sich aufteilen dürfen.

Alex Brundle

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In der ersten Phase der von der FIA veröffentlichten Ausschreibung sollen Chassishersteller bis zum 10. Juni 2015 ihr Interesse am Bau eines LMP2-Autos nach den 2017er-Regularien bekunden. Ebenso bis zu diesem genannten Termin müssen 15.000 Euro auf ein FIA-Konto überwiesen sein. Dieses Geld wird selbst im Falle einer Nicht-Zulassung als Chassishersteller ab 2017 nicht erstattet. Des Weiteren müssen im ersten Schritt zahlreiche Angaben zum Unternehmen und den Erfahrungen beim Bau von Prototypen dargelegt werden.

Alle interessierten Firmen müssen unter anderem ihre Produktionskapazitäten, die Verträge mit Zuliefern und die Preislisten für Bau- und Ersatzteile nennen. Die FIA verlangt einen Businessplan über den Zeitraum von 2017 bis 2020 sowie die Offenlegung der Bilanzen der Vorjahre - inklusive aktueller Kontoauszüge. Zusätzlich muss ein detaillierter Plan des entwickelten Chassis, der Zeitplan für den Bau der Fahrzeuge sowie eine Übersicht über die Maximallaufzeiten der Teile beigefügt werden.


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Im zweiten Schritt werden die interessierten Chassishersteller von der FIA bis spätestens zum 17. Juni dieses Jahres kontaktiert. Eine Woche später beginnen die Beratungen in Paris. Ein "Selection Committee" (Auswahlkomitee) sucht sich in der Folge die vier passenden Kandidaten heraus. Am Tisch sitzen dabei Vertreter von FIA, ACO und IMSA. Eine Entscheidung soll bis zum 8. Juli kommuniziert werden. "Das Komitee wird keine Gründe für das Akzeptieren oder Ablehnen von Bewerbungen angeben", heißt es im FIA-Dokument.

Im dritten Schritt müssen die Chassis der vier auserwählten Hersteller den Prozess der Homologation durchlaufen. Erst nach erfolgreicher Zulassung der Fahrzeuge dürfen die Firmen erste Aufträge von Kunden annehmen. Die neuen LMP2-Autos, die in der WEC, in Le Mans, der ELMS, AsLMS sowie der nordamerikanischen USCC zum Einsatz kommen sollen, werden nach aktuellem Stand über mindestens vier Jahre einzusetzen sein - womöglich sogar länger. Eine angebliche Vorgabe, nach der mindestens zwei Hersteller aus Nordamerika kommen sollen, findet sich in der Ausschreibung nicht.

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