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Schubert: Platz sechs ein schwacher Trost

Hürtgen/Adorf/Klingmann/Tomczyk betonen unisono, dass für sie mehr drin gewesen wäre - BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt gratuliert Marc VDS und Mercedes

(Motorsport-Total.com) - Für BMW holte Marc VDS mit Platz zwei beim 24-Stunden-Rennnen auf dem Nürburgring die Kohlen aus dem Feuer. Vier Positionen dahinter brachte Schubert den besser platzierten seiner beiden Z4 GT3 auf Platz sechs ins Ziel: Claudia Hürtgen, Dirk Adorf, Jens Klingmann und DTM-Pilot Martin Tomczyk ließen sich auch von mehreren kleinen Rückschlägen und einem unglücklichen Zwischenfall mit dem Schwesterauto nicht entmutigen und erreichten mit der Startnummer 20 eine Top-10-Platzierung.

Martin Tomczyk, Jens Klingmann, Claudia Hürtgen

Der Schubert-BMW mit der Startnummer 20 schleppte sich als Sechster ins Ziel Zoom

Bereits in der sechsten Runde war es wegen eines "Code 60" zu einem längeren Rückstau gekommen, der genau hinter einer schwer einsehbaren Passage endete. Uwe Alzen konnte im Schubert-BMW mit der Startnummer 19 dem zweiten Z4 des Teams, der mit Hürtgen am Steuer das Ende dieser Fahrzeugkette bildete, nicht mehr ausweichen, einen Frontalaufprall aber verhindern. In Folge dieser Kollision schieden Alzen und seine Fahrerkollegen Dirk Müller sowie Augusto Farfus, der noch am Sonntag wie Tomczyk beim DTM-Rennen in Brands Hatch im Einsatz gewesen war, vorzeitig aus.

Die Besetzung des BMW mit der Startnummer 20 sah auf Platz sechs zwar das Ziel, gibt sich mit diesem Ergebnis aber nicht restlos zufrieden. "Glückwunsch an das BMW-Sports-Trophy-Team Marc VDS zum zweiten Platz. Sie haben einen tollen Job gemacht. Ich denke, sowohl für sie als natürlich auch für uns wäre mehr drin gewesen. Auf der Nordschleife ist man allerdings nie vor Problemen gefeit und braucht das nötige Quäntchen Glück. Das hatten wir leider nicht. Jetzt müssen wir eben im kommenden Jahr wieder einen neuen Anlauf wagen."

Uwe Alzen, Augusto Farfus, Dirk Müller

Der Schubert-BMW mit der Startnummer 19 kam nicht bis in die Nacht Zoom

"Das Team hat alles richtig gemacht, dafür gebührt ihm ein riesiges Lob, aber leider hat am Ende erneut das nötige Glück gefehlt", stimmt Adorf, der seinen ersten Triumph beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring erneut verpasste, zu und unterstreicht die Worte seiner Teamkollegin Hürtgen: "Jetzt werden wir es im kommenden Jahr wieder versuchen. Irgendwann muss es ja mal klappen."

"Natürlich ist das Ergebnis für uns nicht zufriedenstellend, aber ich bin trotzdem erst einmal froh, doch noch auf einem vorderen Platz ins Ziel gekommen zu sein", versucht Klingmann die positiven Seiten von Platz sechs zu sehen. Tomczyk stellt heraus: "Wir sind nach dem Pech zu Beginn, das ich noch gar nicht live erlebt habe, weil ich im Flugzeug aus Brands Hatch saß, wieder aufgestanden. Unsere Pace war gut, aber natürlich wollten wir um den Gesamtsieg kämpfen. Immerhin habe ich eines gelernt: Auch wenn es ein hartes Wochenende war: Ein DTM- und ein 24-Stunden-Rennen nacheinander zu fahren, funktioniert."

Schubert-Teammanager Stefan Wendl fasst den Auftritt seiner Truppe wie folgt zusammen: "Wir sind mit anderen Ansprüchen in das Rennen gegangen und daher natürlich enttäuscht. Unser Ziel, aufs Podium zu fahren, rückte schon nach dem Zwischenfall in der ersten Stunde in weite Ferne. Aber trotzdem geht ein großes Kompliment an meine Mannschaft, die nie aufgegeben hat und die Runde Rückstand, die wir uns eingehandelt hatten, wieder aufholen konnte. Unsere Fahrer auf dem Auto mit der Startnummer 20 haben alles gegeben und nie resigniert. Wir nehmen also auch viel Positives von diesem Rennen mit und werden beim nächsten Mal wieder angreifen."


Fotos: 24-Stunden-Rennen Nürburgring, Rennen


Für BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt sticht vor allem die Schlussphase der diesjährigen Ausgabe des Eifel-Klassikers heraus: "Dieses 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring war einmal mehr äußerst spannungsgeladen - mit einer absolut sensationellen Schlussphase von Maxime Martin, der auf den letzten Runden noch zwei Konkurrenten auf der Strecke überholen konnte."

"Unser Rennen wurde zunächst vom unglücklichen Unfall der beiden Schubert-Fahrzeuge getrübt, dann kam die witterungsbedingte Unterbrechung in der Nacht und am Schluss vom Jubel über den zweiten Platz für das Team Marc VDS gekrönt", fasst Marquardt aus BMW-Sicht zusammen und kommt zum Schluss: "Die legendäre Nordschleife hat in den vergangenen 24 Stunden wieder alles für uns parat gehalten, was sie so einzigartig und berüchtigt macht."

"Ich freue mich sehr für die Mannschaft um Bas Leinders und die vier Fahrer im BMW Z4 GT3 mit der Nummer 25. Die Crew hat genauso fehlerfrei gearbeitet wie die Piloten im Cockpit und sich Rang zwei deshalb wirklich verdient", schickt der BMW-Motorsportdirektor seine Glückwünsche in Richtung des belgischen Einsatzteams und betont: "Auch die Aufholjagd der Startnummer 20 von Schubert war beeindruckend. Die Mannschaft hat sich vom großen Pech zu Rennbeginn nicht entmutigen lassen und sich bravourös bis auf den sechsten Platz zurückgekämpft."

"Natürlich bedanke ich mich auch und vor allem bei den vielen weiteren privaten BMW-Teams am Ring sowie den Fans, die trotz der widrigen Bedingungen wieder für ein großartiges Rennen und eine einmalige Atmosphäre gesorgt haben. Unser Glückwunsch geht an Mercedes zum Gesamtsieg in der Grünen Hölle", so Marquardt abschließend.

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