24h Nürburgring 2024: Führender Rowe-BMW nach Unfall raus

Sheldon van der Linde kollidiert mit zwei überrundeten Fahrzeugen in der Fuchsröhre - Rennen um den Sieg in der "Grünen Hölle" wieder völlig offen

(Motorsport-Total.com) - Paukenschlag nach drei Stunden und 15 Minuten beim 52. 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (hier im Livestream und Liveticker!): Sheldon van der Linde kollidierte im klar führenden Rowe-BMW #99 (Frijns/D. Vanthoor/S. van der Linde/Farfus) in der Fuchsröhre mit zwei überrundeten Fahrzeugen und schied aus.

Titel-Bild zur News: Aus für den Rowe-BMW #99 nach einem Unfall beim Überrunden

Aus für den Rowe-BMW #99 nach einem Unfall beim Überrunden Zoom

Der DTM-Champion von 2022 wollte den WS-Racing-1er-BMW #507 (Möller/Pirrone/Ullrich/R. Klingmann) und den Four-Motors-Cayman #420 (Beckwermert/Schöni/J. Kreutzpointner/A. Kreutzpointner) rechts überholen, als es zur Kollision kam.

Der Cayman, der von einer der Kreutzpointner-Schwestern gefahren wurde, traf den Rowe-BMW hinten links. Dadurch wurde der BMW M4 GT3 in den 1er-BMW geschleudert, der einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war.

Der 1er-BMW wurde von allen Fahrzeugen am schwersten in Mitleidenschaft gezogen, das Fahrzeug von Fabian Pirrone wurde stark zerstört. Alle drei Fahrer konnten sich jedoch selbst aus den Fahrzeugen befreien.

Robin Frijns, Teamkollege von Sheldon van der Linde auf dem Rowe-BMW #99, bestätigt, dass es dem Südafrikaner gutgeht: "Sheldon geht es gut, aber das war wirklich unglücklich. Wir hatten schon am Donnerstag einen Unfall, da musste das Team über Nacht das Schwesterauto reparieren."

"Es lief alles gut, wir mussten kein Risiko eingehen. Man hat gesehen, dass Sheldon hinter den anderen Autos auf Nummer sichergehen wollte, und dann hat ihn der Porsche berührt. Das war unglücklich, er war ganz rechts. Aber sowas kann passieren, das gehört zum Motorsport dazu."

Auch Sheldon van der Linde hat sich mittlerweile sehr frustriert geäußert: "Mir geht es erst mal gut, aber mein Herz tut weh, denn wir hatten ein echt gutes Auto. Wir haben fast die ganzen ersten drei Stunden geführt. Ich war extrem vorsichtig im Verkehr, damit genau so etwas nicht passiert. Ich habe es mir im Abschleppwagen angesehen, ich konnte echt nichts dafür. Wenn ich es nochmal machen müsste, würde ich es wieder genau so machen."

"Es war erst mal ein Mädel, das mich getroffen hat. Sie hat mich nicht gesehen, ich war in ihrem toten Winkel, das hat sie danach erklärt. Das ist extrem Scheiße für uns, wenn man das Rennen anführt und es bis dahin so super läuft. Das ist extrem ärgerlich."

Maxime Martin aus dem derzeit fünftplatzierten Schwesterfahrzeug #98 (Marciello/Martin/Wittmann/Farfus) sagt: "Es ist so schade - es tut mir leid für das Team und die Crew der #99. Sie waren sehr stark. Der Verkehr ist hart und es gibt noch einige nasse Stellen."

Der Rowe-BMW #99 hatte zu Beginn des Rennens alles richtig gemacht, war auf Regenreifen gestartet und hatte nach sechs Runden auf Slicks gewechselt. Der Lohn war ein um Boxenstopps bereinigter Vorsprung von mehr als 30 Sekunden auf alle anderen Fahrzeuge. Bis zum Unfall war er der Topanwärter auf den Gesamtsieg.

Scherer-Audi, RMG-BMW und "Grello" an der Spitze

Durch den Unfall ist das Rennen wieder völlig offen. In Führung liegt nun der Scherer-Audi #16 (Stippler/Mies/Feller/Marschall). Boxenstoppbereinigt ist jedoch der RMG-BMW #72 (Harper/Hesse/Weerts) derzeit exakt gleichauf; der Abstand zwischen den beiden Fahrzeugen beträgt 20 Sekunden, allerdings kommt der BMW eine Runde später zum Boxenstopp, was spätestens am Ende 20 Sekunden einbringen würde.

Dazwischen liegen, je nach Boxenstopp, noch der GetSpeed-Mercedes #8 (Auer/Christodoulou/Ellis/Grenier), der aber bei Berücksichtigung der Boxenstopps derzeit keine Rolle im Kampf um die Führung spielt, und der HRT-Mercedes #3 (Maini/Bird/J. Owega/Beretta), der eine Runde vor dem Scherer-Audi und zwei vor dem RMG-BMW stoppt.

Ebenfalls wieder im Rennen um den Sieg ist der Manthey-EMA-Porsche #911 (Vanthoor/Estre/Güven/Preining) "Grello", der derzeit 47 Sekunden zurückliegt, aber zwei Runden später als der Scherer-Audi stoppt. Der tatsächliche Rückstand beträgt also sieben Sekunden.


Fotos: 24h Nürburgring 2024, Rennen


Ebenfalls noch nicht ganz abgeschrieben werden kann die #98, die 53 Sekunden hinter dem Scherer-Audi liegt und sich im gleichen Boxenstopp-Rhythmus befindet. Die #98 wurde durch eine falsche Reifenwahl zu Beginn des Rennens zurückgeworfen. (4-Wide auf Döttinger Höhe geht schief)

Der Unfall rund um Sheldon van der Linde wird noch von der Rennleitung untersucht, da aber alle drei Fahrzeuge zumindest stark zurückgefallen, wahrscheinlich sogar ausgeschieden sind, haben Strafen keine direkten Auswirkungen mehr auf das Rennen.

Die AT-Klasse wurde bereits arg gerupft, denn auch der Max-Kruse-Golf #10 (Asari/Wasel/Hochwind/Cartery) war kurz zuvor durch einen Überschlag nur zwei Kurven weiter ausgeschieden.

Permit-Entzug für Alesia Kreutzpointner!

Update: Nach Prüfung und Bewertung aller verfügbaren Beweise sahen es die Sportkommissare als erwiesen an, dass Alesia Kreutzpointner im Four-Motors-Cayman #420 die Hauptschuld an der Kollision trägt.

Deshalb muss die Porsche-Pilotin insgesamt 1.500 Euro Strafe zahlen und bekommt zudem ihre Nordschleifen-Permit entzogen. In Anbetracht der Gesamtsituation dieses Unfalls erachten die Sportkommissare die verhängte Strafe als ausreichend, aber auch als notwendig.

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12. - 14. Juli

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Rennen 2 So. 15:10 Uhr

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