24h Nürburgring 2023: "Grello" crasht erneut, Lambo-Reifenschaden!

Kevin Estre fliegt im Manthey-Porsche nach Reifenschaden ab, Porsche verliert schon zwei heiße Eisen - Auch Reifenschaden bei Abt-Lamborghini, Siegchance dahin

(Motorsport-Total.com) - Bei der 51. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring nahm die Dramatik diesmal erst in der zweiten Stunde ihren Lauf. Nach einer überraschend ruhigen Anfangsstunde ohne Code-60-Phase erwischte es in der zweiten Stunde gleich zwei Topfavoriten, darunter den Manthey-EMA-Porsche #911 (Christensen/Estre/Makowiecki/Preining). (24h Nürburgring 2023 live!)

Titel-Bild zur News: "Grello" hat das zweite Jahr in Folge alle Siegchancen in der Hohenrain-Schikane verloren

"Grello" hat das zweite Jahr in Folge alle Siegchancen in der Hohenrain-Schikane verloren Zoom

Kevin Estre fuhr zu Beginn einen Doppelstint. Das berüchtigte Feuerwerk des Franzosen blieb zwar aus, dennoch arbeitete er sich sukzessive nach vorne. Nach 110 Minuten lieferte er sich einen Zweikampf mit dem WTM-Ferrari #20 (Weiss/Krumbach/Keilwitz/Dontje), der in der Anfangsphase ebenfalls viele Plätze gut gemacht hatte.

Estre hatte Indy Dontje nach einem rundenlangen Kampf gerade überholt, als er in der nächsten Kurve abflog. Ausgerechnet in der Hohenrain-Schikane, an jener Stelle also, an der Laurens Vanthoor im Vorjahr den "Grello" in die Planke setzte, als die beiden Brüder miteinander kollidierten.

Estres Einschlag verlief deutlich glimpflicher. Dennoch musste der Porsche 911 GT3 R zur Reparatur an die Box und verlor rund eineinhalb Runden. Ein Sieg ist mit diesem Zeitverlust unter normalen Umständen nicht mehr möglich.

Auslöser des Unfalls war offenbar ein Reifenschaden. "Ich glaube, der Reifen ist beim Anbremsen Hohenrain geplatzt. Ich habe eingelenkt und dann ist das Heck ausgebrochen", so Estre in einer ersten Reaktion.

Abt verliert fünf Minuten

Es war nicht der erste Porsche, der einen längeren Reparaturstopp einlegen musste. Der einzige Aufreger der ersten Stunde war ein Einschlag von Matt Campbell im Car-Collection-Porsche #24 (Campbell/Jaminet/P. Kolb/Pilet) im Bereich Ex-Mühle.

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Der Australier verschätzte sich beim Überrunden. Er wollte nach rechts einen Sicherheitsabstand lassen, kam aber zu weit nach links auf das Gras. Dadurch rutschte der Porsche in die Streckenbegrenzung. Campbell schleppte sich zurück an die Box, wo das Auto wegen der Reparatur zwei Runden verlor. Das Team hatte bereits angekündigt, nur noch Abstimmungsfahrten zu absolvieren.

Der Unfall von Grello war nicht der erste Reifenschaden eines Topautos in diesem Rennen. Nach 90 Minuten war Kelvin van der Linde im Abt Lamborghini #27 (K. van der Linde/Mapelli/Pepper/Thiim) mit einem Reifenschaden langsam unterwegs. Das kostete fünf Minuten, was die Siegchancen ebenfalls massiv geschmälert hat.

Der Lamborghini lag bis dahin gut im Rennen und führte im Eröffnungsstint mit Marco Mapelli am Steuer sogar. Dann fiel der Bolide auf Platz sieben zurück, weil er eine Runde später stoppte als einige Fahrzeuge vor ihm. Unter Berücksichtigung der Strategie lag er bis zum Reifenschaden in der Spitzengruppe.

Dreikampf um die Spitze

Diese besteht aus dem Frikadelli-Ferrari #30 (Bamber/Catsburg/Pittard/Fernandez Laser), der seit dem ersten Stopp führt, dem HRT-Mercedes #4 (Marciello/Stolz/Ellis/Mortara) und dem GetSpeed-Mercedes #3 (Engel/Gounon/Juncadella).

Nach zweieinhalb Stunden führt der Ferrari mit fünf Sekunden Vorsprung vor dem HRT-AMG. Dieser ist allerdings eine Runde früher an die Box gekommen. Das Auto wurde mit einer 30-Sekunden-Strafe belegt, weil Raffaele Marciello beim Losfahren nach dem ersten Boxenstopp zu langsam war. Es war ein Abziehbild der Situation beim ADAC GT Masters ein Jahr zuvor.

Damit führt Frikadelli effektiv vor dem Getspeed-AMG. Aber auch die #4 ist noch im Kampf, muss aber wegen des früheren Boxenstopps ein kleines zusätzliches Handicap von 23 Sekunden aufholen.


Fotos: 24h Nürburgring 2023, Rennen


Hinter dem Spitzentrio klafft eine Lücke von 20 Sekunden auf den GetSpeed-Mercedes #2 (Christodoulou/Götz/Schiller), der den Falken-Porsche #44 (Heinemann/Ragginger/Menzel/Ericsson) im Schlepptau hat. Bester BMW M4 GT3 ist der Rowe-BMW #98 (Wittmann/S. van der Linde/D. Vanthoor/Martin) mit rund 40 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Zwölf Fahrzeuge liegen innerhalb einer Minute.

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