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Ducati: Jorge Lorenzo testet mit Winglets

14. November 2016 - 09:45 Uhr

Kurios: Jorge Lorenzo wird beim Ducati-Testdebüt am Dienstag mit Winglets fahren, obwohl die aerodynamischen Hilfsmittel in der Saison 2017 verboten sind

Andrea Dovizioso
Ducati sucht noch nach Lösungen, um die Winglets zu kompensieren
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - Am Dienstag wird Jorge Lorenzo die ersten Runden mit der Ducati Desmosedici absolvieren. Der Neuzugang erhält von Ducati eine 2017er-Maschine. Das Motorrad entspricht aber nicht dem Reglement der kommenden Saison und wird mit Winglets ausgerüstet sein. Auf den ersten Blick wirkt diese Entscheidung fragwürdig, doch Ducati erhofft sich dadurch bessere Vergleichsmöglichkeiten.

"Die Winglets waren neben den Reifen und der Einheitselektronik das heiße Thema in diesem Jahr. Ducati war der erste Hersteller, der sie verwendete. Schritt für Schritt zogen die anderen Werksteams nach. Es ist offensichtlich, dass sie Vorteile haben", bemerkt Teammanager Davide Tardozzi im Gespräch mit 'Bikesportnews'. Hauptsächlich die Neigung zu Wheelies konnte man mit den Flügeln limitieren.

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"Aus aerodynamischer Sicht waren die Winglets die Antwort. Nun müssen wir uns mit dem Setup beschäftigen, um die Wheelieneigung zu begrenzen. Das Problem beim Setup ist, dass es immer Auswirkungen auf andere Bereiche hat. Daran müssen wir bei den Wintertests arbeiten", erklärt der Ducati-Teammanager.

"Am Dienstag testet Jorge Lorenzo die 2017er-Desmosedici mit Winglets. Warum? Zuerst einmal können wir die Winglets nicht einfach abmontieren. Wir müssen Schritt für Schritt vorgehen. Die Winglets schenken uns einen Vorteil. Wir müssen eine Lösung finden, wie wir sie ersetzen können. Zweitens ist das 2017er-Motorrad eine Evolution der aktuellen Desmosedici. Lorenzo muss verstehen, wo dieses Motorrad steht", begründet Tardozzi.

Davide Tardozzi
Davide Tardozzi nennt die Gründe für Ducatis überraschende Entscheidung
© Ducati

Ein Nachteil ist, dass Lorenzo in den vergangenen Jahren ausschließlich für Yamaha fuhr und somit nur begrenzte Erfahrungen hat. Teamkollege Andrea Dovizioso kannte die Honda RC212V und die Yamaha M1, bevor er bei Ducati unterschrieb. Wird dieser Nachteil für Lorenzo zum Problem? "Er fuhr die ganze Zeit für einen anderen Hersteller. Wir sind auf seine Kommentare gespannt. Er kann uns Hinweise geben, denn er nimmt es auf Grund seiner Erfahrung anders wahr", bemerkt Tardozzi, der dem Nachsaisontest entgegenfiebert.

Ducati hat die privaten Testfahrten mit den Stammpiloten abgesagt, nachdem Lorenzo keine Freigabe von Yamaha erhielt. Lediglich Testpilot Michele Pirro wird kommende Woche in Jerez testen. Danach geht es erst beim offiziellen IRTA-Test in Sepang weiter.

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