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Hartley nach zwei Rennen: Sportwagen-Rückkehr "schwierig"

Der Neuseeländer staunt über die Urgewalt der Formel 1 und nennt sie "einen Schock" - Was er 2017 erreicht hat, hat Hartley noch nicht verarbeiten können

(Motorsport-Total.com) - Toro-Rosso-Pilot Brendon Hartley hat Umstellungsprobleme zwischen dem Formel-1-Boliden und seinem eigentlichen Arbeitsplatz, dem Porsche 919 Hybrid für die Langstrecken-WM (WEC), eingeräumt. Wie der Neuseeländer im Vorfeld des Brasilien-Grand-Prix erklärt, hätte er sich bei seiner Rückkehr in den LMP1-Prototypen in der vergangenen Woche nicht auf Anhieb zurechtgefunden: "Es war überraschend schwierig, wieder in einem solchen Auto zu sitzen", wundert sich Hartley.

Brendon Hartley

Brendon Hartley glückten in der Saison 2017 Meilensteine seiner Karriere

Nach knapp Saisons als Werksfahrer der Zuffenhausener war er davon ausgegangen, mit "seinem" Wagen jederzeit ans Limit gehen zu können. Aber Pustekuchen. "Ich dachte, ich würde mich sofort wieder wie zu Hause fühlen - weil es in den vergangenen Jahren mein Zuhause war", meint Hartley, "es brauchte jedoch einige Runden, bis ich mich mit einem Dach über dem Kopf und mit der anderen Sitzposition wohlgefühlt habe." Dennoch reichte es für einen der größten Karriereerfolge.

Nach dem WEC-Gesamtsieg 2015 und den Le-Mans-Erfolg in diesem Jahr glückte ihm in Schanghai an der Seite Timo Bernhards und Earl Bambers der nächste Titel. Diese Erfahrung sei ein Grund für seine Leistungen in der Formel 1, findet Hartley. "Die Zusammenarbeit mit Porsche hat mir den Übergang einfach gemacht. Es sind genauso viele Leute involviert. Die Struktur und der Druck - für Porsche in Le Mans anzutreten ist ein enormer Druck", vergleicht er das Projekt mit Toro Rosso.

Dennoch bestünde zwischen dem 919 Hybrid und dem STR12 ein Unterschied, der "wahnsinnig" wäre: "Man will immer mehr Grip und mehr Power, aber das war einfach ein Schock", staunt er über die Urgewalt der aktuellen Formel-1-Boliden. "Irgendwie habe ich es jedoch auch erwartet."

Über seine Pläne für 2018 - wenn Porsche nicht mehr in der WEC antritt - hat sich Hartley offenbar keine Gedanken gemacht. Genauso wenig hätte er begriffen, welche Meilensteine er in seiner Karriere zuletzt abgeklappert hat: "Ich habe versucht, gar nicht darüber nachzudenken. Sogar der Gewinn der Weltmeisterschaft hat sich noch nicht gesetzt. Mir fehlte die Zeit, um es zu reflektieren", sagt der 27-Jährige. "Ich gehe einen Schritt nach dem anderen. Ich bleibe konzentriert und schlafe so viel wie möglich."

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