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Felipe Massa

 
Steckbrief
Aktuelles Team Williams Martini Racing
Startnummer 19
Porträt (Stand: 17. Januar 2017) Felipe Massa war eigentlich schon aus der Formel 1 zurückgetreten, doch 2017 ist er als Ersatzmann für den zu Mercedes abgewanderten Valtteri Bottas doch wieder für Williams am Start. Der Brasilianer bestreitet seine insgesamt 15. Formel-1-Saison. In Grove fand Massa zu alter Stärke, die ihn als langjährigen Ferrari-Piloten bis zu seinem schweren Unfall in Ungarn 2009 ausgezeichnet und zum Vizeweltmeister gemacht hatte. Auf einen neuerlichen Grand-Prix-Sieg wartet er aber noch. Der Crash, bei dem Massa bei hohem Tempo von einer Stahlfeder des Autos von Rubens Barrichello am Kopf getroffen wurde, bedeutete die große Zäsur seiner Karriere.

Begonnen hatte aber alles in der Kartszene seines Heimatlandes, anschließend ging es für Massa in diversen Formel-Renault-Serien in Europa steil bergauf, unter anderem mit dem italienischen und dem kontinentalen Titel. In der Saison 2001 ging er in der Formel 3000 an den Start und sicherte sich prompt die Krone. Als Ferrari-Teamchef Jean Todt Talentförderer Renato Melchioretto anrief, um sich nach aufstrebenden Talenten zu erkundigen, wurde ihm Massa empfohlen. Seitdem hatte Ferrari den brasilianischen Piloten stets im Auge.

Ende 2001 beeindruckte Massa bei Tests in Mugello Peter Sauber derart, dass er für die Saison 2002 einen Sauber-Stammvertrag erhielt. Sauber hoffte, nach Kimi Räikkönen erneut ein großartiges Talent zu entdecken, doch der Brasilianer war im Gegensatz zum Finnen noch nicht reif genug. Sein Speed war offensichtlich, doch Massa ließ die notwendige Gelassenheit am Steuer eines Formel-1-Boliden vermissen. Aus diesem Grund entschied man sich, Massa ein Jahr als Testfahrer bei Ferrari reifen zu lassen.

Mit dieser Erfahrung konnte er sich 2004 und 2005 wesentlich besser in Szene setzen - vor allem 2005 hatte er mit Jacques Villeneuve einen ehemaligen Weltmeister sicher im Griff. Ferrari beobachtete diese Entwicklung genau und zog eine seit 2002 bestehende Option auf Massa, der 2006 in seiner ersten Saison bei den Roten mit zwei Siegen und dem dritten WM-Platz die Erwartungen erfüllte, in dieser Zeit aber immer wieder als "Schüler" Michael Schumachers tituliert wurde. 2007 lag er über weite Strecken Kopf an Kopf mit seinem höher eingeschätzten Teamkollegen Kimi Räikkönen im WM-Rennen.

Seine bisher stärkste Saison lieferte Massa 2008 ab: Nach zwei Ausfällen zu Beginn zeigte er eine herausragende Leistung nach der anderen. Dennoch verpasste er beim dramatischen Finale in Brasilien den Titel um einen Punkt, weil Lewis Hamilton bei einsetzendem Regen in der letzten Kurve den entscheidenden Platz gutmachte und ihn so noch vom Thron stieß. Massa war für wenige Sekunden Formel-1-Weltmeister, seine Familie hatte in der Ferrari-Box schon gefeiert. Trotzdem war er der Fahrer mit den meisten Siegen und fühlte sich nach eigener Aussagen nicht als Geschlagener - trotz Tränen.

2009 verpasste er nach dem schweren Unfall in Ungarn die zweite Saisonhälfte, weil er mehrere Operationen über sich ergehen lassen musste. Erst 2010 gab er sein Comeback. An frühere Erfolge knüpfte Massa nicht ank und spielte hinter dem starken Fernando Alonso zunehmend die zweite Geige in Maranello. Besonders deutlich wurde das 2009 in Deutschland, als er trotz Kurs auf den Grand-Prix-Sieg für den Spanier Platz machen musste. Dennoch ließ Massa sein Talent sporadisch aufblitzen. Allen voran dann, wenn es zum Saisonende in Sachen Vertragsverlängerung eng wurde.

Bei seinem Williams-Debüt hatte er zunächst eine Menge Pech und musste trotz dem Vorteil eines Mercedes-Antriebs und einer Pole-Position in Spielberg bis zur zweiten Saisonhälfte auf das erste Podium warten. Im Gegensatz zum auftrumpfenden Teamkollegen Valtteri Bottas. Zum Saisonende war jedoch der "alte" Massa an der Seite seines langjährigen Intimus Rob Smedley wieder zurück. Der Brite war schon als Renningenieur bei Ferrari der engste Vertraute und siedelte mit nach Grove über. 2015 knüpfte Massa nur phasenweise an die Erfolge an, stand aber erneut zweimal auf dem Podium und wurde Sechster in der Fahrer-Gesamtwertung. 2016 ging es weiter bergab und als keine Aussicht auf ein Topcockpit mehr bestand, entschloss er sich, seine Formel-1-Karriere zu beenden.

Privat ist Massa seit vielen Jahren mit Ehefrau Raffaela glücklich. Die Ehe hat den gemeinsamen Sohn Felipe jun. hervorgebracht. Seit 2005 hält er in seiner brasilianischen Heimat regelmäßig ein Kartevent für wohltätige Zwecke ab, das "Desafio Internacional das Estrelas". Die Stars der prestigeträchtigsten Rennserien weltweit geben sich die Klinke in die Hand. Massa hat in seiner Ferrari-Zeit nicht nur Italienisch gelernt und beherrscht die Sprache fließend, er hat auf dem Stiefel auch Wurzeln: Sein Großvater siedelte aus der Region Apulien nach Brasilien über.
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Geburtsort Sao Paulo (Brasilien)
Wohnort Monte Carlo (Monaco)
Geburtsdatum 25. April 1981
Nationalität Brasilien
Größe 1,66 m
Gewicht 60 kg
Stärken - an guten Tagen fast unschlagbar
- großes Kämpferherz
- Misserfolge kratzen nicht an der Motivation
Schwächen - seit dem Unfall 2009 nicht mehr der Alte
- zu viele Fahrfehler
- muss sich wohl fühlen, um schnell zu sein
- sehr auf seinen Renningenieur angewiesen
- kein guter "Politiker"
Familienstand verheiratet mit Raffaela Massa (geborene Bassi, seit März 2013)
Sohn Felipe jun. (geboren am 30. November 2009)
Hobbies Filme, Musik, Computerspiele, Shopping
Lieblingssportarten Fußball, Wassersport
Musikgeschmack Techno und Rock
Lieblingsessen Pasta, Reis, schwarze Bohnen, Grillfleisch, Pommes frites, Sushi
Was Sie über ihn noch nicht wussten Massa ist Fan des FC Sao Paulo, hat aber auch eine Verbindung zu Fenerbahce Istanbul. Den türkischen Klub trainierte einst sein Jugendidol Zico, sein bester Freund Roberto Carlos kickte dort lange Zeit.
Was hinter der Startnummer steckt Felipe Massa legte sich als einer der ersten Fahrer auf eine Wunschnummer fest: Für den Brasilianer war schnell klar, dass es die 19 sein soll. Es ist eine Erinnerung an seine alten Karttage.
Geschätztes Jahresgehalt 4,7 Millionen Euro
Manager Nicolas Todt
Karriereweg - 4. Paulista Micro-Kart-Meisterschaft, Kategorie A (1990)
- 6. Paulista-Micro-Kart-Meisterschaft (1991)
- 3. Paulista-Micro-Kart-Meisterschaft, Kategorie Kart Junior Menor (1992)
- 4. Paulista-Micro-Kart-Meisterschaft, Kategorie Kart Junior Menor (1993)
- 2. Brasilianische Meisterschaft Kart Menor (1993)
- 6. Paulista-Kart-Meisterschaft, Kategorie Junior Menor (1994)
- 4. Schincariol-Trophy, Super Junior (1994)
- 1. First Trophy Parilla Junior (1994)
- 7. Brasilianische Junioren-Kartmeisterschaft (1994)
- 3. Paulista Formel-Kart-Meisterschaft (1995)
- 3. Brasilianische Meisterschaft Kart "Graduados" (1997)
- 1. Platz beim Granja Viana 500 (1997)
- 5. Brasilianische Formel Chevrolet (1998)
- Brasilianischer Meister Formel Chevrolet (1999)
- Meister Italienische Formel Renault (2000)
- Meister Europäische Formel Renault (2000)
- Meister Europäische Formel 3000 mit 4 Siegen (2001)
Karriere in der F1 - Sauber (2002)
- Testfahrer Ferrari (2003)
- Sauber (2004-2005)
- Ferrari (2006-2013)
- Williams (2014-2017)
Formel-1-Debüt 03.03.2002 beim GP Australien / Melbourne
Im Alter von: 20 Jahren und 313 Tagen
Erste Punkte Platz 6
17.03.2002 beim GP Malaysia / Sepang
Im 2. Rennen der Karriere
Im Alter von: 20 Jahren und 327 Tagen
Erster Sieg 27.08.2006 beim GP Türkei / Istanbul
Im 66. Rennen der Karriere
Im Alter von: 25 Jahren und 124 Tagen
Erste Pole Position 27.08.2006 beim GP Türkei / Istanbul
Im 66. Rennen der Karriere
Im Alter von: 25 Jahren und 124 Tagen
Bestes Erg. Quali Pole Position
Bestes Erg. Rennen Erster
Bestes Erg. WM 2. Platz mit 97 Punkten (Saison 2008)
Die letzten WMs
SaisonPunkteSiegePolesPod.SRs
201743
201653
20151212
Starts 269
Siege 11
Quote: 4 Prozent
Punkte 1.167
Quote: 4,34 Punkte pro Rennen
Schn. Rennrunden 15
Quote: 6 Prozent
Poles 16
Quote: 6 Prozent
Ausfallquote 14 Prozent

 

 
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