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Pirelli: Überhitzen liegt mit diesen Autos in der Natur der Sache

Pirelli-Manager Mario Isola erklärt, wieso das Überhitzen der Reifen bei den aktuellen Boliden unvermeidbar ist und wie man trotzdem 2018 dagegen vorgeht

Valtteri Bottas, Kimi Räikkönen
Laut Pirelli kann das Überhitzen beim Hinterherfahren nicht verhindert werden
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Vor der Saison 2017 gab es die Hoffnung, dass die neue Pirelli-Reifengeneration nicht mehr wie in der Vergangenheit überhitzt. Doch das war laut Pirelli-Manager Mario Isola ein Ding der Unmöglichkeit. Ursache dafür ist das neue Aerodynamik-Reglement. "Beim aktuellen Design der Autos ist es unvermeidbar, dass die Reifen überhitzen", bestätigt der Italiener. Das liege daran, dass durch die optimierte Aerodynamik der Abtrieb im Verhältnis zum mechanischen Grip deutlich zugenommen hat.

"Das Auto wird also auf den Boden gedrückt, wodurch mehr Grip generiert wird", erklärt Isola. "Wenn man bedenkt, dass das Gewicht des Autos 700 Kilo beträgt und 1.400 bis 1.500 Kilogramm nur durch den Abtrieb enstehen, dann wird klar, welche Rolle das spielt. Und wenn man dann einem anderen Auto nachfährt und Abtrieb verliert, dann rutscht man natürlich über die Reifen."

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Ziel von Pirelli war es daher, bei der Entwicklung der neuen Reifenmischungen für 2018 nicht, das Überhitzen der Reifen komplett zu verhindern, da dies laut dem Reifenhersteller gar nicht möglich ist, sondern "eine Mischung zu designen, bei der man weniger Performance verliert, wenn der Reifen überhitzt".

Das soll über ein breiteres Arbeitsfenster erreicht werden. Zur Erklärung: Der Reifen verliert also auch in einem höheren Temperaturbereich nicht so drastisch wie in der Vergangenheit an Grip. "Wir haben daher alle Arbeitsfenster überarbeitet", offenbart Isola. Als Basis für die neu entwickelten Mischungen Super-, Ultra und Hypersoft nahm man die Mischung Soft als Basis, da diese schon diese Saison über das gewünschte breitere Arbeitsfenster verfügte.

"Wir wollten dabei in die weichere Richtung gehen, ohne das breite Arbeitsfenster zu verlieren", beschreibt Isola das Ziel bei der neuen Reifengeneration für 2018. "Das sollte es einfacher machen, die Reifen zu verstehen und zu nutzen." Während die Piloten diese Saison immer wieder darüber klagten, dass die Reifen sehr schwer in das richtige Arbeitsfenster zu bringen sind, gelang Pirelli immerhin bei der Konstanz der Reifen ein Schritt in die richtige Richtung. Sie erlaubten es den Piloten, auch nach vielen Runden weiterhin zu attackieren.

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