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Pirelli zeigt die Reifen für 2018

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Brasilien-Facts: Alles, was du wissen musst!

Pat Symonds stellt die technischen Herausforderungen der Formel-1-Strecke in Interlagos vor, während Reifenhersteller Pirelli ein "intensives" Rennen erwartet

Foto 1 von 10
Wir schreiben den 45. Brasilien-GP seit 1973. Nach fünf Events in Sao Paulo wechselte das Rennen 1978 nach Jacarepagua in Rio, kam 1979 und 1980 nach Interlagos zurück, bevor man zwischen 1981 und 1989 wieder in Rio fuhr. Seit 1990 findet der Event wieder jährlich in Interlagos statt.
Wir schreiben den 45. Brasilien-GP seit 1973. Nach fünf Events in Sao Paulo wechselte das Rennen 1978 nach Jacarepagua in Rio, kam 1979 und 1980 nach Interlagos zurück, bevor man zwischen 1981 und 1989 wieder in Rio fuhr. Seit 1990 findet der Event wieder jährlich in Interlagos statt.

(Motorsport-Total.com) - Am Freitag beginnt mit dem ersten Freien Training der Grand Prix von Brasilien in Interlagos, Sao Paulo. Das Autodromo Jose Carlos Pace ist 4,309 Kilometer lang und seit 1990 Bestandteil des Formel-1-Kalenders (davor schon von 1973 bis 1980). Den Streckenrekord auf der aktuellen Variante hält Juan Pablo Montoya mit einer Bestzeit von 1:11.473 Minuten, aufgestellt 2004 auf Williams-BMW.

Mit dieser Artikelreihe, die 2017 jeden Donnerstag vor einem Grand Prix erscheint, wollen wir unsere Leser standardisiert über die wichtigsten Facts vor dem Rennwochenende informieren. Welche Reifen hat Pirelli für die Teams im Angebot? Was hat sich an der Strecke seit dem letzten Rennen verändert? Wer sind die von der FIA nominierten Rennkommissare? Und wo liegen die DRS-Zonen zum Überholen?

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Darüber hinaus bieten wir in den sogenannten "FIA-Fast-Facts" (eine diesem Artikel angefügte Fotostrecke) begleitende Informationen. Etwa: Warum haben mehrere deutsche Fahrer einen besonderen Bezug zu Interlagos und wer sind die Rekordsieger auf der Strecke?

Für die Antworten jetzt durchklicken!

Reifen

Pirelli nominierte für den vorletzten Lauf der Formel-1-Saison 2017 die Mischungen P Zero White (Medium), P Zero Yellow (Soft) und P Zero Red (Supersoft). Für den Medium ist es der letzte Auftritt in diesem Jahr. Interlagos zählt zu der kürzesten, aber auch intensivsten Strecken im Formel-1-Kalender. Das gilt sowohl für die körperliche Belastung der Fahrer als auch für die Atmosphäre.

Charakteristisch für den Kurs sind seine Hochgeschwindigkeitskurven und Höhenunterschiede. Hinsichtlich der Witterungsbedingungen müssen die Teams dort relativ häufig mit hohen Temperaturen und auch heftigen Regenfällen rechnen. Wie soft oft in dieser Saison gilt auch für das Rennwochenende in Brasilien: Die Reifen-Nominierung ist eine Stufe weicher als in den Vorjahren. Diesmal ist der Medium die härteste Slick-Mischung in Interlagos.

Reifen-Key-Facts

Die Strecke wurde erst kürzlich neu asphaltiert, wobei einige der berühmt-berüchtigten Interlagos-Dellen in der Fahrbahn beseitigt wurden.

Die Strecke wird gegen den Uhrzeigersinn befahren, der rechte Hinterradreifen am stärksten belastet.

Die schnellen Abfolgen der Kurven sowie hohe Energiemengen belasten die Reifen zusätzlich.

Die Reifen sind häufig gleichzeitig Quer- und Längskräften ausgesetzt.

Erstmals seit der Rückkehr von Pirelli in die Formel 1 wird in Brasilien die supersofte Mischung gefahren.

Force India und Sauber absolvierten nach dem Grand Prix von Mexiko mit Alfonso Celis und Charles Leclerc einen Pirelli Reifentest für 2018.

Erforderlicher Mindestdruck der Reifen am Start: 22,5 psi (Vorderreifen), 20,0 psi (Hinterreifen).

Limit für den Reifensturz: -3,25 Grad (Vorderreifen), -2,00 Grad (Hinterreifen).

Mario Isola, Leiter Automobilsport von Pirelli

"Wie bereits in Mexiko ist auch in Brasilien das nominierte Mischungs-Trio eine Stufe weicher als im Vorjahr. Wir werden daher wahrscheinlich einige neue Rundenrekorde in Interlagos sehen. Aufgrund der kurzen Strecke, der zahlreichen Boxenstopps und Überholmanöver, des begeisterten brasilianischen Publikums sowie nicht zuletzt der möglichen Wetterkapriolen sind die Rennen in Brasilien meist sehr intensiv."

"Das strategische Timing der Boxenstopps ist sehr wichtig, damit der Fahrer anschließend möglichst wenig Verkehr vor sich hat. Obwohl wir in diesem Jahr auf die harte Mischung verzichtet haben, hat kein Fahrer mehr als einen Satz der Medium-Slicks geordert. Folglich werden sie sich auf die weichen und superweichen Mischungen konzentrieren."

Strecke & Sicherheit

Stellenweise wurden zusätzliche Rillen in den Asphalt gefräst, wo sich beim Rennen im vergangenen Jahr besonders viel stehendes Wasser angesammelt hatte.

Hinter den bestehenden Kerbs wurden an den Scheitelpunkten der Kurven 2, 4, 8 und 10 zusätzliche "Baguette-Kerbs" montiert.

In den Kurven 1, 6, 8 und 10 wurden zusätzliche Reifenstapel aufgestellt.

DRS-Zonen

Beim Grand Prix von Brasilien gibt es zwei DRS-Zonen. Der Aktivierungspunkt von DRS-Zone 1 liegt 20 Meter nach Kurve 3, der zweite 60 Meter nach Kurve 15. Ob DRS ausgelöst werden darf, entscheidet sich am einheitlichen Detektionspunkt. Dieser liegt für Zone 1 am Scheitelpunkt von Kurve 2 und für Zone 2 30 Meter nach Kurve 13. Beträgt der Rückstand auf das vorfahrende Auto am Detektionspunkt weniger als eine Sekunde, darf DRS aktiviert werden.

Boxengassen-Speedlimit

80 km/h für Freie Trainings, Qualifying und Rennen. Ohne Ausnahmen.

FIA-Rennkommissare

Paul Gutjahr ist Präsident des ASS (Auto Sport Schweiz). Er begann seine Karriere als Rennfahrer in den 1960er-Jahren auf Alfa Romeo, Lancia, Lotus und Porsche, später fuhr er für das March-Team Formel 3. In den frühen 1970er-Jahren wurde er Präsident des Berner Automobilklubs und organisierte als solcher zahlreiche Veranstaltungen. Von 1980 bis 1982 war er Präsident des Organisationskomitees des Schweiz-Grand-Prix in Dijon. Bereits seit 1995 ist er als Rennkommissar in der Formel 1 tätig und zählt in dieser Funktion zu den erfahrensten FIA-Leuten.

Silvia Bellot begann ihre Karriere als Rennkommissar 2001 im Alter von nur 16 Jahren. Seither war sie unter anderem in der Rallye-WM, der DTM und der Renault-World-Series sowie in einigen kleineren Serien als Funktionär tätig. 2009 absolvierte sie die FIA-Ausbildung, um auch in der GP2 und Formel 1 Rennkommissarin werden zu können. Beim Grand Prix der Türkei 2011 erhielt sie für ihre außergewöhnliche Karriere einen Ehrenpreis. Derzeit ist sie in der Formel 2, der GP3, der WTCC und der Formel 1 Rennkommissarin. Darüber hinaus ist sie Mitglied der FIA-Kommission für Frauen im Motorsport und sie arbeitet in Sachen Veranstaltungsorganisation eng mit dem RACC, dem Circuit de Barcelona-Catalunya und dem spanischen Verband zusammen.

Derek Warwick hat in seiner aktiven Formel-1-Karriere zwischen 1981 und 1993 146 Rennen bestritten, für Teams wie Toleman, Renault, Brabham, Arrows und Lotus. Viermal stand er auf dem Podium, zweimal schaffte er eine schnellste Rennrunde. 1992 war er auf Peugeot Sportwagen-Weltmeister und er gewann die 24 Stunden von Le Mans. Seit mehreren Jahren ist der heutige Präsident des britischen Rennfahrerklubs BRDC immer wieder Experten-Rennkommissar in der Formel 1.

Der vierte Rennkommissar für Sao Paulo wird vom nationalen Verband in Brasilien gestellt.

Eine Runde mit Pat Symonds

"Interlagos ist eine schwierige Strecke. Für den letzten Sektor und den ersten Sektor bis Kurve 5 brauchst du eine gute Höchstgeschwindigkeit und wenig Luftwiderstand. Aber zwischen Kurve 5 und der letzten Kurve liegen viele langsame Kurven. Wenn du dein Auto mit zu flachen Flügeln abstimmst, musst du im letzten Sektor sehr auf die Reifen aufpassen."

"Die wichtigste Kurve ist die Zielkurve, Kurve 12, wo du unbedingt einen guten Ausgang benötigst. Der definiert nämlich die Geschwindigkeit entlang der Boxengasse bei Start und Ziel, wo man am besten überholen kann. Ohne gute Traktion aus dieser letzten Kurve heraus, zum Beispiel wenn die Hinterreifen abbauen, bist du sehr angreifbar."

"Die Bodenwellen sind nicht mehr so schlimm, wie sie schon einmal waren. Besonders im Regen war es extrem; die Drainagen in Kurve 3 waren früher nicht zeitgemäß. Für die Reifen ist die Belastung überschaubar. Es kann kühl sein und du musst das Graining der Vorderreifen im Auge behalten, aber prinzipiell ist das halb so wild."

"Dafür ist das Wetter ein unberechenbarer Faktor. Wir hatten schon ein paar Regenrennen dort, zum Beispiel 2016. Und wenn es regnet, dann meist unerwartet. Ich erinnere mich, dass wir vor ein paar Jahren im Sonnenschein auf dem Grid gestanden sind - und beim Start hat es dann wirklich heftig geregnet. Die Vorwarnzeit ist sehr kurz, aber wenn es regnet, dann meistens richtig."

Zeitplan und Teilnehmer der FIA-Pressekonferenzen

Donnerstag, 11:00 Uhr Ortszeit (14:00 Uhr MEZ):
Marcus Ericsson (Sauber)
Felipe Massa (Williams)
Lance Stroll (Williams)
- - -
Brendon Hartley (Toro Rosso)
Esteban Ocon (Force India)
Kimi Räikkönen (Ferrari)

Freitag, 16:00 Uhr Ortszeit (19:00 Uhr MEZ):
Yusuke Hasegawa (Honda)
Paddy Lowe (Williams)
Franz Tost (Toro Rosso)
Frederic Vasseur (Sauber)

Unmittelbar nach Qualifying und Rennen:
Die Top 3 des Qualifyings beziehungsweise Rennens.

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