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Red Bull droht McLaren: Vier Teams für Renault unmöglich

Eine Ehe zwischen Toro Rosso und Honda scheint für McLaren der einzige Ausweg aus dem Antriebsdilemma: Der Red-Bull-Teamchef weiß, dass die FIA mitspielt

Christian Horner, Cyril Abiteboul
Christian Horner und Cyril Abiteboul: Bei Red Bull und Renault wird fleißig gepokert
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Red-Bull-Teamchef Christian Horner schließt aus, dass Antriebspartner Renault in der kommenden Formel-1-Saison vier Mannschaften mit Motoren beliefern könnte - und schlägt somit die Türe für einen potenziellen Deal der Franzosen mit McLaren zu, sofern sich nicht etwas im Falle Toro Rosso tut. Im Gespräch mit 'Sky Sports F1' wird der Brite deutlich: "Ich denke nicht, dass sie ein viertes Team ausstatten können. Sie haben gar nicht die Kapazitäten dafür", schätzt Horner die Lage ein.

Außerdem müsste Renault eine Sondergenehmigung der FIA für den neuen Kunden einholen, nachdem eine entsprechende Nennfrist im Mai abgelaufen ist. Da der Automobil-Weltverband daran interessiert ist, so viele konkurrenzfähige Starter wie möglich auf die Meldeliste zu setzen, scheint es sich um eine Formalie zu handeln. Nicht aber, wenn der vierte Hybridzulieferer rausgekegelt würde.

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Horner warnt vor den Konsequenzen einer McLaren-Renault-Ehe: "Ein solcher Schritt würde Honda aus der Formel 1 werfen. Das ist nur schwer vorstellbar." Es sei denn, Toro Rosso einigt sich auf einen Deal mit den Japanern und schafft so eine zusätzliche Perspektive für Red Bull in der Saison 2019. Horner deutet an, dass im Juniorteam schnell Nägel mit Köpfen gemacht werden sollten.

Motoren-Mogelpackungen in der Formel 1

Nicht drin, was draufsteht: Seit 1960 kratzen Teams die Logos der Motoren-Hersteller ab und benennen sie um - wie Red Bull 2016 mit TAG Heuer


14.01.2016
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Red Bull fährt in der Saison 2016 nicht mit Schweizer Luxusuhren im Heck, sondern wie gewohnt mit einem Hybridmotor und Renault-Power. Das hält die Österreicher nicht davon ab, die Antriebe des jüngst in Ungnade gefallenen Lieblingspartners nach dem neuen Premiumsponsor TAG Heuer zu benennen. Was nach einer Schnapsidee klingt, gab es in der Formel schon häufig. Wir haben unsere Datenbank bemüht und entlarven die Motoren-Mogelpackungen der Königsklasse.
Red Bull fährt in der Saison 2016 nicht mit Schweizer Luxusuhren im Heck, sondern wie gewohnt mit einem Hybridmotor und Renault-Power. Das hält die Österreicher nicht davon ab, die Antriebe des jüngst in Ungnade gefallenen Lieblingspartners nach dem neuen Premiumsponsor TAG Heuer zu benennen. Was nach einer Schnapsidee klingt, gab es in der Formel schon häufig. Wir haben unsere Datenbank bemüht und entlarven die Motoren-Mogelpackungen der Königsklasse.

"Die Zeit ist fortgeschritten und die Fahrzeugdesigns für das kommende Jahr nehmen immer konkretere Formen an. Wenn man den Motorenpartner wechselt, muss es innerhalb weniger Wochen passieren", macht er Druck. Übrigens: Ein Vetorecht gegen Renaults Anbandeln mit McLaren hätte Red Bull nicht: "Jegliche Entscheidung, wie viele Teams sie beliefern, liegt bei ihnen", sagt Horner über die Franzosen, um durchblicken zu lassen, dass es Verwicklungen seiner Truppe gibt.

Bei den Angelegenheiten des Ex-Lieblingspartners spricht Red Bull offenbar mit: "In unserem Vertrag sind gewisse Klauseln", bleibt Horner vage. Gut möglich, dass es um eine Retourkutsche für die von McLaren initiierte Honda-Absage an die Österreicher im Jahre 2015 geht. "Wir haben vor ein paar Jahren eine Lektion mit Ron Dennis gelernt", deutet Horner an. Der Patron ist in Woking allerdings nicht mehr an Bord.

Renault beliefert derzeit neben dem eigenen Werksteam und Red Bull auch dessen Ableger Toro Rosso. Es kursieren Gerüchte, dass Honda zum Junior-Rennstall aus Faenza wechseln und so für die nötigen Kapazitäten für einen McLaren-Deal sorgen würde.

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