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Wurz' Testcrash in Le Castellet: Plötzlich kein Bremspedal mehr

Vor dem Comeback der Formel 1 nach Le Castellet: Ex-Pilot Alex Wurz erinnert sich an seinen Horrorcrash im Jahr 2005 - Auf einmal fehlte die Hälfte des Autos

Alexander Wurz
Wurz stellte 2005 mit seinem Unfall in Le Castellet einen traurigen Rekord auf
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - 2018 wird die Formel 1 nach langjähriger Pause wieder in Le Castellet gastieren. Im vorläufigen Rennkalender für die kommende Saison ist der Große Preis von Frankreich auf dem Circuit Paul Ricard für den 24. Juni vorgesehen. Auf dem Kurs fand in den Jahren 1971 bis 1990 bereits 14 Grands Prix statt. Von 1991 bis 2008 fand das Rennen in Magny Cours statt. Danach dienste es der Königsklasse ausschließlich als Teststrecke.

Ex-Formel-1-Pilot Alexander Wurz hat nicht nur gute Erinnerungen daran. Bei Testfahrten in Le Castellet im Jahr 2005 erlebte der heutige Präsident der Fahrergewerkschaft GPDA den wohl schwersten Unfall seiner Karriere und schrieb damit traurige Geschichte. "Es ist ein weiterer unglücklicher Rekord, den ich halte. Denn es war der schnellste Unfall und Aufprall, von dem ein Formel-1-Fahrer jemals unverletzt davonkam", blickt Wurz zurück.

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Der Einschlag passierte bei 304 km/h. Wurz war damals offizieller Test- und Ersatzfahrer bei McLaren-Mercedes. Das Auto des Österreichers wurde bei dem Unfall in mehrere Teile zerfetzt und schlug so hart in die seitlichen Barrieren ein, dass der Testbetrieb aus Sicherheitsgründen auf eine andere Streckenvariante verlagert werden musste. Im einem Interview mit McLaren lässt Wurz den Horror-Crash noch einmal Revue passieren.

Wurz erinnert sich: "Oh, es gibt gar kein Bremspedal mehr"

Der 43-Jährige war damals auf einer sehr weichen Reifenmischung, mit der er zuvor breits einen Rundenrekord ausgestellt hatte. "Ich wusste daher, dass es der beste Testreifen war. Ich wollte eine weitere Rekordrunde fahren. Deshalb ging ich mit den Reifen auf der Outlap sehr behutsam um und fuhr dann über Start-Ziel in die schnelle Schikane mit viel Abtrieb", erklärt Wurz, dessen Zeitenjagd jedoch ein jähes Ende fand.

Alex Wurz: Eine bewegte Karriere

Österreichs Ex-Formel-1-Pilot und Le-Mans-Sieger Alex Wurz beendet seine Karriere - ein Rückblick


10.11.2015
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Alex Wurz hat seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport bekanntgegeben. Wir lassen die bewegte Karriere des Österreichers Revue passieren, der sich vom BMX-Weltmeister zur Formel-1-Sensation hinaufarbeitete - und so nebenbei zwei Mal die 24 Stunden von Le Mans gewann.
Alex Wurz hat seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport bekanntgegeben. Wir lassen die bewegte Karriere des Österreichers Revue passieren, der sich vom BMX-Weltmeister zur Formel-1-Sensation hinaufarbeitete - und so nebenbei zwei Mal die 24 Stunden von Le Mans gewann.

"Unter dieser ersten Belastung ist der Reifen dann bereits kollabiert. Ich schoss geradeaus in die Wand - mit den Beinen voran. Es war ein harter Aufprall. Ich wusste nicht, was passiert", schildert Wurz die Sekunden des Crashs. "Ich rutschte einfach nur und wollte bremsen, das ist ja dein erster Instinkt. Ich versuchte also, das Bremspedal durchzutreten, bis ich merkte: 'Oh, es gibt gar kein Bremspedal mehr, weil die Frontpartie des Autos fehlt.'"

Der Formel-1-Bolide war in mehrere Teile zerrissen, schlitterte aber dennoch weiter und weiter: "Ich drehte mich noch immer weg von der Rennstrecke, weitere 400 Meter vom ersten Aufprall entfernt, ohne Räder am Auto. Und ich hoffte nur, dass ich nicht mit den Beinen zuerst einschlage. Denn dann hätte ich einen Johnny Herbert Moment gehabt." Dieser hatte sich 1998 bei einem Crash in Brands Hatch die Füße mehrfach gebrochen.

Wurz prallte jedoch rückwärts auf und konnte das Cockpit ohne Verletzungen verlassen. Als er von der Unfallstelle weglief, sei der damalige Manager des Testteams Indy Lall auf ihn zugekommen. "Er war etwas aufgelöst. Denn es sah aus wie ein Flugzeugabsturz", weiß Wurz und verblüffte Lall mit seiner Reaktion. "Ich sagte nur: 'Okay, ist das nächste Auto bereit? Ich kann weitermachen.'" Das nennt man dann wohl Glück im Unglück.

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