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Ferrari-Test für Leclerc: Lohn nach zwei Schicksalsschlägen

Formel-2-Spitzenreiter Charles soll von Ferrari mit einem Formel-1-Test belohnt werden: Der Monegasse wurde zuletzt mit zwei harten Schlägen konfrontiert

Charles Leclerc
Charles Leclerc gehört zum Nachwuchsprogramm von Ferrari
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die starken Leistungen von Charles Leclerc haben ihm einen Test bei Ferrari eingebracht. Laut britischen Medienberichten soll der Monegasse bei den Testfahrten nach dem Großen Preis von Ungarn einen Tag im SF70H absolvieren dürfen. Leclerc gehört der Ferrari-Juniorakademie an und dominiert die Formel-2-Serie in dieser Saison nach Belieben.

Der amtierende GP3-Meister konnte sich bislang in jedem Qualifying die Pole-Position sichern, bereits fünf Rennsiege feiern und einen gewaltigen Vorsprung von 67 Punkten herausfahren - damit ist Leclerc auf bestem Wege, erster Rookie-Champion der höchsten Nachwuchsklasse unterhalb der Formel 1 seit Nico Hülkenberg zu werden, der 2009 die GP2-Serie für sich entscheiden konnte.

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Leclerc ist in der Königsklasse übrigens kein Unbekannter. Der 19-Jährige war in der Vorsaison bereits Testfahrer des Haas-Teams und durfte für die Amerikaner sogar vier Freitagseinsätze im Rahmen eines Grand-Prix-Wochenendes fahren. Bei Ferrari könnte er nun den nächsten Schritt machen, um sich langfristig in den Fokus der Italiener zu spielen, die große Stücke auf ihn halten.

Erste Fahrt auf der Kartbahn von Bianchi

Der Monegasse stammt aus einer Rennfahrer-Familie. Bereits sein Vater war Rennfahrer und fuhr einige Formel-3-Rennen mit mäßigem Erfolg. Dessen bester Freund hieß übrigens Philippe Bianchi - der Vater des verstorbenen Formel-1-Piloten Jules Bianchi, mit dem Leclerc eine gute Freundschaft verband. Auf der Kartstrecke der Familie Bianchi lernte Leclerc auch seine ersten Schritte im Motorsport - damals war er drei Jahre alt.

"Meine ersten Runden drehte ich hinter dem Kart von Jules Vater", erinnert sich der Youngster gegenüber dem Blog des Journalisten James Allen. "Mein Kart hing an einem Seil hinter seinem Kart, damit ich die Grundlagen kennenlernte. Ich bin eine halbe Runde gefahren, dann nahm er das Seil ab - und so hat alles angefangen." In der folgenden Zeit kamen Leclerc und sein Vater jede Woche zur Kartstrecke, um zu fahren. Immer an seiner Seite war Jules Bianchi.

Der Franzose agierte als sein Mentor und war bei Leclercs erstem Kartrennen auch sein Mechaniker. "Er hat mir von Beginn an eine Menge beigebracht, was mir geholfen hat, schneller als die anderen zu arbeiten", sagt der 19-Jährige. 2011 spielte Bianchi auch eine große Rolle dabei, dass Manager Nicolas Todt Leclerc aufnahm, weil er seine Karriere aufgrund von Sponsorenproblemen ansonsten hätte beenden müssen - Bianchi gehörte damals ebenfalls zum Stamm von Todt.

Wenn Vater und Mentor nicht mehr da sind ...

Natürlich traf es Leclerc sehr hart, als Bianchi beim Großen Preis von Japan 2014 verunglückte und heute vor genau zwei Jahren schließlich verstarb. "Jules war für mich wie ein Familienmitglied. Mein Bruder war sein bester Freund, von daher war es wirklich hart", sagt er. "Er hat mir enorm geholfen, in diese Welt zu kommen."

Erst vor wenigen Wochen musste Leclerc den nächsten Schicksalsschlag hinnehmen. Sein Vater starb wenige Tage vor dem Formel-2-Event in Baku. Doch der Monegasse ließ sich davon nicht aus der Bahn werfen. Mit dem Schriftzug "Je t'aime papa" ("Ich liebe dich, Papa"; Anm. d. Red.) auf Auto und Helm raste er in Baku zur Pole-Position und einen Tag später auch zum Sieg im Hauptrennen. "Ich habe mir gesagt, dass mein Vater glücklich wäre, wenn ich eine gute Leistung zeige und nicht darüber nachdenke", meint er, wie er den Schock mental verarbeiten konnte. "Ich habe einfach versucht, für ihn mein Bestes zu geben."

Sorgfältiger Aufstieg mit Ziel Formel 1

Sein nächstes Ziel lautet Formel-2-Titel - und danach der Aufstieg in die Formel 1. Diesem Denken hat er alles untergeordnet. Im Gegensatz zu anderen Piloten wie Max Verstappen will Leclerc dabei aber nichts überstürzen. "Wenn ich in die Formel 1 gehe, möchte ich zu 200 Prozent bereit sein. Darum haben wir so viele Schritte in den Nachwuchsserien gemacht. Ich habe mehr oder weniger ein Jahr in jeder Serie gemacht, die ich für nützlich erachte."

"Ich denke, dass es eine gute Entscheidung war", sagt er. Seine Erfolgsbilanz kann sich auf jeden Fall sehen lassen: 2014 wurde er Vizemeister in der Formel Renault 2.0, ein Jahr darauf auf Anhieb Vierter in der umkämpften Formel-3-Europameisterschaft. 2016 gewann er auf Anhieb die GP3-Serie und schickt sich an, in diesem Jahr das Gleiche in der Formel 2 zu schaffen. Das dürfte nicht nur Ferrari mitbekommen haben.

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