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Windschatten-Zoff: Kwjat geht verbal auf Teamkollege Sainz los

Dicke Luft bei Toro Rosso: Daniil Kwjat ist mit der Kritik von Carlos Sainz nach dem Qualifying nicht einverstanden und wirft ihm durch die Blume vor, feige zu sein

Daniil Kwjat, Carlos Sainz
Die Stimmung zwischen Daniil Kwjat und Carlos Sainz war schon besser ...
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Ein Wochenende zum Vergessen für Toro Rosso: Die "Jungbullen" gingen in Kanada nach einem Doppelausfall nicht nur komplett leer aus, auch hinter den Kulissen scheint es heftig zu brodeln. Auslöser des internen Streits ist das Qualifying am Samstag. Carlos Sainz fühlte sich benachteiligt, weil er Daniil Kwjat mehrfach einen Windschatten geben musste, der Russe ihn im Gegenzug allerdings bei keinem einzigen Versuch unterstützte. Jetzt schießt Kwjat zurück - mit ziemlich deutlichen Worten.

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"Ich habe an den Daten gesehen, dass ich im Qualifying durch den Windschatten überhaupt keinen Vorteil hatte", erklärt der 23-Jähirge und ergänzt: "Wenn man seine und meine beste Runde aus dem Qualifying gegenüberstellt, dann haben wir exakt den gleichen Topspeed." Die Behauptung, dass das Team ihn am Samstag bevorzugt habe, will er aber auch aus einem anderen Grund so nicht stehenlassen.

"Wir rotieren", verrät Kwjat und erklärt: "In einem Rennen bin ich dahinter, und im nächsten ist er hinten. In Baku hätte er eigentlich den Windschatten bekommen, aber jetzt bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich das machen möchte ..." Der ehemalige Red-Bull-Pilot ergänzt: "Nach seinen Kommentaren weiß ich nicht, ob wir im Qualifying weiterhin zusammenarbeiten sollten."

Dem Russen stößt dabei vor allem sauer auf, dass Sainz am Samstag den Weg über die Medien wählte. "Wenn er noch irgendwelche Fragen hat, dann kann er jederzeit zu mir kommen und mit mir reden - wenn er den Mut dazu hat. Wenn ihm der Mut dazu fehlt, dann redet er mit euch", stichelt Kwjat und fügt hinzu, dass Sainz sich in seinen Augen nicht seines Alters entsprechend verhalten habe.

GP Kanada, Highlights 2017

Das Formel-1-Rennen in Montreal: Hamiltons emotionale Momente und eine verweigerte Teamorder bei Force India


10.-11.06.2017
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Mercedes schlägt zurück: Nach dem (Set-up-bedingten) Durchhänger in Monaco feiern Lewis Hamilton und Valtteri Bottas ihren ersten Doppelsieg als Teamkollegen. Für Hamilton ist es der sechste Triumph in Montreal, zehn Jahre nach seinem Debütsieg an gleicher Stelle. Und Bottas steht beim fünften Start zum dritten Mal auf dem Podium.
Mercedes schlägt zurück: Nach dem (Set-up-bedingten) Durchhänger in Monaco feiern Lewis Hamilton und Valtteri Bottas ihren ersten Doppelsieg als Teamkollegen. Für Hamilton ist es der sechste Triumph in Montreal, zehn Jahre nach seinem Debütsieg an gleicher Stelle. Und Bottas steht beim fünften Start zum dritten Mal auf dem Podium.

Intern wurde bei Toro Rosso übrigens noch am Samstagabend über die Situation im Qualifying gesprochen. Was genau dort beschlossen wurde, ist allerdings unklar. "Das bleibt innerhalb des Teams", blockt Sainz ab und erklärt: "Ich habe meine Meinung über die Situation gesagt. Ich hatte den Eindruck, dass es mir gegenüber eindeutig unfair war - besonders auf dieser Strecke."

Der Spanier erklärt lediglich, dass man "eine Lösung gefunden" habe. Und für Kwjat gibt es laut eigener Aussage sowieso keinen Gesprächsbedarf mehr. "Es ist alles geklärt", meint der Russe, der am Kanada-Wochenende verbal gleich mehrfach um sich schoss. Den Rennkommissaren hatte er nach dem Rennen bereits vorgeworfen, ihren Job nicht richtig zu machen ...

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