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Ecclestone: Liberty-Chef hat kein Interesse an der Formel 1

Bernie Ecclestone unterstellt Liberty-Chef John Malone, dass dieser die Formel 1 sofort verkaufen würde, solange nur der Preis stimmt

John Malone
John Malone ist Chef von Liberty Media und somit Chase Careys Vorgesetzter
© Liberty Media

(Motorsport-Total.com) - Bernie Ecclestone kann bei seinem ersten Paddock-Besuch 2017 in Bahrain der Versuchung nicht widerstehen, den einen oder anderen Nadelstich gegen seine Nachfolger in der Führung der Formel 1 zu setzen. Nachdem er bereits am Freitag das Geschäftsgebaren von Chase Carey indirekt kritisiert hatte, unterstellt er dessen Chef John Malone nun, im Grunde genommen wenig Interesse am Grand-Prix-Sport zu haben.

"John Malone", sagt Ecclestone der 'Mail on Sunday', "ist ein sehr gerissener Geschäftsmann. Wenn ihm jemand ein Angebot über mehr Geld macht, dann würde er verkaufen." Das wäre dann allerdings ein ganz schöner Brocken, denn das Formel-1-Imperium wurde durch den Verkauf an Liberty Media mit umgerechnet rund 7,5 Milliarden Euro bewertet.

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Malone aber interessiere sich gar nicht für die Formel 1, "sondern ihn interessiert nur ein Produkt, das für ihn funktioniert. Er kam nicht einmal zum Rennen in Austin, obwohl das vor seiner Haustür war", sagt Ecclestone.

Allerdings spricht ausgerechnet das von ihm kritisierte Geschäftsgebaren von Liberty dagegen, dass das Unternehmen nur aufgrund kurzfristiger Gewinne in die Formel 1 eingestiegen sein könnte. Denn anstatt auf Gewinnmaximierung zu setzen, vertrauen die neuen Eigentümer auf Maßnahmen, die den Sport nachhaltig entwickeln sollen. Man denke nur an die gelockerte Social-Media-Policy.

Bei Liberty nimmt man Ecclestones kleine Nadelstiche ohnehin nicht ernst. Gegenüber der 'Mail on Sunday' stellt ein Sprecher klar, dass das Unternehmen schon immer auf langfristige Investments gesetzt habe. Einziges Ziel sei daher, die Formel 1 nachhaltig wachsen zu lassen.

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