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Aus für Malaysia-Grand-Prix: Liberty stärkt Europa-Rennen

Die Formel 1 fährt 2018 nicht mehr in Sepang und verabschiedet sich ein Jahr früher als erwartet - Liberty will Platz für neue Events und Traditionsstrecken schaffen

Sepang, Malaysia
Für Malaysia fällt 2017 die letzte Zielflagge: Das ist jetzt auch offiziell
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Der Malaysia-Grand-Prix wird schon ab der kommenden Saison kein Bestandteil des Formel-1-Kalenders mehr sein. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung Liberty Medias hervor. Das Aus des Rennens auf dem Sepang International Circuit vor den Toren Kuala Lumpurs kommt damit ein Jahr früher als erwartet. Die Organisatoren hatten noch vor einigen Monaten zwar ihren Rückzug angekündigt, ihren bis einschließlich 2018 laufenden Vertrag jedoch erfüllen wollen.

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Nun scheint der neue Mehrheitseigner durchgegriffen und mit seinen Reformvorhaben begonnen zu haben. "Es ist stets traurig, sich von einem Mitglied der Formel-1-Familie zu verabschieden", lässt sich Marketingchef Sean Bratches zitieren und verweist auf das Vorhaben, mit neuen Events für mehr Spektakel sorgen zu wollen: "Wie wir in Melbourne haben verlauten lassen, haben wir große Pläne, wenn es darum geht, Fans weltweit näher als jemals zuvor an den Sport heranzubringen."

Ob damit neue Grands Prix in Nordamerika oder spektakuläre Stadtrennen bei Nacht gemeint sind, wie sie Liberty ins Auge gefasst hat, lässt Bratches offen. Klar ist aber, dass das Malaysia-Aus eine Stärkung der europäischen Events bedeutet. Der Marketingchef erwähnt explizit die Rückkehr auf den Hockenheimring und in das französische Le Castellet als wichtige Bestandteile des 2018er-Kalenders, der mit 21 Terminen auskommen soll. Das heißt: Weitere Streichungen wird es nicht geben.

Formel-1-Strecken 2016: Sepang

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29.09.2016
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Tropenhitze, hohe Luftfeuchtigkeit und die leckersten Currys des Formel-1-Jahres: Dafür war der seit 1999 ausgetragene Malaysia-Grand-Prix in Sepang immer bekannt. 2016 präsentiert der Kurs 60 Kilometer vor den Toren der Hauptstadt Kuala Lumpur eine neue Herausforderung: Es wurde kräftig umgebaut.
Tropenhitze, hohe Luftfeuchtigkeit und die leckersten Currys des Formel-1-Jahres: Dafür war der seit 1999 ausgetragene Malaysia-Grand-Prix in Sepang immer bekannt. 2016 präsentiert der Kurs 60 Kilometer vor den Toren der Hauptstadt Kuala Lumpur eine neue Herausforderung: Es wurde kräftig umgebaut.

Aus Malaysia heißt es, der Abschied von der Formel 1 hätte mit finanziellen Verlusten zu tun. Premierminister Najib Razak wird von der Nachrichtenwebseite 'bernama.com' zitiert: "Die Regierung musste hohe Kosten für die Organisation auf sich nehmen, während die Erträge immer weniger wurden - in Form von Zuschauern, Besuchern und Touristen aus dem Ausland." Zu den Problemen hätte beigetragen, dass sich mittlerweile sechs Asien-Grand-Prix im Kalender befinden und nicht mehr nur zwei, wie es bei der ersten Austragung in Sepang im Jahr 1999 der Fall gewesen war.

Es ist davon auszugehen, dass der staatliche Ölkonzern Petronas, der als Sponsor sowie als Öl- und Schmierstoffpartner des Mercedes-Werksteams auftritt, in die Entscheidung involviert ist. Direkte Auswirkungen auf das Engagement bei den Silberpfeilen sind nicht abzusehen, schließlich war das Malaysia-Aus seit geraumer Zeit beschlossene Sache und bezüglich der Partnerschaft nie Thema.

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