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Familiensache: Brabham will zurück in die Formel 1

Sollte der Rechtsstreit um die Namensrechte an einem Team beigelegt sein, will David Brabham eine Rückkehr prüfen - Nächste Generation in den Startlöchern

Nelson Piquet Jun.
Erinnerungen werden wach: Brabham sorgte für legendäre Formel-1-Momente
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Einige Namen mit großer Tradition haben sich in den vergangenen Jahren aus der Formel 1 verabschiedet - so wie Tyrell oder Lotus. Während die insgesamt viermalige Weltmeister-Truppe aus Surrey gänzlich von der Bildfläche verschwunden ist, hat es der legendäre Rennstall des unvergessenen Colin Chapman zumindest dem Namen und dem Design nach zurück in die Königsklasse geschafft. Dass das Projekt mit dem Grand-Prix-Sieg in Abu Dhabi neuen Glanz erhielt, ruft Nacheiferer auf den Plan.

Und die kommen aus Australien. "Es ist Moment ein heikles Thema, aber es gibt eine Möglichkeit einer Rückkehr", überrascht David Brabham im Gespräch mit der brasilianischen Webseite 'Totalrace'. Dem Sohn von Gründer Jack und Ex-Formel-1-Rennfahrer, der aktuell als Pilot in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) unterwegs ist, stellen sich jedoch noch Hürden in den Weg. "Es gibt das Dilemma hinter den Kulissen wegen der Namensrechte", erinnert Brabham.

Familie will Perspektiven ausloten

Gemeint ist ein Rechtsstreit, der offenbar zwischen seiner Familie und einer weiteren Partei, die die Namensrechte für sich beansprucht, im Gange ist. "Die Sache ist zu 98 Prozent gelöst und sobald wir bei 100 Prozent sind, werden wir sehen, was wir tun können", legt Brabham ein baldiges Ende eines laufenden Gerichtsverfahrens nahe. Offen lässt er aber, welche Pläne genau in Australien geschmiedet werden.

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Er betont, dass vielleicht nicht mehr viel Zeit bleibt, um das mit drei WM-Kronen dekorierte Familienoberhaupt an diesem Vorhaben teilhaben zu lassen. "Mein Vater hat jetzt 86 Jahre auf dem Buckel und wird langsam alt", spricht David über die Rennlegende und traut ihm zu, bei einer eventuellen Rückkehr in die Formel 1 zumindest präsent zu sein: "Er ist allgemein nicht in schlechtem Zustand und ist ein verdammt interessierter Motorsport-Beobachter geblieben."

Nächste Generation im Anmarsch

David Brabham
David Brabham scheint daran interssiert, in die Formel 1 zurückzukehren
© xpbimages.com

Das Brabham-Projekt könnte eine Familienangelegenheit bleiben, denn die nächste Generation klopft bereits an die Tür: Davids 18-jähriger Neffe Matthew gewann in der abgelaufenen Saison das nordamerikanische F2000-Championat, sein Sohn Sam beginnt in Großbritannien mit dem Kartsport. "Die Brabham-Familie werkelt also fleißig an ihrer Geschichte", freut sich der Australier und die Fortsetzung der Saga. Die Brabhams könnten somit die ersten sein, die Piloten aus drei Generationen in der Formel 1 an den Start bringen.

Zum letzten Mal war ein Brabham in der Saison 1992 ind er Königsklasse gemeldet, als Damon Hill für das Team Motor Racing Developments zwei Grands Prix bestritt. Zuvor hatte die Mannschaft vier Weltmeistertitel bei den Fahrern und zwei bei den Konstrukteuren eingefahren. Für den Rennstall griffen seit dem Jahr 1962 Stars wie Graham Hill, Denny Hulme, Niki Lauda oder Nelson Piquet ins Lenkrad. Insgesamt weist die Statistik 402 Starts, 35 Rennsiege und 40 Pole-Positions aus.

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