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Monza: McLaren knapp vor Ferrari

Lewis Hamilton fährt in Monza zur Tagesbestzeit am Freitag - Ferrari stark, aber mit Technikproblemen an Alonsos Auto - Mercedes mit gutem Rennspeed

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton zeigte allen Konkurrenten am Nachmittag das Heck seines McLaren
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 ist nach den Wetterkapriolen von Spa-Francorchamps wieder zur Normalität zurückgekehrt. Die Teams konnten am Freitag in Monza wichtige Trainingssessions bei besten Bedingungen absolvieren. Vor allem am Nachmittag dürften die Mannschaften wichtige Erkenntnisse gewonnen haben, denn die Wetterlage war so stabil wie selten. Die Temperaturen der Luft von anfangs 27 Grad Celsius und der Strecke (40° C) stiegen im Verlauf der Session gerade einmal um ein Grad an.

Es gab somit beste Voraussetzungen für die wichtige Optimierung der speziellen Monza-Aerodynamikpakete, die fast alle Teams mit in den Highspeed-Tempel der Formel 1 brachten. Zeigte sich am Morgen Michael Schumacher im Mercedes in Bestform, so war es am Nachmittag Lewis Hamilton im McLaren. Der Brite umrundete den Kurs im königlichen Park in 1:25.290 Minuten, sein Teamkollege Jenson Button (+0,038 Sekunden) rundete das gute Ergebnis auf Platz zwei ab. Der neue Heckflügel funktioniert offenbar prächtig.

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Gehen die britischen Silberpfeile somit als Favorit in die weiteren Sessions des Wochenendes? Nein, denn von Ferrari und Mercedes konnte man am Nachmittag nicht alles sehen. Die Italiener hatten erneut Sorgen am Auto von Fernando Alonso. Der Spanier musste seinen F2012 nach einer Stunde mit einem Getriebeproblem abstellen, nachdem es zuvor einen Defekt am Bremssystem gegeben hatte. Alonso hatte am Freitag die Seuche: Am Morgen hatte der Motor den Dienst quittiert.

Trotz aller Probleme wurde Alonso am Ende des Tages mit seiner besten Rundenzeit von 1:25.348 Minuten auf dem starken dritten Rang geführt. Der Spanier hatte nur 0,058 Sekunden Rückstand auf die Tagesbestzeit. Bei Teamkollege Felipe Massa lief hingegen alles nach Plan. Der Brasilianer spulte satte 43 Runden ab und deutete den Ferrari-Speed in 1:25.430 Minuten an. Das Tempo auf längeren Runs war bei den Italienern allerdings nicht sonderlich überzeugend.

Schumacher voller Zuversicht

Licht und Schatten gab es am Nachmittag bei Mercedes. An beiden Autos funktionierte das DRS nicht wunschgemäß, sodass Nico Rosberg (5./+0,156 Sekunden) und Michael Schumacher (10./+0,804) sicherlich nicht das volle Potenzial ihres Pakets ausschöpfen konnten. Am Fahrzeug des Rekordchampions war zwischenzeitlich zusätzlich die Telemetrie defekt. Überzeugend war der Rennspeed der Silberpfeile. Schumacher markierte am Ende der Session bei einem langen Run reihenweise starke Zeiten.

"Es sieht sicherlich besser aus als in den beiden vergangenen Rennen in Ungarn und Belgien. Hier haben wir aber natürlich auch ein spezielles Monza-Paket. Das scheint uns näher an die Spitze herangebracht zu haben", analysiert Schumacher nach einem erfolgreichen Tag. Sein Renntempo beeindruckte viele Beobachter, aber nicht alle. "Andere mögen im Moment etwas schneller sein als du, aber die haben nicht so viel Benzin dabei", funkte man Button ins Cockpit, als dieser sich über den Schumacher-Speed wunderte.

Das großartige Tempo bei einer Konfiguration mit vollen Tanks konnte Kimi Räikkönen am besten mitgehen. Der Lotus-Superstar (6./+0,214) war oftmals auf der letzten Rille unterwegs und leistete sich einen kräftigen Ausritt am Ende der schnellen Ascari-Schikane, aber der Speed passte. Der Finne überzeugte mit vielen konstant schnellen Runden auf beiden Reifenmischungen. Dies ging nicht allen Piloten so, denn die Reifen warfen einige Fragen auf.

Pirelli hat für das Monza-Wochenende die härteste (Prime) und die mittelharte (Option) Mischung ausgesucht. Es stellte sich im Verlauf des zweiten Freien Trainings heraus, dass die etwas weicheren Pneus kaum Zeitgewinn auf eine schnelle Runde bringen. Die Option-Reifen brachten oftmals erst bei einem zweiten Run etwas, sobald sich die Reifen nach dem Anfahren etwas abgekühlt hatten. Auf Longruns machten die härteren Gummis bislang den besseren Eindruck.

Wo bleibt Red Bull?

"Der Unterschied ist nicht so groß", relativiert Rosberg, der sich im Auto wohler fühlte als an den zurückliegenden Wochenenden. "Die härtere Mischung ist schwieriger aufzuwärmen. Wir sind aber erst am Ende mit den härteren Mischungen die Zeiten gefahren, wo man wenig Sprit hat. Mit der weichen Mischung sind wir in Runde eins gefahren, und da besteht schon ein recht großer Unterschied", meint der Weltmeistersohn aus Monaco.

Hinter den beiden Force Indias von Paul di Resta (7./+0,256) und Nico Hülkenberg (8./+0,257), die sich absolut auf Augenhöhe befanden, reihte sich am Freitag der beste Sauber ein. Sergio Perez (9./+0,778) absolvierte ein problemloses Training, aber er hatte bereits erheblichen Rückstand auf die acht Fahrzeuge vor sich. Sein Teamkollege Kamui Kobayashi (16./+1,440) verbrachte viel Zeit an der Box. Am Auto des Japaners gab es Handlingsprobleme, die man offenbar nicht in den Griff bekam. Kobayashi schaffte am Nachmittag nur 17 Runden.

Die größten Sorgen aller Topteams wird Red Bull mit in den Freitagabend schleppen. Die Weltmeister kommen bislang überhaupt nicht auf Tempo. Am Fahrzeug von Mark Webber (11./+0,814) versuchte man es mit geringerer Bodenfreiheit, bei Sebastian Vettel (13./+1,104) kam man ebenfalls auf keinen grünen Zweig. "Es lief nicht so gut. Wir haben noch viel zu tun, aber es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken", so Vettel. "Wir sind generell etwas zu langsam. Wir müssen schauen, dass das Auto für morgen besser wird."

Caterham auf gutem Weg

Lotus-Pilot Jerome d'Ambrosio (12./+0.867), der sich als Grosjean-Vertreter achtbar aus der Affäre zog, robbt sich langsam an die Zeiten seines Teamkollegen Räikkönen heran. Der Belgier hatte den Fokus am Freitag vor allem auf eines gelegt: nichts kaputtmachen. Dieses Ziel erreichte er ebenso wie Pastor Maldonado, der seinen Williams nach zwei Sessions am Freitag an einem Stück in der Box abstellen konnte. Allerdings war das britische Team nicht schnell.

An den Autos von Maldonado (14./+1,114) und Bruno Senna (17./+1,493) wurde immer wieder das Setup verändert, ohne dass sich eine Besserung der Situation einstellte. Williams hat bis zum Samstag noch ebenso viel Arbeit wie die Lokalmatadoren von Toro Rosso, die ihre beiden Piloten nach vorne bringen möchten. Während Daniel Ricciardo als 15. noch solide aussah, wurde Jean-Eric Vergne auf Rang 19 sogar von Heikki Kovalainen geputzt.

Der finnische Caterham-Pilot setzte seine gute Arbeit am Freitagnachmittag fort. Bereits am Morgen hatte Kovalainen von der besseren Fahrzeugbalance geschwärmt. Dies drückte sich in Zeiten aus. Der Finne war in 1:26.841 Minuten gut bei der Musik, sein Teamkollege Witali Petrow war vier Zehntelsekunden langsamer und reihte sich nur auf Platz 20 ein. Die beiden Marussia von Timo Glock (21./+2,654) und Charles Pic (22./+2,678) lagen dicht beisammen und deutlich vor HRT.

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