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Karthikeyan: Weitere Chance bei HRT?

Der 35-Jährige buhlt um einen neuen Vertrag bei der Mannschaft um Luis Perez-Sala und will die Früchte ernten, die HRT mit der neuen Infrastruktur gesät hat

Narain Karthikeyan
Narain Karthikeyan will unbedingt seine insgesamt vierte Saison bestreiten
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Narain Karthikeyan und die Formel 1, das war schon immer ein Kampf um das Überleben. Die erste Karriere des Inders in der Königsklasse endete bei Jordan nach nur einem Jahr, es folgten Abstecher in die A1-Grand-Prix-Serie und die Superleague Formula. Bei HRT kämpft er sich seit 2011 durch - und hofft erneut auf einen Vertrag. "Das Management und ich haben ein sehr harmonisches Verhältnis. Hoffentlich können wir etwas aushandeln, ich würde gerne bleiben", sagt Karthikeyan der Nachrichtenagentur 'PTI'.

Allerdings hat er durch den Chinesen Qing-Hua Ma, der nach erfolgreichem Young-Driver-Test das Auto in einer der Freitagssessions übernimmt, Konkurrenz bekommen. Den Fortschritt der Gespräche beurteilt Karthikeyan dennoch als "gut" - genau wie die Entwicklung der Autos auf der Strecke. "Seit Australien haben wir uns stark verbessert. Beim vergangenen Rennen in Monza sind wir fast zwei Sekunden näher an der Pole-Position-Zeit gewesen als im Jahr zuvor", unterstreicht der 35-Jährige.

Neue HRT-Struktur als Fortschritt

In Italien im Qualifying war Karthikeyan erstmals schneller als sein Teamkollege Pedro de la Rosa. Mit nur einer Runde Rückstand ins Ziel gekommen zu sein, bezeichnet er als "gutes Ergebnis". Dem erfahrenen Spanier ein Schnippchen geschlagen zu haben, bewertet Karthikeyan noch höher: "Pedro ist ein sehr schneller Mann, der viel über die Pirelli-Reifen weiß und wie man alles aus ihnen herausholt", lobt Karthikeyan, der im Teamkollegen den Grund für eigene Fortschritte sieht.

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Den kommenden Grands Prix blickt er optimistisch entgegen: "Die nächsten Rennen in Asien liegen mir, ich will eine gute Show bieten und hoffe, dass das Momentum auf meiner Seite bleibt. HRT hat viel investiert", verweist Karthikeyan auf den neuen Hauptsitz und die neue Fabrik in Madrid. Erstmals ist bei den Spaniern alles unter einem Dach vereint. Der Inder spricht von "großen Schritten", mit dem Aerdynamik-Update für Singapur soll ein weiterer folgen.

Lob für Fernando Alonso

Karthikeyan, der betont, in der laufenden Saison viel Pech gehabt zu haben, freut sich besonders auf seinen Heim-Grand-Prix in Noida, wo er am vergangenen Wochenende ein Formel-2000-Fahrzeug testete. "Jeder war angetan von der Strecke", erinnert sich der Mann aus Chennai an die Premiere 2011. "Es hat sich nichts geändert, die Bahn ist eben, glatt und lässt sich genießen. Es gibt weniger Staub als im vergangenen Jahr", schwärmt Karthikeyan für sein Heimrennen.

Apropos Schwärmen, das tut er auch für Fernando Alonso: "Er holt viel mehr aus dem Ferrari raus, als der eigentlich kann - egal, was um ihn herum passiert. Ob trocken oder nass, er macht einen umwerfenden Job", lobt Karthikeyan den Doppelweltmeister, hält Lewis Hamilton aber weiter für ein heißes Eisen im Kampf um den WM-Titel. "Es wird ein hartes Stück Arbeit, ihn zu stoppen", prophezeit Karthikeyan.

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