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Grosjean hat den Spaß am Regen nicht verloren

Der Lotus-Pilot legt nahe, dass sein Team in Q3 die Zeiten von Fernando Alonso hätte mitgehen können - Frischer Reifensatz als Trostpflaster

Romain Grosjean
Teurer Fehler: Romain Grosjean hätte um die Pole-Position kämpfen können
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Normalerweise besucht Romain Grosjean am liebsten in der ersten Kurve des Rennens das Kiesbett. Am Samstag in Silverstone war der Franzose ein früher Vogel und suchte den Wurm schon im zweiten Qualifikationsabschnitt im Dreck. "Es tut mir sehr leid für das Team. Aber so ist es, wenn man Rennen fährt. Manchmal macht man Fehler. Und heute ist mir einer unterlaufen", räumt Grosjean ein. Immerhin hatte er sich bereits für Teil drei qualifiziert und darf demnach von Position zehn aus in das Rennen gehen.

Seinen Fauxpas erklärt er so: "Die Räder haben blockiert und das war es dann gewesen. Irgendetwas hat in dieser Situation nicht funktioniert." Im Zweifelsfall der Fahrer. Grosjean betont die Schwierigkeit, bei den herrschenden Wetterverhältnissen ein Formel-1-Auto zu bewegen: "Es waren sehr rutschige Bedingungen und da flog das Auto auch schon rückwärts in das Kiesbett. Das war mein Pech." Dabei hatte der Lotus insbesondere bei Nässe starke Zeiten vorgelegt.

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Grosjean schränkt ein: "Es ist immer schwierig zu sagen, wie schnell man gewesen wäre." Dennoch vergleicht der 26-Jährige den E20 mit dem Ferrari auf der Pole-Position: "Fernando (Alonso, Anm. d. Red.) hatte zuvor ein ähnliches Tempo wie wir angeschlagen - demnach hätten wir um eine vordere Startposition kämpfen können. Aber so kam es eben nicht." Immerhin kann sich Grosjean damit trösten, einen Satz frische Intermediates gespart zu haben.

Er macht Mut: "Es ist positiv, einen zusätzlichen Satz zu haben, wenn das Rennen bei wechselhaften Bedingungen stattfindet. Auf der anderen Seite werden sie nicht zu hart beansprucht, wenn es nass ist." Trotz seines Missgeschicks hat er den Spaß am Regen nicht verloren. "Es macht Spaß, im Nassen zu fahren, aber es gibt eben auch mehr Risiken."

Warum Formel-1-Piloten Wolkenbrüche eben nicht nur lieben, sondern auch hassen, erklärt Grosjean anhand seines wechselhaften Nachmittags: "Wäre Q2 nicht verschoben worden, wäre kein Verkehr da gewesen und wir wären vielleicht locker durchgekommen. Deswegen bevorzugen die Fahrer trockene Bedingungen."

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