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Ereignisreicher Trainingsauftakt in Montreal

Bestzeit für Lewis Hamilton, Zweiter Sebastian Vettel, aber dem Red-Bull-Superstar droht eine Strafe - Heikki Kovalainen nach schwerem Unfall unverletzt

Lewis Hamilton
Montreal-Spezialist Lewis Hamilton startete mit Bestzeit ins Wochenende
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Jede Menge Action und Interessantes hatte das erste Freie Training zum Grand Prix von Kanada in Montreal zu bieten. Zwar sollte man der Bestzeit von Lewis Hamilton (McLaren/1:15.564 Minuten) noch nicht allzu viel Bedeutung beimessen, dennoch ließen sich aus den ersten 90 Minuten dieses Wochenendes zahlreiche Erkenntnisse herauslesen.

Und, typisch Montreal: Es gab auf trotz einzelner Regentropfen trockener Fahrbahn wieder zahlreiche Ausritte. Besonders hektisch wirkte Sebastian Vettel, der sich am Ende auf Supersoft-Reifen auf den zweiten Platz schieben konnte, 0,118 Sekunden hinter Hamilton. Denn erst kürzte der Red-Bull-Piloten die Zielschikane ab und ging dabei nicht ganz sauber an einem gegnerischen Fahrzeug vorbei, und ein paar Kurven später bretterte er schon wieder durch die Botanik.

Rennleitung untersucht Kollision mit Senna

Ein Nachspiel könnte aber vielmehr haben, dass er Williams-Pilot Bruno Senna (21./+3,198) beim Anbremsen der Zielschikane keinen Platz ließ, sodass es zu einer leichten Berührung der beiden kam. "Völlig unnötig", analysiert Experte Marc Surer. "Senna wird auf die Wiese gedrückt und wundert sich, was das soll. Zurecht! Du musst eine Autobreite Platz lassen. Das war nicht der Fall. Ist im Freien Training nicht wichtig, aber gefährlich, speziell weil es hier in Kanada nicht viel Platz gibt."

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Das sieht auch die Rennleitung so, die den Zwischenfall untersuchen will. Ein Worst-Case-Szenario wäre eine Rückversetzung in der Startaufstellung. Ansonsten war das Red-Bull-Team mit dem Erproben des lochfreien Unterbodens beschäftigt, den zwischendurch Adrian Newey höchstpersönlich mehrfach studierte. Obendrein war der hintere Teil des Unterbodens von Mark Webber (5./+0,333) mit gelber FloViz-Farbe zugekleistert.

Mit einem besonders kuriosen Messgerät über dem linken Seitenkasten, das ein wenig an Honigwaben aus Metall erinnerte, war Vettel zu Beginn der Session unterwegs. Aber auch Ferrari nutzte das Training wie so oft als Aerodynamik-Test, kleisterte die Heckflügel an beiden Autos mit FloViz-Farbe zu und probierte abwechselnd den neuen Auspuff nach McLaren-Vorbild aus. Zuerst war Felipe Massa damit unterwegs, später dann Fernando Alonso.

Alonso erreichte den vierten Platz, büßte 0,278 Sekunden auf die Spitze ein, war aber immerhin schneller als Massa, der mit 1,055 Sekunden Rückstand nur Zwölfter wurde. Allerdings dauerte der Umbau beim Brasilianer auch um ein paar Minuten länger. Die längste Zwangspause musste aber Jenson Button (10./+0,783) akzeptieren: Der Vorjahressieger stand wegen eines Öllecks lange Zeit tatenlos in der McLaren-Box und brach sein Programm frühzeitig ab.

Rosberg: Keine Steigerung auf Supersoft

Während Lotus enttäuschte und trotz weicher Reifen nicht einmal den Sprung in die Top 10 schaffte, ließ Geheimtipp Mercedes zumindest ansatzweise Potenzial aufblitzen: Zwar konnte sich Nico Rosberg (+0,218) im Finish auf Supersoft nicht mehr steigern, sodass er noch hinter Vettel zurückfiel, aber Platz drei ist ein solider Beginn. Michael Schumacher (+0,700) musste hingegen mit dem neunten Platz hinter dem Sauber-Duo Vorlieb nehmen.

Auffällig: Spitzenreiter Hamilton hängte den Rest der Welt (mit Ausnahme von Rosberg) im letzten Sektor, der vor allem aus einer langen Gerade besteht, um drei bis vier Zehntelsekunden ab - obwohl er bei weitem nicht den besten Topspeed markierte. Den erzielte Kamui Kobayashi (7./+0,436) mit 325 km/h. Zweitschnellster war mit 324 km/h Pedro de la Rosa (20./+2,618). Mit speziellem Montreal-Heckflügel war HRT heute Morgen übrigens nicht Schlusslicht, sondern Marussia.

Einen neuen Heckflügel testete auch Williams-Pilot Pastor Maldonado (+1,295), mehr als Platz 13 war für den Barcelona-Sieger aber nicht drin. Teamkollege Senna war noch mit der alten Variante unterwegs, durfte aber kein DRS verwenden. Über Funk wurde er angewiesen, den verstellbaren Heckflügel zugeklappt zu lassen, da es ein Problem mit dem Mechanismus gab und dieser ansonsten möglicherweise steckenbleiben hätte können.

Kovalainen sorgt für lange Unterbrechung

Nico Hülkenberg (Force India/+0,422) belegte den guten sechsten Platz, Kimi Räikkönen (Lotus/+1,450) wurde 15. und Timo Glock (Marussia/+4,440) 23. Heikki Kovalainen (Caterham) sorgte indes für die Schrecksekunde des Vormittags, als er kurz nach Halbzeit in Kurve neun die Kontrolle über sein Auto verlor, erst mit dem Heck die Mauer ausgangs der Schikane touchierte, dann vorwärts in eben diese hineinkrachte und noch weit dahinschlitterte.

"Ich nahm zu viel Geschwindigkeit mit in diese Kurve", gibt der Finne zu. "Ich dachte, ich komme durch, doch das Heck brach aus und das war es dann auch schon. Es war ein kleiner Fehler, wie er manchmal vorkommt." Experte Jaime Alguersuari nimmt Kovalainen in Schutz: "Er verlor das Heck. Sobald das an einer solchen Stelle passiert, ist es schwierig, das Auto wieder einzufangen. Raum für Fehler gibt es da halt nicht. Es ist im Prinzip ein bisschen wie in Monaco."

Das Kräfteverhältnis zu interpretieren, ist nach gerade mal eineinhalb Stunden noch fast unmöglich. Interessant gestaltet sich aber wieder die Reifensituation, denn während sich zum Beispiel Red Bull und einige andere Teams mit den (temperaturanfälligen) weicheren Pirelli-Pneus verbessern konnten, gelang dies anderen nicht. Hamilton verzichtete komplett auf einen Supersoft-Run - und das, obwohl für die zweite Session Regen vorhergesagt ist.

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