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Williams: Maldonado schnell trotz KERS-Defekt

Das Energierückgewinnungssystem fehlte dem Williams-Piloten am Nachmittag, nachdem es ihn zuvor aus dem Auto hatte springen lassen

Pastor Maldonado
Nur das KERS ließ den formstarken Pastor Maldonado im Stich
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Am Donnerstag griff Pastor Maldonado zum ersten Mal in Mugello in das Williams-Lenkrad: 1:22.497 Minuten und Platz sieben waren das Resultat, was Rang elf in der Gesamtabrechnung aller drei Testtage bedeutet. "Es war ein guter Nachmittag. Am Morgen hatten wir einige Probleme, haben aber das Programm durchgezogen", resümiert der Venezolaner. Maldonado war deutlich schneller als Teamkollege Bruno Senna, der sich Mittwoch durch ein langwieriges Testprogramm quälte und so nur auf Platz 22 kam. Testpilot Valtteri Bottas erwischte es noch übler: Seine 1:29.179 Minuten war die schlechteste der Woche, allerdings dem Regen am Dienstag geschuldet.

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Was Maldonado mit diesen "Problemen" umschreibt und von Williams als "kleines Elektronikproblem" beschönigt wird, war wohl ein massiver KERS-Defekt. Der FW34 musste mitten in der Boxengasse anhalten, Maldonado sprang hektisch aus dem Auto. Als es die Mechaniker den Wagen wegschoben, tropfte eine Flüssigkeit, möglicherweise Batteriesäure, auf den Boden. "Wir haben dadurch massiv Zeit verloren", beklagt Mark Gillan. "Die Mechaniker haben hart gearbeitet, um den Wagen rechtzeitig fertig zu bekommen. Wir mussten den Tagesplan trotzdem modifizieren", so der Chefingenieur weiter.

Als der Bolide wiederhergerichtet war, ging er ohne KERS auf die Strecke. "Die Zeiten waren wahnsinnig eng, der Wettbewerb ist hart", betont Maldonado, dessen Leistung angesichts des Fehlens der Zusatzpower an Wert gewinnt. Der Fokus lag auf Aerodynamik-Tests. "Hoffentlich helfen uns die Tage von Mugello, die Performance in Barcelona zu verbessern." Seinen Spaß hatte Maldonado auf der von den Fahrern gelobten Toskana-Schleife. "Diese Strecke ist Wahnsinn. Aber ganz anders als alle anderen Bahnen. Ich genieße diese Strecke, fast wie Silverstone. Vor vielen Jahren bin ich hier in der italienischen Formel 3000 gefahren." Trotzdem würde er der Piste lieber schon im Februar einen Besuch abstatten: "Es ist besser, drei Mal vor der Saison zu testen."

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