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Whitmarsh: "Hamilton mental sehr stark"

Der McLaren-Teamchef verteilt Lob und Streicheleinheiten für seinen enttäuschten Star, der Reifen schonen und überholen musste - Button mit einem "soliden Job"

Timo Glock, Lewis Hamilton
Überholen und Reifen schonen: Bei Lewis Hamilton hat es geklappt
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Nach den Rängen acht und neun durch Lewis Hamilton und Jenson Button beim Spanien-Grand-Prix am Sonntag zieht Martin Whitmarsh ein gemischtes Fazit: "Für uns war es ein schwieriges Wochenende. Mit viel Positivem, aber auch Negativem", so der McLaren-Teamchef bei 'Sky Sports F1'.

Ein Sonderlob verdiente sich Hamilton: "Das Gute ist, dass wir ein schnelles Rennauto haben und Lewis am Samstag einen guten Job gemacht hat - auch, wenn wir nicht alles für ihn getan haben", spielt Whitmarsh auf die Benzinpanne im Qualifying an.

Dass Hamilton vom 24. auf den achten Rang vorgefahren ist, bewertet er hoch: "Er war sehr stark und hat sich von dem ersten Schock schnell erholt. Es ist bemerkenswert, wie stark er mental ist." Allen voran der Spagat zwischen Ökonomie und Aggressivität sei dem Ex-Weltmeister hervorragend gelungen: "Lewis musste nach seinen Reifen schauen, sich aber auch beeilen und überholen. 31 Runden auf dem gleichen Satz Reifen waren nicht einfach", erklärt Whitmarsh.

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Hat Hamilton also die Urteile über seine Person als ungeduldiger Hitzkopf entkräftet? Der Teamchef sieht das so: "Viele Leuten denken, Lewis kann mit Enttäuschungen nicht umgehen, aber er kann auch auf die Reifen achten", betont Whitmarsh, der die Tücken des Circuit de Catalunya hervorhebt. "Es ist schwierig, hier zu überholen - selbst mit DRS, das nicht sehr wirksam ist und wegen gelber Flaggen außer Gefecht gesetzt war", so der McLaren-Verantwortliche.

Auch die komplett ausgetauschte Boxencrew bei McLaren bekam ein Lob. "Es ist eine Herausforderung, mit so vielen Leuten unter Druck zu arbeiten", erinnert Whitmarsh. "Alles in allem habe ich den Glauben an mein Team."

Schulterklopfer gab es auch für Button: "Jenson war am Freitag sehr stark. Er hat seinen Job abgeklärt und professionell erledigt, indem er Punkte ins Ziel gerettet hat." Die Prognose im Titelrennen fällt trotz Punktverlusten auf Fernando Alonso und Sebastian Vettel optimistisch aus. "Wir haben zwei großartige Fahrer. Lewis denkt, dass er die Meisterschaft gewinnen kann. Jenson denkt, dass er die Meisterschaft gewinnen kann", gibt sich Whitmarsh kämpferisch.

Den kuriosen Rennen der Saison 2012 muss aber auch der erfahrene McLaren-Verantwortliche Tribut zollen: "Wir verlassen Barcelona mit Punkten. Und im Moment kann in der Formel 1 alles passieren. Ich hoffe, wir sind in Monaco konkurrenzfähig, aber ich kann es nicht sagen. Ich weiß es einfach nicht."

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