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Sauber: Kobayashi erst auf Abwegen, dann oben auf

Der Japaner setzte mit der Tagesbestzeit ein Ausrufungszeichen - Chefdesigner Matt Morris warnt jedoch davor, dem zu viel Bedeutung beizumessen

Kamui Kobayashi
Kobyashi vorne: Der Japan-Express rollte in Mugello auf der Überholspur.
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Sauber untermauert seine starken Leistungen der ersten Grand Prix beim Mugello-Test: Kamui Kobayashi fuhr bei seinem zweiten Einsatz am Mittwoch in 1:21.603 Minuten am späten Nachmittag die schnellste seiner 87 Runden und setzte damit auch den Tagesbestwert - zeitgleich mit Lotus-Pilot Romain Grosjean. Im Gegensatz zum Franzosen war der Japaner auf der weicheren Pirelli-Mischung unterwegs. "Es ist immer schön, an der Spitze zu stehen. Und es war kein Run mit wenig Benzin", meint Chefdesigner Matt Morris.

Kobayashi spulte mit dem mit neuem Aerodynamikpaket ausgestatteten C31 ein umfangreiches Programm ab, musste am Nachmittag aber rund eine Stunde aussetzen. Er hatte sein Auto in Kurve zwölf neben die Fahrbahn gesetzt, der Bolide musste mit einem Traktor aus dem Kiesbett gezogen werden. Die Mechaniker reparierten einige kleinere Beschädigungen, ehe sie den Wagen wieder auf die Strecke schicken konnten. "Wir sind sehr zufrieden. Die Upgrades haben so funktioniert, wie wir es erwartet haben, ohne größere Probleme", resümiert Morris.

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Am Vormittag hatte Sauber bereits verschiedene Setup-Varianten probiert. Anschließend widmete sich die Truppe aus Hinwil weiteren Anbauteilen, der Kühlung und den Bremsen. Am Nachmittag haderte Kobayashi dann mit dem Wind und veränderten Schaltmustern, es folgte das Malheur. Es war offenbar eines mit heilender Wirkung, schließlich gelang dem Mann aus Amagasaki anschließend die Egalisierung der Grosjean-Bestzeit. Zu viel Bedeutung wollte Morris dem nicht beimessen: "Mugello ist für den linken Vorderreifen sehr hart. Es ist ein ziemlich einzigartiger Kurs und das macht es schwierig, die Ergebnisse zu interpretieren."

Morris bemerkt, dass viele Konkurrenten eine ähnliche Auspufflösung wie die am C31 testeten. "Sie würden es nicht ans Auto bauen, wenn sie sich nicht sicher wären, das es funktioniert." Selbst brachte Sauber nur geringfügige Veränderungen mit nach Mugello: "Für uns ist es nicht wirklich ein neues Auspuff-System", so Morris. Zum Testabschluss am Donnerstag wird Sergio Perez das Steuer übernehmen.

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