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Lotus bestätigt Aufwärtstrend: Grosjean fährt Bestzeit

Romain Grosjean erzielt zum Abschluss der Testfahrten in Mugello die absolute Bestzeit und lässt sogar Red Bull staunen - Fernando Alonso crasht runderneuerten Ferrari

Romain Grosjean
Romain Grosjean und Lotus waren diese Woche die schnellste Kombination
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Kimi Räikkönen ist gar nicht erst gekommen und auch Eric Boullier hätte "diesen Test lieber ausgelassen", aber letztendlich wird der Lotus-Teamchef wohl doch einigermaßen zufrieden aus der Toskana abreisen. Denn nach dem doppelten Podestplatz von Bahrain erzielte Romain Grosjean heute zum Abschluss der Testfahrten in Mugello die absolute Bestzeit aller drei Tage.

Auf harten Reifen wurde der junge Franzose in 1:21.035 Minuten gestoppt, doch das war keine Eintagsfliege, sondern die meisten seiner 66 Runden bewegten sich im 1:21er-Bereich. "Der Lotus sieht auf der Strecke am schnellsten aus", muss angesichts dieser Vorstellung sogar Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko gegenüber 'auto motor und sport' anerkennen. Mugello gilt wegen der vielen schnellen Kurven nicht als repräsentativ für die meisten Rennstrecken, die heutige Bestzeit spricht aber für die Aerodynamik des E20-Pakets von Lotus-Renault.

Wie gut ist die Lotus-Bestzeit?

Am Ende hatte Grosjean 0,232 Sekunden Vorsprung auf WM-Leader Sebastian Vettel, dem heute Red-Bull-Konzernchef Dietrich Mateschitz höchstpersönlich auf die Finger schaute. Vettel fuhr seine schnellste Runde mit den Medium-Reifen von Pirelli, die angeblich um 0,3 Sekunden schneller sein sollen als die Hard-Gummimischung - was die Lotus-Performance umso eindrucksvoller wirken lässt. Andererseits: "Testfahrten sind wie ein Lotterie. Da lässt sich gar nichts vorhersagen", so Mateschitz gegenüber 'auto motor und sport'.

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Während Red Bull weitgehend auf den Einsatz neuer Teile verzichtete und diese erst beim Europa-Auftakt in Barcelona einsetzen wird, fuhr Ferrari erstmals mit einem großen Update inklusive einer neuen Auspuffvariante. Fernando Alonso sicherte sich damit den dritten Platz, nur 0,328 Sekunden hinter der Spitze, erlebte aber auch einen Rückschlag, als er bereits nach gut einer Stunde am Vormittag in der Correntaio-Kurve in den Reifenstapeln landete. Der runderneuerte F2012 wurde dabei an der Front beschädigt, war aber weniger als drei Stunden später wieder fahrtüchtig und schaffte insgesamt 98 Runden.

Wie nahezu alle Teams experimentierte auch Ferrari immer wieder mit sogenannter FloViz-Farbe, die Luftströmungen sichtbar machen soll. Die Italiener scheinen diese Woche echte Fortschritte gemacht zu haben, denn Alonso fuhr seine Bestzeit genau wie Grosjean auf harten Reifen. Die meisten Longrun-Zeiten des Ferrari spielten sich aber im 1:22er-Bereich ab. Das deutet auf Fortschritte hin, doch zur absoluten Spitze gehört die Scuderia wohl nach wie vor nicht.

McLaren mit striktem Testprogramm

Von den Rundenzeiten her präsentierte sich auch McLaren nicht wie ein Topteam, doch die Briten scheinen ihr ganz eigenes Programm verfolgt zu haben. Oliver Turvey (9.) fuhr auch heute wieder mehr Sensoren und aerodynamische Messinstrumente spazieren als neue Teile und fuhr nach kurzen Installations-Runs ohne gezeitete Runden immer wieder längere Runs im 1:24er- und 1:25er-Bereich. Am Ende fehlten gut eineinhalb Sekunden auf die Bestzeit, aber immerhin spulte McLaren heute mit 99 Runden ein im Vergleich zu den Vortagen recht stattliches Rundenpensum ab.

Fleißig auch Nico Rosberg, der zwar die 144 Schumacher-Runden von gestern nicht ganz knackte, aber im Mercedes-Silberpfeil auf 129 Umläufe kam. Am Ende sprang dabei mit 1,544 Sekunden Rückstand der achte Platz heraus, aber: "Wir sind nicht auf irgendwelchen Qualifikationsversuchen unterwegs gewesen", beschwichtigt Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Wir haben ein Rennen simuliert. Ich kann aber keine detaillierten Angaben über die Spritmenge machen. Wir haben ein Maß gewählt, sodass wir unsere neuen Teile ausprobieren können."

Neben Alonso gab es heute - übrigens bei idealen Testbedingungen - drei weitere Unterbrechungen: Gegen 11:00 Uhr grub Paul di Resta (10./+1,967) seinen Force India im Kiesbett ein, gegen 15:00 Uhr leistete sich Heikki Kovalainen (11./+2,134) im Caterham einen Fahrfehler in der ersten Kurve und eine Stunde vor Schluss war Sergio Perez (5./+1,194) der Übeltäter, als er mit dem Sauber am Ende der Start- und Zielgerade ausrollte, aber von den Streckenposten problemlos in die Boxengasse zurückgeschoben werden konnte.

Gute Leistung von Toro Rosso

Das Zeitenklassement ist heute ein wenig repräsentativer als an den vergangenen beiden Tagen, doch dass im Lotus nicht die gleiche Spritmenge drin war wie etwa im McLaren, war dennoch mit freiem Auge zu erkennen - und unsere Leser wissen inzwischen ohnehin, dass man Testzeiten grundsätzlich nie auf die Goldwaage legen darf. Dennoch sorgte Daniel Ricciardo als Vierter im Toro Rosso für eine kleine Überraschung, schließlich betrug sein Rückstand nur rund eine halbe Sekunde. Die Bestzeit erzielte der Australier übrigens mit dem alten und nicht mit dem neuen Auspuff.

Guter Sechster wurde Nico Hülkenberg (+1,290), der eigentlich den ganzen Tag hätte testen sollen, wegen der gestrigen Hydraulikprobleme bei Force India aber nur am Nachmittag zum Zug kam. Hülkenberg musste sich mit 55 Runden begnügen, war aber um knapp sieben Zehntelsekunden schneller als di Resta. Platz sieben ging an Pastor Maldonado (+1,462), der 63 Runden absolvierte und am Nachmittag wegen eines Defekts kein KERS mehr zur Verfügung hatte, weil das kaputte Hybridsystem nicht schnell genug durch ein neues ersetzt werden konnte.

In Abwesenheit des spanischen HRT-Teams, das diese Woche eigenen Angaben nach lieber damit verbringt, den neuen Stützpunkt in Madrid zu beziehen, machten sich Caterham und Marussia aus, wer die "rote Laterne" aus Mugello nach Hause nimmt. Diese fragwürdige Ehre wurde Timo Glock zuteil: Zwar freut sich der Marussia-Pilot über spürbare Fortschritte, aber auf Kovalainen fehlten doch drei Zehntelsekunden. Erfreulich: Der Rückstand auf die Tagesbestzeit betrug heute nach 110 Runden akzeptable 2,431 Sekunden.

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