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Domenicali: "Unser Ziel hat sich nicht verändert"

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali über das aktuelle Kräfteverhältnis, den verpatzten Saisonstart und seine Erleichterung nach den jüngsten Fortschritten

Stefano Domenicali (Teamchef)
Domenicali ist nach den Fortschritten vor allem seinen Ingenieuren dankbar
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Teamchef Stefano Domenicali sieht Ferrari nach Fernando Alonsos zweitem Platz in Spanien offenbar auf dem richtigen Weg. Bei der Einschätzung des aktuellen Kräfteverhältnisses tut sich der Italiener angesichts der unterschiedlichen Sieger bei den ersten fünf Grands Prix noch schwer, dankt seinem Team aber für die bisherige Arbeit.

Frage: "Wie schätzen Sie das aktuelle Kräfteverhältnis ein?"
Stefano Domenicali: "Es ist schwierig, die Leistungen der Autos zu beurteilen, da sie sich ständig ändern. Deshalb müssen wir bei jedem Rennen versuchen, uns zu verbessern. Bislang waren so viele unterschiedliche Autos vorne, das Klassement ist geradezu auf den Kopf gestellt. Red Bull hatte heute offenbar Probleme. Bei McLaren war Hamilton mit zwei Boxenstopps sehr stark und wurde Achter. Lotus war ebenfalls sehr schnell, was bei den bisherigen Saisonrennen schon der Fall war. Für Williams lief es heute perfekt. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, ihnen zum Sieg zu gratulieren. Ein großer Teil ist Frank Williams zu verdanken und ich freue mich für ihn."

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Frage: "Fernando hatte vom schlechtesten Saisonstart gesprochen seitdem er bei Ferrari ist. Jetzt führt er die Meisterschaft an. Verstehen Sie das?"
Domenicali: "Ich sehe das Glas immer als halb voll an. Ich denke, dass das ein Ansporn für die Ingenieure ist, das Auto weiter zu verbessern. Wenn wir diese Meisterschaft gewinnen wollen, müssen wir einen großen Schritt nach vorn machen, den Abtrieb weiter verbessern. Nach all den Problemen zum Jahresbeginn jetzt an der Spitze der Fahrerwertung zu liegen, bedeutet, dass wir zumindest noch da sind. Wir müssen uns allerdings noch weiter verbessern, da sich unser Ziel nicht verändert hat."

Frage: "Sind Sie erleichtert, dass es nun besser für Ferrari läuft?"
Domenicali: "Na ja, man hat kaum Zeit um erleichtert zu sein, da wir uns ab morgen direkt schon auf das nächste Rennen vorbereiten müssen. Es war aber natürlich wichtig. Ich freue mich zumindest für die Leute Zuhause in der Fabrik, die ihr Bestes geben und hart arbeiten. Das ist eine gute Belohnung für sie. In einer schwierigen Situation mit viel Druck habe nicht ich das Problem, sondern all die Ingenieure, die daran arbeiten müssen. Ich freue mich für sie, da wir in den vergangenen Wochen offenbar richtig gearbeitet haben."

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