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Hamilton: "Es war ein guter Tag"

Lewis Hamilton rechnet sich trotz seiner Strafversetzung auf Startplatz sieben gute Chancen in China aus: "Auto ist speziell auf Longruns sehr gut"

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton muss am Sonntag von Startplatz sieben starten
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Polemann Nico Rosberg und der im Qualifying zweitplatzierte Lewis Hamilton klatschten sich am Samstag nach der Zeitenjagd in Schanghai ab. Die beiden hatten sich soeben einen Jugendtraum erfüllt. Hamilton und Rosberg hatten als Kart-Teamkollegen gemeinsam davon geträumt, einmal zusammen in der ersten Formel-1-Startreihe zu stehen. Die ersten beiden Plätze im Qualifying von China wurden es, aber Hamilton muss wegen eines Getriebewechsels von Startplatz sieben in den Grand Prix gehen.

Frage: "Lewis, du bist quasi gemeinsam mit Nico aufgewachsen, ihr habt zusammen Kart- und Formelserien durchlaufen. Wie bewertest du Nicos heutigen Erfolg?"
Lewis Hamilton: "Große Gratulation an Nico. Es ist toll und er hat es mit Stil gemacht. Der Abstand zwischen ihm und mir ist wirklich deutlich. Ich bin stolz auf ihn. Wir sind tatsächlich gemeinsam im Rennsport herangewachsen und haben oft davon geträumt, gemeinsam in der Formel 1 zu sein. 1997 haben wir uns kennengelernt, sind schnell Freunde geworden."

"Im Jahr 2000 waren wir Teamkollegen. Damals haben wir immer gedacht, dass es der Hammer wäre, wenn wir beide mal in der Formel 1 in der ersten Reihe stehen würden. Jetzt sind wir auf den ersten beiden Plätzen - cool. Es ist aber nicht nur für Nico gut, sondern auch für Mercedes. Wir haben Mercedes-Motoren im Heck, darum freue ich mich für sie. Leider bekomme ich eine Strafe. Aber dennoch ist es ein guter Tag."

Frage: "Wie bewertest du deine eigene Leistung? Auch vor dem Hintergrund deiner morgigen Startposition?"
Hamilton: "Ich bin in einer guten Ausgangslage, denke ich. Ich habe ein paar angenehme Setupänderungen machen lassen. Das Auto fühlt sich speziell auf Longruns wirklich gut an. Es wird dennoch hart, denn es sind eine Reihe guter Piloten vor mir. Aber ich werde möglichst viel Druck machen."

Frage: "Deine Runde im Qualifying war gut?"
Hamilton: "Ja, das war bestimmt keine schlechte Runde. Leider darf ich nicht neben Nico aus der ersten Reihe starten, aber ich werde alles geben, um wieder aufzuholen."

Frage: "Deinen letzten Versuch hast du abgebrochen. Warst du einfach nicht schnell genug?"
Hamilton: "Ich hätte vielleicht eine Zehntelsekunde schneller fahren können, aber mehr nicht. Es wäre nicht genug gewesen, um Nico zu gefährden. Niemand anderes war auf dem Weg zu einer Verbesserung, daher war es wichtig, diesen Reifensatz zu schonen."

Frage: "Du hast hier schon zweimal gewonnen. Wie stehen deine Chancen im Rennen?"
Hamilton: "Ich habe viel Arbeit vor mir. Ich möchte natürlich nach vorne kommen und das Rennen beenden. Mal sehen, was dann dabei herauskommt. Allein schon wegen des Wetters kann hier immer alles passieren. Die Mercedes-Jungs sind schnell. Ich wünsche ihnen alles gute. Ich wünsche mir aber auch, dass Jenson und ich nach vorne kommen und gute Punkte holen. Wir haben Arbeit vor uns, aber unser Rennspeed ist gut. Ich freue mich sehr auf das Rennen."

Frage: "Wie stellst du dir einen möglichen Zweikampf gegen Nico vor?"
Hamilton: "Früher bin ich einfach mal hinter ihm hergefahren, ohne ihn ernsthaft anzugreifen. Ich weiß nicht, ob ich das nun wieder tun würde (lacht). Nun starte ich erst einmal ein ganzes Stück weiter hinten. Mein Auto ist gut. Mal schauen, was möglich ist. Solange es etwas nach vorne geht, bin ich zufrieden."

Frage: "Ist es psychologisch ein Vorteil, dass du weißt, wie man hier gewinnt?"
Hamilton: "Natürlich ist es schön zu wissen, dass man hier erfolgreich sein kann. Aber noch einmal: Ich habe mein Auto so eingestellt, dass es ein gutes Renntempo zulässt - nicht so sehr auf eine schnelle Runde. Ich hoffe, dass ich morgen ein entsprechendes Tempo zeigen kann. Auf dieser Strecke kann man gut überholen."

Frage: "Wie überrascht bist du vom Speed der Sauber? Kamui Kobayashi lag im Qualifying direkt hinter dir..."
Hamilton: "Das ist fantastisch, toll für das Team. Die waren schon im vergangenen Rennen enorm stark. Es ist schön, sie so weit vorne zu sehen."

Frage: "Und Sauber ist oft bezüglich der Reifennutzung im Rennen besonders gut..."
Hamilton: "Ja, das stimmt sicherlich. Ich bin aber nicht sicher, ob das auch jetzt noch der Fall ist, wo sie schneller sind. Das müssen wir mal abwarten."

Frage: "Bist du überrascht, dass Red Bull nicht so weit vorne steht?"
Hamilton: "Ja, denn im Training machten sie eigentlich einen schnellen Eindruck. Mal schauen, wie sie im Rennen sind. So weit ist Vettel auch nicht weg."

Frage: "Es gab im vergangenen Jahr hier einen richtigen Poker. Wird das morgen auch wieder der Fall sein?"
Hamilton: "Ich denke schon. Ich schätze, dass es - wie im vergangenen Jahr - wieder die Möglichkeit gibt, sich zwischen zwei und drei, oder sogar vier Stopps zu entscheiden. Ich bin gespannt, wer welche Strategie wählen wird. Der Reifenverschleiß wird morgen der große Schlüssel sein. Hoffentlich habe ich mein Auto so abgestimmt, dass die Reifen ausreichend lang halten."

Frage: "Du hast gesagt, dass du in diesem Jahr nicht immer nur auf Rennsiege abzielst, sondern mit Blick auf die WM auch mal zurückstecken würdest. Das ist eine sehr erwachsene Betrachtungsweise..."
Hamilton: "Das hoffe ich doch. Ich hoffe sehr, dass ich nach so langer Zeit endlich mal eine gewisse Reife habe (lacht). Im Qualifying läuft in diesem Jahr bisher alles gut, jetzt müssen die Rennen noch etwas besser werden."

"Ich habe hier versucht, mein Auto etwas anders abzustimmen. Es sollte die Reifen im Rennen etwas besser schonen, mir aber immer noch schnelle Runden ermöglichen. Hier wird der vordere linke Reifen enorm belastet, auch die Hinterreifen bauen recht schnell ab. Lasst uns hoffen, dass das morgen wirklich so funktioniert."

Frage: "Jenson hatte bei veränderten Temperaturen mehr Probleme als du. Warum?"
Hamilton: "Er benutzt andere Bremsen als ich. Meine sind in der Regel etwas heißer als seine. Dies wirkt sich auf das Bremsverhalten und dann letztlich auf die Reifen aus. Ich denke aber, dass er das Problem in den Griff bekommen wird. Unser Auto schont die Reifen, daher sind wir guter Dinge."

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