
Williams: Senna beeindruckt mit Konstanz
Bruno Senna spulte am letzten Jerez-Testtag konstante Runden ab, die ihm und dem Team Auftrieb verleihen - Nur Lotus legte bisher mehr Kilometer zurück
(Motorsport-Total.com) - Die Vorstellung des Williams-Renault FW34 in den Händen von Bruno Senna ließ am vierten und letzten Tag der Jerez-Testwoche aufhorchen. Zwar verlor der Brasilianer am Freitag auf seiner schnellsten Runde 1,255 Sekunden auf Ferrari-Pilot Fernando Alonso, auf den Longruns wusste der neue Williams aber durchaus zu überzeugen.
Am Nachmittag legte Senna eine bemerkenswerte Rennsimulation hin, im Zuge derer er seine persönliche Bestzeit von 1:20.132 fuhr. "Senna ist seine 1:20.1 im Williams gefahren, nachdem er während einer Rennsimulation beim Boxenstopp war und weiche Reifen abholte", analysiert der ehemalige Formel-1-Konstrukteur und heutige 'BBC'-Experte Gary Anderson. "Er blieb nach der schnellen Zeit noch draußen, also scheinen sie ein ziemlich gutes Auto zu haben", mutmaßt der Nordire.
Zudem legte Senna mit 124 Runden die meisten Umläufe aller Fahrer am letzten Tag der ersten Testwoche zurück. Am Nachmittag rollte der FW34 allerdings gleich zweimal aus und sorgte jeweils für eine Unterbrechung mit der Roten Flagge. Während der erste Stopp noch geplant war - Senna hatte auf Anweisung des Teams absichtlich den Tank leergefahren, um die Genauigkeit der Benzinanzeige zu überprüfen - war der zweite Halt auf einen technischen Defekt zurückzuführen.
Ungeachtet des unplanmäßigen Halts knapp eine Stunde vor Ende der Session zeigt sich Senna mit dem bisherigen Verlauf der Wintertests zufrieden. "Wir testeten heute wieder eine Reihe verschiedener Setup-Varianten und haben dabei viel über das Auto gelernt. Zudem präsentierte sich das Auto mit 124 Runden wieder sehr zuverlässig, was mich zufrieden stimmt", so der Neuzugang im Team, der froh ist, seine "ersten zwei Tage im Williams mit einem sehr guten Gefühl abgeschlossen" zu haben.
Über alle vier Tage gesehen rangiert der Williams-Renault FW34 in puncto Laufleistung mit 1.643 Kilometern hinter dem Lotus-Renault E20 (1.789) auf Platz zwei im Formel-1-Feld 2012. Dieser Umstand stimmt auch Chefingenieur Mark Gillan glücklich: "Bruno spulte heute eine komplette Renndistanz ab und trieb die Entwicklung des Fahrzeugs weiter voran. Alles in allem war es ein sehr guter erster Test für den FW34, bei dem wir viel über das neue Auto gelernt haben."











