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Politik am Nürburgring: "Keine Formel 1 um jeden Preis"

Die Politiker in Rheinland-Pfalz wollen die Formel 1 zwar am Nürburgring halten, doch dafür müssen sich einige Rahmenbedingungen gewaltig ändern

Nürburgring
Die Zukunft am Nürburgring ist noch nicht geklärt: Die Region will das Rennen halten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Gibt die Formel 1 an diesem Wochenende ihre Abschiedsvorstellung am Nürburgring? Die jüngsten Medienberichte zur Situation an der legendären Eifel-Rennstrecke deuteten genau darauf hin, doch nun rudern die Kritiker des Formel-1-Events wieder etwas zurück. Die Politik in Rheinland-Pfalz will sich für den Erhalt des Grand Prix' stark machen, sofern die Kosten drastisch gedrückt werden.

"Wir können die Formel 1 nicht um jeden Preis halten", betont Jörg Lindner von der Nürburgring Automotive GmbH und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) stellt klar: "Keine Formel 1 um jeden Preis." Die Ausgaben müssten zurückgefahren werden, denn das Land habe "kein Geld zu verschenken", sagt Lemke der 'Rhein-Zeitung' und kündigt an: "Darauf werde ich achten."

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Roger Lewentz (SPD) soll in seiner Funktion als Innenminister mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone über die Zukunft der Königsklasse am Nürburgring verhandeln und den 80-Jährigen nach Möglichkeit dazu bewegen, die hohen Antrittsgebühren wesentlich zu reduzieren. Für Parteigenosse Hendrik Hering, SPD-Fraktionschef, steht darüber hinaus ein Dreijahres-Rhythmus für die Formel 1 im Raum.

Hering hält fest: "Der Nürburgring ist heute die attraktivste Rennstrecke in Europa." Auch Lemke kann sich für diesen Gedanken erwärmen: "Die Region lebt auch vom Mythos der 'grünen Hölle', der ohne Zweifel auch durch die Formel 1 geprägt wurde." Damit die Königsklasse aber eine Zukunft am altehrwürdigen Nürburgring haben könne, müsse das Konzept zukunftsfähig gemacht werden.

Wirtschaftsministerin Lemke schweben in diesem Zusammenhang "moderne Rennformate, auch mit modernen Antriebsformen" vor. Die Grünen-Politikerin sieht "ein modernes Label Formel Nürburgring, welches das alte Format Formel 1 ablöst", als zukunftsfähiges Projekt. An eben diesem könne die Region dann selbst verdienen, "weil sie es exportieren könnte", wie Lemke abschließend erklärt.

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