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Virgin zuversichtlich: "Es geht voran"

28. März 2010 - 13:22 Uhr

Der Virgin-Cosworth ist zwar wieder nicht ins Ziel gekommen, doch bei den Briten macht man Fortschritte aus: Immerhin 44 Runden für Timo Glock

Timo Glock
Timo Glock wartet immer noch auf seine erste Zielankunft mit Virgin
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Virgin konnte auch beim zweiten Grand Prix des Jahres kein Auto ins Ziel bringen. Aber Spaß hatte man trotzdem. "Der Start war okay. Nachdem ich aus der Boxengasse kam, konnte ich schnell zu Karun Chandhok und einigen anderen Leuten aufschließen", sagt Timo Glock, der sich anschließend einen Kampf über fünf Runden mit Michael Schumacher lieferte. "Das hat Spaß gemacht", so der Wersauer. "Das Auto fühlte sich im Nassen und im Trockenen ganz gut an. Es war ein bisschen hektisch bei den Überrundungen."

"Schade, dass es nur 15 Runden vor dem Ende dieses Problem gab", sagt Glock weiter. "Ich spürte sofort am Verhalten des Autos, dass irgendetwas nicht stimmt. Eine Abstandsscheibe hatte sich gelöst, daher bekam die Aufhängung hinten links viel Spiel. Wenn dieser Aufhängungsschaden nicht passiert wäre, dann hätten wir bestimmt erstmals ins Ziel kommen können. Wir müssen das Positive sehen und erkennen, dass es Fortschritte gibt. Aber natürlich liegt noch viel Arbeit vor uns."

Für Teamkollege Lucas di Grassi lief es ebenfalls zu Beginn des Rennens gut. "Das war zunächst okay", so der Brasilianer. "Das Auto war gut, aber leider haben wir bezüglich der Strategie nicht den perfekten Zeitpunkt für den Reifenwechsel erwischt. Leider gab es dann wieder Probleme mit der Hydraulik. Ich musste dann nach 26 Runden aufgeben. Wir werden das Problem lokalisieren, es beheben und dann besser aussehen."

"Vielleicht sehen das nicht alle, aber es gibt stetigen Fortschritt bei uns", sagt der Rookie. "Wir arbeiten hart an der Verbesserung der Situation. Ich bin sicher, dass wir es schaffen werden." Das Team hatte beide Fahrzeuge aus der Boxengasse ins Rennen schicken müssen, nachdem man am Sonntagmittag kurzfristig weitere Modifikationen am Benzinsystem machen musste. "Wir gingen zurück auf die Modifikation vom Freitag, mit leichten Änderungen allerdings", sagt Virgin-Technikchef Nick Wirth.

"Tolle Arbeit vom Team. Wir haben es pünktlich geschafft, obwohl wir erst mittags beginnen durften", lobt Wirth seine Mannschaft. "Wir sind sofort mit einer sehr spritsparenden Einstellung gefahren, die wir in der vergangenen Wochen bereits simuliert hatten. Die Fahrer haben das gut hinbekommen, obwohl sie dafür bei schwierigen Bedingungen einen ganz besonderen Fahrstil anwenden mussten. Beide haben einen tollen Job gemacht."

"Bei Lucas müssen wir die Ursache für das Hydraulikleck noch suchen", erklärt der Virgin-Konstrukteur. "Timo schaffte immerhin 70 Prozent der Renndistanz und lag bezüglich des Spritverbrauchs genau im passenden Rahmen. Leider löste sich etwas an der hinteren Radaufhängung. Leider war sein Rennen damit beendet. Wir haben zwar immer noch keine Zielankunft, aber wenigstens die Gewissheit, dass es voran geht."

"Ich möchte dem Team gratulieren, weil es unter unglaublich schwierigen Bedingungen einen tollen Job gemacht hat", sagt Teamchef John Booth. "Alles lief richtig flüssig, auch die Boxenstopps. Mit Lucas haben wir fast die halbe Distanz geschafft, mit Timo sogar zwei Drittel. Angesichts der anhaltenden Probleme bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir können erhobenen Hauptes nach Malaysia reisen. Wir werden besser, je länger die Saison dauert."

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