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Hamilton: "Wir sitzen auf einer Zeitbombe"

02. Februar 2010 - 17:06 Uhr

Die beiden McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton über das Nachtankverbot - Hoher Bremsenverschleiß als neues Risiko?

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton und Jenson Button rechnen 2010 mit reichlich Bremsenverschleiß
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im Rahmen der Testfahrten in Spanien machen sich die Formel-1-Teams derzeit mit ihren neuen Fahrzeugen vertraut, doch die Piloten müssen auch noch in anderer Hinsicht Erfahrungen sammeln: In dieser Saison ist das Nachtanken nicht mehr erlaubt, weshalb die Autos künftig den kompletten Rennsprit an Bord haben werden. Dies wiederum schmeckt nicht allen Beteiligten besonders gut.

McLaren-Pilot Lewis Hamilton ist sich beispielsweise nicht sicher, was er von dieser Regeländerung halten soll, wie er gegenüber 'News of the World' erklärt: "Wir fahren jetzt mit einer Rakete spazieren", meint der Weltmeister von 2008 im Hinblick auf die deutlich größeren Benzintanks der Autogeneration 2010. "Wir sitzen auf einer gewaltigen Zeitbombe, die jeden Augenblick hochgehen könnte."

"Allerdings ist uns allen bewusst, dass die Formel 1 nun eben ein gefährlicher Sport ist", sagt Hamilton. "Das ist das Risiko, das wir eingehen. Ich bin ein Rennfahrer und als solcher macht mir das keine Sorgen. Ich steige ins Auto und gebe einfach Vollgas. Wenn es passiert, dann passiert es eben", so der britische McLaren-Fahrer. Stallgefährte Jenson Button sieht diese Neuerung entspannter.

"80 Kilogramm Sprit können einiges anrichten, also spielt es eigentlich keine Rolle, ob wir nun 80 oder 160 Kilogramm an Bord haben", findet der Formel-1-Titelverteidiger und fügt an: "Aber so wie das System mit dem Absperrventil funktioniert, sollte das kein Problem sein." Stattdessen hat Button bereits eine andere mögliche Gefahrenquelle ausgemacht - die Bremsen an seinem MP4-25.

"Das Auto ist jetzt sehr schwer und schwierig auf der Bremse", erläutert der Brite. "Ich habe das im Simulator ausprobiert." Hamilton bestätigt diesen Eindruck: "Die Rennwagen werden jetzt nicht mehr so schnell verzögern und noch dazu die Bremsen viel härter rannehmen. Ausgelegt sind die Fahrzeuge aber ohnehin, um heftigen Kräften zu widerstehen", gibt Hamilton zu Protokoll.

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