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Campos und US F1: Aus zwei mach eins!

Exklusiv: Warum Campos und Chad Hurley gemeinsame Sachen machen und damit alle Probleme von Zoran Stefanovic lösen könnten

Chad Hurley
Miliardär Chad Hurley und Campos könnten gemeinsame Sache machen
© World Economic Forum

(Motorsport-Total.com) - Genau 24 Tage vor Beginn des ersten Freien Trainings zum Grand Prix von Bahrain lüftet sich langsam der Nebelschleier um die neuen Teams. Lotus und Virgin sind bekanntlich auf der sicheren Seite, haben ihre Autos bereits präsentiert und getestet, doch um Campos, US F1 und Stefan ranken sich in den Medien weiterhin zahlreiche mehr oder weniger fundierte Gerüchte.

'Motorsport-Total.com' hat seine Fühler in den vergangenen Wochen intensiv nach Quellen in allen Richtungen - unter anderem in Belgrad, Charlotte, Köln, Parma und Madrid - ausgestreckt. Dabei bot sich zunächst ein verwirrendes Puzzle aus einzelnen Informationsbruchstücken, das sich wegen der Verschwiegenheit einiger involvierter Personen weiterhin nur nach und nach zusammensetzen lässt. Das fertige Bild könnte unseren Recherchen zufolge aber eine große Überraschung ergeben.

Wieder kein Campos-Investor präsentiert

Das Projekt von Adrian Campos hat die für heute angekündigte Präsentation eines Investors fast erwartungsgemäß wieder einmal platzen lassen. Wiederholte Versuche von 'Motorsport-Total.com', per Telefon oder über seine persönliche E-Mail-Adresse mit dem Spanier in Kontakt zu treten, wurden bisher ignoriert. Dennoch könnte es einen (amerikanischen) Silberstreif am Horizont geben - und der heißt Chad Hurley!

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Beim US-F1-Eigentümer wuchs in den vergangenen Monaten der Frust über die ausbleibenden Fortschritte, sodass er beschloss, vorerst kein weiteres Geld in das Projekt um Ken Anderson und Peter Windsor zu pumpen. Dabei war Geld ohnehin schon so knapp, dass beispielsweise Motorenpartner Cosworth nicht komplett bezahlt werden konnte. Die Arbeiten am Chassis mussten daher in Vereinbarung mit Cosworth mit einer Motorenimitation durchgeführt werden.

Hurley sah seine Felle in der Formel 1 davonschwimmen und schickte am vergangenen Dienstag seinen Vertrauten Parris Mullins und Ex-Red-Bull-Techniker Günther Steiner zu Dallara. Dallara hatte die Zusammenarbeit mit Campos im Januar beendet und suchte nach einem Käufer für das acht Millionen Euro teure Chassisprojekt. Randnotiz: Als 'Motorsport-Total.com' mit Dallara-Geschäftsführer Andrea Pontremoli telefonierte, saß die amerikanische Delegation gerade in dessen Büro...

Günther Steiner
Arbeitet jetzt für Chad Hurley: Ex-Red-Bull-Techniker Günther Steiner
© Red Bull

In Charlotte wuchs indes die Unsicherheit, sodass Sportdirektor Windsor am Freitag das Handtuch warf, wie drei voneinander unabhängige Quellen behaupten. Windsor selbst bestreitet das. Bereits davor war endgültig klar geworden, dass US F1 mit dem eigenen Chassis zumindest die ersten drei Saisonrennen auslassen würde müssen. Fazit: Campos hat einen Chassisvertrag mit Dallara, der eventuell noch zu retten ist, und Hurley das nötige Kleingeld, aber kein rennfertiges Auto.

Dementsprechend liegt nichts näher, als die beiden Parteien zusammenzubringen - aus zwei Teams mach eins! Wie die genauen Rahmenbedingungen dieses Deals, der freilich noch lange nicht unterzeichnet ist, aber derzeit hinter den Kulissen verhandelt wird, aussehen könnten, ist derzeit unklar. Initiiert haben könnte die interkontinentale Fusion der Kräfte aber Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone, der ein Interesse daran hat, alle 13 Startplätze zu füllen.

Für wen arbeiten Kolles und Willis?

Unklar ist auch, welche Rolle Colin Kolles, der gegenüber 'Motorsport-Total.com' ein Comeback als Teamchef nicht ausschließt, und Geoff Willis in dem sich lichtenden Mosaik spielen. Willis wurde vergangene Woche bei den Testfahrten in Jerez de la Frontera gesichtet. Sein von einem gut positionierten Fotografen abgelichtetes Notizbuch enthielt handgeschriebene Stichworte wie "Dallara-Vorbereitungen", "Komplettes Auto?" und "FIA-Dokumente".

Gleichzeitig erreichte uns die Nachricht, dass die US-F1-Fabrik in Charlotte zum Verkauf steht. Das hat mit der Sache an sich allerdings wenig zu tun: Der Immobilienmakler Norman Walters verweist in seinem Inserat ausdrücklich darauf, dass das Objekt nur gemeinsam mit dem bis 2014 laufenden Mietvertrag eines Formel-1-Teams übernommen werden kann. Oder anders ausgedrückt: Wenn ein Wohnhaus den Eigentümer wechselt, müssen deswegen auch nicht alle Mieter ausziehen...

Zoran Stefanovic
Zoran Stefanovic mit seinem Team, darunter auch "Ex-Spion" Mike Coughlan
© Stefan

Sollte die unerwartete Fusion zwischen Hurley und Campos tatsächlich über die Bühne gehen, dann wären plötzlich nur noch zwölf der 13 Startplätze belegt. Hier kommt Zoran Stefanovic ins Spiel: Der Geschäftsmann hat in Köln-Marsdorf zwei fertige Autos stehen, die von Toyota für die Saison 2010 entwickelt wurden. Eines davon ist sogar schon fertig lackiert - im Rot der serbischen Olympiabewegung, das etwas heller ist als jenes von Ferrari.

Stefanovic hat außerdem schon zwei Container mit Boxenequipment auf den Weg nach Bahrain und Australien beziehungsweise Malaysia und China geschickt, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Außerdem will er sein Team am 25. Februar in Portimão präsentieren und anschließend vier Tage lang testen. Einer der beiden Fahrer wird - als Zugeständnis an Toyota, das die Entwicklung der Autos finanziert hat - Kazuki Nakajima sein, der zweite steht noch nicht fest.

Allerdings fehlen dem Serben noch die Reifen für Testfahrten in Portimão, denn Bridgestone teilte heute auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' mit: "Bridgestone liefert nur an jene Teams Formel-1-Reifen, die offiziell für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 eingeschrieben sind." Das ist das Stefan-Team derzeit nicht. Sollten sich Hurley und Campos jedoch einigen, dann wäre wohl auch das nur noch ein reiner Formalakt...

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