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Schumacher bereut seinen Rücktritt nicht

19. Januar 2009 - 16:32 Uhr

Michael Schumacher hätte zwar auch nach 2006 Angebote gehabt, Formel-1-Rennen zu fahren, doch er bereut seinen Rücktritt keineswegs

Michael Schumacher
Michael Schumacher ist froh, dass er Ende 2006 endgültig zurückgetreten ist
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ende 2006 ist Michael Schumacher als siebenfacher Formel-1-Weltmeister zurückgetreten. Seither lebt er mit seiner Familie verhältnismäßig zurückgezogen auf seinem Luxusanwesen in der Schweiz, er taucht dann und wann als Ferrari-Berater bei einem Grand Prix auf und fährt in regelmäßigen Abständen Motorradrennen.

Als er seinen Rücktritt bekannt gegeben hat, ging dies einher mit der Angst, er könnte in ein tiefes Loch fallen. Doch dem war keineswegs so: " In den zwei Jahren, die jetzt rum sind, war es eher eine Erleichterung", sagte Schumacher in einem Interview mit Johannes B. Kerner vom 'ZDF'. Besonders schätze er zwei Facetten seines neuen Lebens: "Die Freiheit, die ich bekommen habe, der Druck, der weggefallen ist."

Die Entscheidung, den Helm an den Nagel zu hängen, entstand keineswegs über Nacht. Vielmehr setzte diese Entwicklung schon nach dem Gewinn des letzten WM-Titels im Jahr 2004 ein: "Die letzten zwei Jahre habe ich öfter darüber nachgedacht, dass ich eigentlich auch andere Dinge machen könnte. Es war schwierig, mich zu motivieren und alles aus mir rauszuholen", so Schumacher, der allerdings Wert darauf legt, dass dies im Cockpit nie der Fall gewesen sei.

Doch das intensive Drumherum, das ewige Reisen, das viele Testen und das harte Fitnesstraining seien ihm irgendwann einfach zu viel geworden. Daher war auch ein Comeback nie ernsthaft ein Thema, obwohl es durchaus seriöse Angebote gegeben hätte: "Es hat das eine oder andere Gespräch gegeben", bestätigte der 40-Jährige, ohne allerdings Namen zu nennen, welche Teams auf ihn zugegangen sind.

Grund für den Rücktritt war übrigens keineswegs ein besserer Gegner: "Das habe ich mir früher so vorgestellt, dass das ein Grund sein könnte, warum ich irgendwann einmal aufhöre. Es hat sich zum Glück nicht wirklich ergeben, dass mir jemand gezeigt hätte, wie man es besser machen kann. Es waren harte Gegner dabei, aber ich konnte noch absolut mithalten", so Schumacher, der anfügte: "Ich habe mich ja ein Jahr später ins Auto gesetzt und war sofort wieder da."

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