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Retten Regierungsgelder den kanadischen Grand Prix?

30. Oktober 2008 - 09:09 Uhr

Schon an diesem Freitag könnten die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Rennens in Kanada gestellt werden - hilft die Regierung mit einer Finanzspritze?

Die kanadische Flagge wird 2009 vielleicht nicht in der Formel 1 wehen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Sollte der Große Preis von Kanada 2008 wirklich das vorerst letzte Gastspiel der Formel 1 in Nordamerika gewesen sein? Nicht nur Fans, Fahrer und Teams können sich mit diesem Gedanken nur schwerlich anfreunden - naturgemäß sind auch die Verantwortlichen des Rennens in Montréal nicht gerade von der Politik Bernie Ecclestones begeistert, der den Grand Prix für 2009 kurzerhand aus dem Rennkalender geworfen hatte. Gespräche mit dem Formel-1-Chef haben aber schon stattgefunden.

In den kommenden Tagen und Wochen soll erörtert werden, ob das Rennen im St.-Lorenz-Strom eine Zukunft hat - oder ob der Formel-1-Zirkus in den kommenden Jahren einen bogen um Kanada machen wird. Möglicherweise könnte aber schon am Freitag diesbezüglich Klarheit herrschen: Wie das 'Journal de Montréal' berichtet, soll dann eine Entscheidung fallen, ob Regierungsgelder für die Rettung des Rennens eingesetzt werden sollen.

Vertreter von verschiedenen politischen Ebenen hatten vor wenigen Tagen bei Ecclestone in London vorgesprochen, um die Rahmenbedingungen einer Wiederaufnahme in den Rennkalender für 2009 zu diskutieren. Freilich bezeichneten die Politiker den Ausgang dieser Gespräche als "ermutigend", ohne jedoch näher auf die Details eingehen zu wollen. Fest steht aber: es mangelt an der Finanzierung.

Offenbar fehlt den Veranstaltern ein Promoter, der sich dem Rennen in Montréal annehmen will. In den vergangenen Tagen wurden immer wieder verschiedene Personen mit einer Rettungsaktion in Verbindung gebracht, das 'Journal de Montréal' nannte explizit 'Cirque du Soleil'-Gründer Guy Laliberté sowie George Gillett, den Besitzer der Eishockeymannschaft Montréal Canadians, der im NASCAR-Sport eine große Nummer ist. Beide sollen offenbar Interesse bekundet haben, schlossen eine finanzielle Beteiligung aber aus.

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